Sie ist mÀchtig.
Hier ist eine Wahrheit, die du oft nicht hörst: Traumatisierte Frauen haben das Potenzial, die mÀchtigsten Menschen auf dieser Welt zu werden.
Die unwissendsten Mitglieder der Gesellschaft nennen diese Art von Frau „beschĂ€digt“. Aber sie ist die mĂ€chtigste Art von Frau, die es gibt.
Was sie vergessen, ist, dass Ăberlebende den gefĂ€hrlichsten Vorteil von allen haben: Resilienz.
Auch wenn man es wieder und wieder versucht, diese Frau kann man nicht zu Fall bringen. Mach dir nichts vor. Du könntest sie nie besiegen. Das wirst du auch nie.
Das ist die Frau, die immer von den Toten auferstehen wird, Lady Lazarus, nachdem sie durch die Hölle und zurĂŒck gegangen ist.
Das ist die Frau, die ihre FĂŒĂe immer wieder in den Flammen verbrannt hat und immer wieder aufersteht, um eine neue Geschichte zu erzĂ€hlen – selbst wenn sie zurĂŒck ins Leben kriechen muss.
Liebe und Anerkennung wurden ihr nie auf dem Silbertablett serviert, also musste sie sich selbst auf eine Art und Weise lieben, von der andere nur trĂ€umen können. Sie kĂ€mpfte mit HĂ€nden und FĂŒĂen fĂŒr ihre Selbstakzeptanz.
Niemand hat sie als Kind geknuddelt oder ihr schöne Dinge gesagt; sie musste sich Schritt fĂŒr Schritt selbst durchschlagen. Sie weiĂ, dass sie ĂŒberleben kann, weil sie es bereits getan hat und es wieder tun wird.
Wenn ihr jemand sagt: „Du schaffst das nicht“, sagt sie: „Schau mir zu.“
Sie ist ein feuriges Licht, das aus der winterlichen Dunkelheit geboren wurde. Persephone wurde von Hades in die Unterwelt gebracht und bringt den FrĂŒhling und die Wiedergeburt hervor, wenn sie endlich aus der KĂ€lte auftaucht.
Sie besitzt ihre Schatten und webt sie nahtlos in das Gewebe ihrer Freiheit, KreativitÀt, Fantasie und UnabhÀngigkeit ein.
Ihr ganzes Leben lang hat sie alle Beweise fĂŒr die Grausamkeit der Menschen und das Böse, zu dem sie fĂ€hig sind, erlebt. Schon frĂŒh verstand sie, dass die Monster, von denen die Menschen trĂ€umten, in menschlicher Haut existierten.
Sie erlebte alle ihre AlbtrÀume in hoher Auflösung. Man gab ihr jeden Grund zum Aufgeben und jede Rechtfertigung, niemals an sich selbst oder an andere zu glauben.
Aber die Art und Weise, wie sie den Glauben an sich selbst kultiviert, um die TrÀume zu verwirklichen, die ihre Seele hervorbringen sollte, hat etwas Magisches.
Trotz alledem erobert sie sich.
Sie ĂŒberlebt und gedeiht.
Die „geschĂ€digte“ Frau ist zu enormen Leistungen fĂ€hig, nicht nur trotz, sondern gerade wegen der Traumata, die sie erlebt hat.
Niemand ist motivierter als eine Frau, der ihr Leben lang stÀndig gesagt wurde, was sie nicht tun kann oder wer sie nicht sein kann.
Niemand ist mehr zum Erfolg entschlossen als jemand, der nichts mehr zu verlieren hat.
Die „geschĂ€digte“ Frau hat sich nicht fĂŒr die HĂ€rten ihres Weges entschieden – aber sie spielt die Karten, die ihr gegeben wurden, so gut wie möglich aus.
Die „verwunde(r)te“ Frau ist ĂŒberhaupt nicht beschĂ€digt – sie ist verwundet, und wenn sie ihre Wunden kanalisiert und heilt, wird sie zur Quelle unglaublicher Energie, zum Ort unglaublichen Potenzials fĂŒr Reichtum und VerĂ€nderung.
