Modellierer der Pandemie

ist Michael Meyer-Herrmann (Mitarbeiter der Helmholtz Zentrums = Bill und Melinda Gates Stiftung):

Nicht führende Virologen hatte Angela Merkel ins Kanzleramt eingeladen, auch nicht Lothar Wieler vom RKI. Es war Michael Meyer-Hermann, der gestern den Chefinnen und Chefs der Bundesländer den Ernst der Lage verdeutlichen sollte. Wer ist der Forscher und was war seine Botschaft an die Spitzen von Bund und Ländern?

Corona-Krisentreffen im Kanzleramt. Angela Merkel ringt mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der sechzehn Bundesländer. Alle wollen auf die wieder bedrohliche Ausbreitung der Pandemie in Deutschland reagieren. Alle wollen verhindern, dass unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben noch einmal heruntergefahren werden muss. Doch über wichtige Details der nächsten Schritte herrscht Streit.

Die Gefahren des exponentiellen Wachstums

Die Kanzlerin bat deshalb den Immunologen Michael Meyer-Hermann, die Beratungen mit einer Präsentation zu eröffnen. Er sollte deutlich machen, dass Deutschland in der Corona-Pandemie wieder im Bereich des exponentiellen Wachstums angekommen ist. „Ich denke, das war recht einleuchtend und auch hilfreich“, hielt die Kanzlerin anschließend fest. Das exponentielle Wachstum müsse gestoppt werden. „Sonst wird es in kein gutes Ende führen,“ mahnte Merkel. Auch die Länderchefs waren offenkundig beeindruckt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zumindest übernahm eine Formulierung, die nach Angaben von Korrespondenten aus dem Vortrag des Forschers stammt: „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern schon zwölf“.

Vielseitiger Wissenschaftler und Pandemie-Modellierer

Meyer-Herrmann ist kein Virologe. Der 1967 geborene Wissenschaftler hat Physik, Mathematik und Philosophie studiert und wurde in Theoretischer Physik promoviert. Er arbeitete als Neurobiologe und Immunologe. Seit 2010 leitet er den Bereich System-Immunologie am Helmholtz-Zentrum in Braunschweig. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie versucht er, deren Verlauf mit mathematischen Modellen vorherzusagen.

Vorhersagen mit Hilfe von „digitalen Agenten“

Wenig später gab Meyer-Herrmann im Deutschlandfunk erste Einblicke in seine Forschung. Meyer-Hermann arbeitet mit digitalen Agenten. Damit ist gemeint, dass er in seinen Modellen das Verhalten von verschiedenen, real nicht existierenden Menschen durchspielt. Diese Agenten leben stellvertretend für die wirkliche Bevölkerung, sie gehen arbeiten oder in die Kneipe, nutzen den Nahverkehr, besuchen die Schule und halten sich mehr oder weniger an die Corona-Vorgaben. Auf der Grundlage dieser Modellrechnungen sind gewisse Vorhersagen möglich.

„Kein Gegensatz von Menschenleben und Wirtschaft“

In der Deutschlandfunk-Sendung „Wissenschaft im Brennpunkt“ stand Meyer-Herrmann im Mai 2020 ausführlich Rede und Antwort. Er plädierte unter anderem für eine „Covid-Kultur“. Damit meinte er, unsere Gesellschaft müsse lernen, auf längere Zeit mit dem Virus zu leben. Außerdem warnte er davor, einen Gegensatz zu sehen zwischen dem Retten von Menschenleben und den Interessen der Wirtschaft. Er sagte: „Das Gegenteil ist der Fall. Wenn wir die Infektionszahlen so schnell runterbringen, dass das Gesundheitssystem gut arbeiten kann und wir die restlichen Fallzahlen tatsächlich gut kontrollieren können, dann ist erst ein ordentliches Wirtschaften wieder möglich. Ansonsten sind wir in einer ewigen Lähmung verhaftet und werden wirtschaftlich tatsächlich gegenüber anderen Ländern einen Nachteil haben.“

Diese Nachricht wurde am 15.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-michael-meyer-herrmann-modellierer-der-pandemie.1939.de.html?drn%3Anews_id=1183713&fbclid=IwAR0uatWuesI6Wxx2nw00DpYv1cpzWGJfzAOh-i6XAx3Bg6tuDfHnB23qiEE

Ach … was noch zu erwähnen ist … Herr Meyer-Herrmann arbeitet für das Helmholtz Zentrum und das obliegt der Bill und Melinda Gates Foundation

Bildquelle: Deutschlandfunk Beitragslink

www.helmholtz-hzi.de › kooperationen › sammlung

Mit unseren Netzwerken und Partnern gewährleisten wir einen optimalen Wissenschafts- und Technologietransfer. Bill and Melinda Gates Foundation. The Bill & … https://www.kooperation-international.de/aktuelles/nachrichten/detail/info/helmholtz-zentrum-fuer-infektionsforschung-erhaelt-projektfoerderung-der-bill-und-melinda-gates-stiftun/

Auszug aus diesem Beitrag:

„Wir verbinden erstmals unsere Expertise am HZI in der Entwicklung von Impfstoffen mit der langjährigen Erfahrung in der Formulierung von Wirkstoffkandidaten in Nanopartikeln, die die Wissenschaftler am HIPS in Saarbrücken haben“, informieren die Wissenschaftler Carlos Alberto Guzmán vom HZI, Claus-Michael Lehr und Steffi Hansen vom HIPS sowie Ulrich Schäfer von der Universität des Saarlandes.

„Das Neuartige an unserer Methode ist der Weg, über den der Impfstoff in den Körper gelangt. Die Nanopartikel dringen über Haarfollikel in die Haut ein, platzen im Kontakt mit menschlichem Schweiß und setzen die Impfstoffe frei –

ähnlich wie bei einer Pollensensibilisierung. Diese Impfmethode umgeht die schmerzhaftere Impfung mit einer Nadel und hat das Potential, eine Immunantwort auf den Schleimhäuten zu stimulieren.“

(Hinweis … PCR Tests wirken über die Hirnschranke im Schleimhautbereich!!!!!!!!!!!!!

Das Forschungsprojekt des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung ist eines von 78 Forschungsprojekten, die die Gates-Stiftung in der vierten Runde “Grand Challenges Explorations” fördert. Die Initiative unterstützt weltweit Forscher, Strategien zur Diagnose und Verhinderung von Infektionskrankheiten und einer Verbesserung der Familiengesundheit zu entwickeln. Die Auswahl erfolgte unter 2700 eingereichten Vorschlägen. Insgesamt unterstützt die Stiftung Forschungsprojekte in 18 Ländern auf sechs Kontinenten.