DAS passiert wirklich beim Aufstieg (was Dir keiner sagt) Almgedanken

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Schamanische Energiearbeit, Klangarbeit der anderen Art, Meditationen und vieles mehr.

Habts fein!

Lars

© Transkript Rosi

Transkript

Der häufigste Grund, warum Menschen auf ihrem Bewusstwerdungsweg straucheln oder stoppen oder verzweifeln, ist nicht der, der meistens angenommen wird. Das ist ein ganz anderer. Und was das ist, das verrate ich euch heute bei den Allgedanken.

Guten Morgen aus der Obersteiermark. Ja, sportlich ist es hier. Ich bin nicht in meinem Zwiebellook. Ich habe eine ganze Zwiebelkiste, glaube ich, an irgendwas, um jetzt hier warm zu bleiben bei den Aufnahmen. -20° hatten wir, werden wir wieder haben. Unter -20° werden wir noch haben. Ich hoffe, dass es allen gut geht in dieser Kälte, die das jetzt hören.

Wenn ich einen Workshop gebe, beginne ich den oftmals mit „herzlich willkommen zur Randgruppe der Randgruppe“. Das sage ich zu den Teilnehmern, das sage ich euch jetzt auch: Randgruppe der Randgruppe. Da kann man drüber schmunzeln. Man kann noch immer sagen: Wie groß ist jetzt die Randgruppe der Randgruppe? Aber die ist im Vergleich zur Großgruppe komplett klein, das kann ich euch versprechen.

Worum geht’s heute? Um das, was allgemein „Erwachen“ genannt wird. Da gibt’s meiner Meinung nach ein völlig falsches Konzept davon. Ich zähle mal Sachen auf, was viele glauben (und was ich früher auch geglaubt habe): Wenn man spirituell erwacht, dann wird das Leben leichter. Dann ist das dritte Auge geöffnet und man sieht plötzlich viel mehr. Dann kann man mit Materie spielen, Astralreisen machen, den Körper verlassen, in andere Welten gehen und wiederkommen. Und man wird geachtet von anderen, weil die das toll finden, dass man „erwacht“ ist und Wahrheit spricht. Körperlich: Wenn man Gebrechen hatte, dann sind die auch weg.

Das ist das gängige Setting. Liebe Leute, es ist ganz anders. Nach meiner Erfahrung – und von Menschen, von denen ich annehmen würde, dass sie „ein Stück weit erwacht“ sind (die würden das vielleicht selber gar nicht so sagen) – ist das Konzept anders.

Erwacht ist nicht: dass ich mich in Telegramgruppen umtummle, mich aufrege über die Welt und wie schlecht die läuft, und dann sage „Ich bin erwacht, ich hab so viele Theorien gelesen und gesehen“. Nein. Weit davon entfernt. Ihr seid vielleicht auf dem Weg – absolut – aber sich über die äußere Welt aufzuregen ist erst der Anfang eines wirklichen Aufwachprozesses.

Und ich sage nicht von mir, dass ich erwacht bin. Keine Ahnung. Vielleicht habe ich mal ein Auge aufgemacht aus dem Tiefschlaf und durfte mal gucken – aber „ich bin erwacht“ auf gar keinen Fall. Ich bin nach wie vor eine kleine Hilfswurst.

Ich zeige euch mal ein Bild. Das ist aus dem Jahr 2016. Da ist etwas passiert: Da bin ich ein Stückchen aufgewacht. Die Umstände waren extrem schmerzhaft. Daraufhin bin ich in eine tiefe Meditation / lange Reise gegangen über Nacht. Ich hatte Kontakt zu einer Wesenheit. Die stand plötzlich vor mir und sagte: „Okay, du willst es, du kriegst es.“

Zum Erwachen gehört auch: dass ihr gefragt werdet – von Geistern, von euch selbst, von der inneren Stimme – möchtest du wirklich weitermachen? Möchtest du wirklich noch tiefer gehen? Möchtest du noch tiefer in den Kaninchenbau schauen? Und wenn man „ja“ sagt, dann gibt’s was. Diese Wesenheit sagte: „Ich bin alles und wenn du weitergehen willst, musst du alles erfahren.“ Und sie hat mich auf eine Reise mitgenommen, die hat ungefähr 3, 4, 5 Stunden gedauert. Als ich wiederkam, war ich zerstört. Komplett zerstört.