Sie besitzt die Macht, ihre Wunden fĂŒr das Allgemeinwohl und ihr höchstes Gut zu nutzen.
Sie baut ihren eigenen Erfolg auf und wird zu ihrer eigenen robusten Heldin; sie pflegt ihre eigenen aufgeschĂŒrften Knie.
Sie nutzt jeden Stein, der ihr in den Weg gelegt wird, um das Fundament fĂŒr ihr Imperium zu legen.
Stein fĂŒr Stein baut sie auf – und trotz aller Versuche, ihre Mauern niederzureiĂen, rettet sie sich immer wieder.
Trotz alledem sieht sich diese Art von ĂberlebenskĂŒnstlerin vielleicht immer noch dem Hass, dem Neid und der Gier ihrer Mitmenschen ausgesetzt. Sie versuchen ihr zu sagen, dass sie zu beschĂ€digt ist, um aufzusteigen.
Wenn die Frauen, die von der Gesellschaft als zu „beschĂ€digt“ bezeichnet werden, besser abschneiden als die, die es nie waren, bringt das den Status quo ins Wanken.
Infolgedessen wird sie zur Ăberlebenden unzĂ€hliger Hexenjagden und zur Zielscheibe vieler Verfolger. Doch als man sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen will, tut sie, was ganz natĂŒrlich ist: Sie lĂ€sst sich wieder auferstehen.
SchlieĂlich ahnt niemand, dass die verletzte Frau mehr Kraft in sich hat als die Tyrannen, die sie zu ĂŒberwĂ€ltigen scheinen.
Sie lachen und machen sich ĂŒber die stumme Kriegerin lustig, die sich scheinbar nie wehrt.
Aber das ist das Besondere an dieser Art von Frau: Sie beobachtet.
Sie lernt, wie sie ihre eigenen KĂ€mpfe austragen kann. Ihr Geist mag gebrochen sein, aber er ist unerbittlich. Sie bleibt hartnĂ€ckig, StĂŒck fĂŒr StĂŒck. Sie nimmt alles in sich auf.
Vielleicht bleibt sie jahrelang stumm. FĂŒr ihre Seele mag es wie Jahrhunderte erscheinen. Es ist eine uralte Wunde, die sie von Generation zu Generation zu verfolgen scheint.
Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem ihre Seele zurĂŒckschlagen muss, um zu ĂŒberleben. Es wird Zeit, dass sie sich erhebt.
Sie schweigt so lange, dass die Welt aus den Fugen gerÀt, als sie endlich spricht.
Ihre aufgestaute, groĂartige Energie, die in dem Druckkessel, den sie Leben nennt, geboren und gezĂŒchtet wurde, ist die eines Blitzes.
Wo frĂŒher Hoffnungslosigkeit ihr Standard war, ist jetzt Ăberfluss ihr Geburtsrecht.
Wo sie frĂŒher Ă€ngstlich war, entfesselt sie jetzt mit jeder Handlung und jedem Wort, das sie wie ein Schwert schwingt, den Donner – und damit bringt sie immer einen Sturm mit.
Wenn sie jetzt etwas erschafft, erschafft sie neue Welten und transformiert und manifestiert sich auf einer Ebene, die von jemandem, der nie ums Ăberleben kĂ€mpfen musste, nicht wiederhergestellt werden kann.
Wenn du die Stimme einer mĂ€chtigen Ăberlebenden und den Willen einer Kriegerin hörst, kannst du nichts anderes tun, als innezuhalten und zuzuhören.
Sie ist die Stimme von einer Million gelebter Leben.
Sie ist die Stimme der vermeintlich Hoffnungslosen und Machtlosen, wenn ihnen das Feuer wieder in die Augen steigt. Sie ist der Vorbote der Gerechtigkeit, die die Stimmlosen seit langem hören, fĂŒhlen und berĂŒhren wollen.
