Die Iraner kämpfen für die Freiheit – uns egal. Stromausfall nach Anschlag in Berlin – na und? Daniel Günther will Zensur – auch egal. Hauptsache, wir können uns täglich stundenlang über Donald Trump aufregen. Die Wochenabrechnung, Simone Solga, im Bettchen Folge 198.
- Solga kritisiert satirisch, dass deutsche Medien, Politik und Aktivisten ihrer Ansicht nach stärker mit Donald Trump beschäftigt seien als mit akuten Krisen wie den Protesten im Iran.
- Sie wirft der Öffentlichkeit eine moralische Schieflage vor: Empörung über Trump diene als Ersatzhandlung und lenke von Problemen im eigenen Land ab.
- Innenpolitische Missstände (z. B. Sicherheits- und Infrastrukturprobleme in Berlin) würden verharmlost oder ignoriert, während Trump jede Aufmerksamkeit bekomme.
- Deutsche Kulturschaffende und Aktivisten stellt sie als selektiv engagiert dar – lautstark bei manchen Themen, still bei anderen.
- Scharf greift sie politische Akteure an (u. a. Berliner Landespolitik und Bundespolitik), denen sie Untätigkeit, Selbstzufriedenheit oder Realitätsferne vorwirft.
- Besonders kritisch kommentiert sie Aussagen zur Einschränkung der Pressefreiheit, die sie als gefährlich und autoritär interpretiert.
- Insgesamt zeichnet Solga ein Bild einer Gesellschaft, der vieles egal geworden sei – außer der Empörung über Trump, die als moralische Selbstbestätigung funktioniere.