Danach war die Welt nicht mehr gleich. Aber „nicht mehr gleich“ hieß nicht: einfacher. Im Gegenteil: Je mehr ich in geistige Klarheit ging, desto schlimmer ging es mir. Es war ein langsames Abfallen aller alten Identitäten, die ich meinte zu sein. Das war wie ein Losreißen. Das waren keine sanften Aufstiegssymptome. Das war komplett am Boden sein.

Und dann passierte noch was: Ich hatte keine Lust mehr, mir unbedeutendes Zeug anzuhören von Leuten – spirituell und nicht spirituell. Ich habe nichts gegen profane Gespräche, wenn sie mit Herz gefüllt sind und nicht mit Ego. Aber diese nicht-herzgefüllten Talks – da hatte ich keinen Bock mehr drauf. Und genauso Menschen, wo nichts mehr „rüberkam“. Man trennt sich plötzlich von Menschen und ganzen Gruppen, weil es nicht mehr passt. Man stellt sich komplett selbst in Frage. Man weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Man wacht aus einem alten Ich auf.

Wir alle sind mit der Inkarnation ins Vergessen gegangen. In dieser vergessenen Inkarnation wachen wir langsam wieder auf in das, was vorher war – aber wir haben keine Ahnung, was es ist. Wie: ihr wacht auf, habt den Traum vergessen, und jetzt kommt langsam wieder etwas. Nur: Danach bleibt kein Stein auf dem anderen.

Und die nächste Sache: Niemand, der das nicht gerade durchmacht, versteht euch – außer die, die es entweder gerade selbst machen oder eben wirklich nachvollziehen können. Das ist schwierig, anspruchsvoll. Diese shiny Versprechen – „ich lebe in der Fülle, ich manifestiere mir mein Leben, happy happy happy“ – halte ich für eine brandheiße Lüge. Selbstlüge, Marketingstrategie, keine Ahnung.

Die größte Lüge ist, dass Erwachen leicht ist. Wenn es euch schlecht geht, wenn ihr zweifelt, wenn alles zusammenbricht: dann ist es nicht „falsch“. Ich mache eine Prognose: Es gibt natürlich auch Wege, wo man komplett falsch abbiegt, aber wenn ihr nach einem Herzweg sucht, bewusst auf einem Herzweg seid, und die Dinge laufen nicht wie gewünscht oder wie vorher erzählt – dann kriegt ihr jetzt einen ganz dicken Umarmungshack von mir. Dann sage ich euch: Ich bin mir sehr sicher, dass ihr viel weiter – wahrhaftig weiter – seid, als ihr gerade denkt.

Das waren die Allgedanken. Habt’s fein und bis zum nächsten Mal.


Kurz-Zusammenfassung: „Was dich/uns (wirklich) beim Bewusstwerden erwartet“

  • Der häufigste Grund fürs Straucheln ist nicht mangelnde Disziplin oder „zu wenig Manifestation“, sondern ein falsches Erwachen-Bild: die Idee, dass es leicht, schön, magisch und sozial anerkannt sein müsse.
  • Erwachen ist oft schmerzhaft: alte Identitäten fallen ab, Beziehungen und Gruppen passen nicht mehr, Orientierung geht zeitweise verloren.
  • Je klarer es wird, desto härter kann es sich anfühlen: nicht als Fehler, sondern als Teil des Ablöse- und Reifungsprozesses.
  • „Happy-Fülle-Marketing“ wird kritisch gesehen: als Selbstlüge oder Strategie.
  • Ermutigung: Wenn du ernsthaft auf einem Herzweg bist und trotzdem zweifelst, Leid und Zusammenbrüche erlebst, kann das ein Zeichen sein, dass du weiter bist als du denkst (nicht schlechter).

Rosi: Hinweis an die LeserInnen

Schaut unbedingt in die Kommentarleiste unter dem Video: Sie ist (für mich) sehr aussagekräftig und wertvoll, weil dort Erfahrungen, Resonanzen und Ergänzungen der Community stehen, die das Gesagte vertiefen – und die Wege der/des Einzelnen aufzeigen … Der Weg ist das Ziel!