Egal, wie sehr du es versuchst und wie es dir vorkommt, du kannst eine Ăberlebende wie sie nie wirklich in die Knie zwingen; sie weiĂ bereits, welchen Wert ihre Narben haben.
Sie weiĂ, wie sie die Risse zwischen ihren Wunden mit Gold fĂŒllen kann.
Sie weiĂ, wie sie jedes bittere Wort, das ihr entgegengeschleudert wird, in einen eisernen Willen verwandeln kann, der sie und andere gefangene Vögel befreit.
Eine „ge-/beschĂ€digte“ Frau kann man niemals besiegen, denn sie weiĂ genau, wie sie sich selbst retten kann.
Autorin ~Shahida Arabi
Liebe und Licht,
Veröffentlicht bei Michelle Price/Facebook
https://www.facebook.com/michelle.priceknox
GEBET, UM MICH VON MEINEM ALTEN ICH ZU VERABSCHIEDEN.
Von allem, was ich eines Tages war: DANKESCHĂNâŠ
An meine toten Teile: DANKEâŠ
An meine vergessenen Teile, die ich an Orten zurĂŒcklasse, an die ich mich nicht mehr erinnere: DANKEâŠ
An meine Teile, die einst in tausend kleine StĂŒcke zerbrochen waren und die ich nie von mir gefunden habe: DANKEâŠ
An meine leeren Teile, die ich einst versucht habe, mit Ablenkungen, Anhaftungen und Obsessionen zu fĂŒllen: DANKEâŠ
An meine Teile, die frustriert und wĂŒtend ĂŒber die TrĂ€ume waren, die ich nie erfĂŒllt habe: DANKEâŠ
An meine Teile, die nicht mehr zu mir passen und die fĂŒr mich keinen Sinn mehr ergeben: DANKEâŠ
An meine Teile, die ich nicht wollte und die ich nicht umarmen konnte: DANKEâŠ
An meine Teile, die sich nicht getraut haben, Grenzen zu setzen, aus Angst, nicht akzeptiert zu werden: DANKE.
An meine Teile, die einst misshandelt wurden und sich von anderen misshandeln lieĂen: DANKEâŠ
An meine Teile, die nicht an sich selbst geglaubt haben: DANKEâŠ
Heute mache ich ein Requiem fĂŒr seinen Abschied. Ich danke dir fĂŒr deinen Durchgang in meinem Leben, denn es sind all diese Versionen von mir, denen ich so sehr danke.
Heute verabschiede ich mich und lasse in absoluter Hingabe alles los, was seine Zeit bereits erfĂŒllt hat.
Es ist DANKE an all meine kleinen Tode, dass es heute einen neuen Raum fĂŒr Möglichkeiten, Leben und Schöpfung gibt.
Danke, dass LEBEN und TOD harmonisch vor mir tanzen. Heute feiere ich das Leben und singe laut im Angesicht dieser neuen Geburt. Und ich umarme meine bereits toten Teile, ich liebe sie, ich ehre sie, ich danke und verabschiede sie. Nun, sie waren das Beste, was ich zu dieser Zeit und an diesem Ort fĂŒr mich tun konnte, also kritisiere ich sie nicht, sondern erweise ihnen all meine Ehre.
Deshalb fĂŒhle ich heute mehr denn je, dass ich wiedergeboren werden kann, und wie beim ersten Mal werde ich nackt geboren, und sie sind RĂŒstungen, wieder wie ein Lotuswesen.
Die RĂŒstungen sind nicht mehr nötig, also heiĂe ich die AuthentizitĂ€t in all ihrem Licht willkommen. Und aus dieser NaivitĂ€t heraus erlaube ich mir erneut, das Leben zu umarmen, heute stĂ€rker als zuvor, um meinen ersten Atemzug in dieser Geburt zu geben.
Liebe und geliebte alte Version: Du hast deine Rolle bereits erfĂŒllt.
Autor unbekannt
Liebe und Licht,
Michelle Price
©Ăbersetzung Roswitha https://www.esistallesda.de