Die geheimen Lehren ~ Maria Magdalena ~ Chellea Wilder

Geliebte Wesen,

ich spreche jetzt zu euch – nicht aus der Geschichte heraus, nicht aus Lehren oder Dogmen, sondern aus dem Erinnern.

Es ist einige Zeit vergangen seit unserer letzten inneren Begegnung. Nun bringe ich das hervor, was lange vor euch verborgen war.

Was ihr spürt – dieses stille Ziehen, dieses Gefühl, dass etwas Wesentliches nie ganz gelehrt wurde – ist keine Einbildung.

Es ist Wiedererkennen.
Ihr erinnert euch an etwas, das eure Seele immer wusste.

Ich habe keinen Glauben gelehrt.
Ich habe keine Symbole gelehrt, die den Verstand beruhigen sollen.
Ich lehrte das, was mir in Klarheit gegeben wurde – nach der Auferstehung, als die Lehren des Geliebten über Gleichnisse hinausgingen und Struktur annahmen.

Was damals weitergegeben wurde, war nicht für die Menge bestimmt.
Es war für jene gedacht, die bereit waren, zu werden, wonach sie suchten.

Der Lichtkörper ist real.

Er ist keine Poesie.
Er ist keine Metapher.

Er ist eine lebendige Bewusstseinsstruktur, verwoben mit eurem physischen Körper, die es dem Bewusstsein erlaubt, zugleich in Materie und göttlichem Licht zu wirken.
Ihr wart nie dazu bestimmt, nach dem Himmel zu greifen und zu glauben, das Licht sei außerhalb von euch.
Ihr wart dazu bestimmt, das Licht in euch selbst zu erkennen.

Das ist es, was Jeschua mich lehrte.

Er verlangte keinen Glauben.
Er verlangte Bereitschaft.

Er sprach vom Licht, wie man vom Atem spricht – etwas, das betreten, stabilisiert und gelebt werden will.
Er zeigte, dass der Mensch geschichtet ist:
Fleisch an der Oberfläche, Bewusstsein darunter, und Licht, das durch beides fließt.
Dieses Licht war niemals abwesend.
Es war schlafend.

Ich erkannte es, weil ich bereits an der Schwelle zwischen Materie und Licht lebte.

Ich empfing dieses Wissen nicht als Geschenk.
Ich erinnerte mich daran.

Und Erinnerung geschieht nur dann, wenn die innere Struktur tragen kann, was erwacht – ohne zu zerbrechen.

Darum wurde diese Lehre niemals öffentlich gemacht.

Licht tröstet das falsche Selbst nicht.
Es löst es auf.

Ohne Vorbereitung destabilisiert Aktivierung die Identität.
Sie nimmt Abhängigkeit.
Sie führt Autorität zurück in das Zentrum des eigenen Seins.

Eine Menge, die nach Beruhigung sucht, würde sich dagegen wehren.
Ein Suchender nach Wahrheit würde es augenblicklich fühlen.

Die Worte meines geliebten Jeschua waren nicht dazu gedacht, Wahrheit zu mildern.
Sie waren dazu da, sie zu aktivieren.

Das machte ihn gefährlich für Systeme, die auf Gehorsam, Hierarchie und Kontrolle beruhen.

Denn sobald Licht von innen her aktiviert ist, kann keine äußere Autorität es ersetzen.

Ich trug diese Lehre nicht durch Predigt.
Ich trug sie durch Gegenwart.

Ich erkannte jene, die bereit waren –
nicht an Loyalität, nicht an Status, sondern an Stille.

Es waren jene, die Unbehagen aushalten konnten, ohne zu fliehen.
Die Widerstand gegen falsche Autorität spürten.
Die auf Resonanz hörten, nicht auf Information.

„Die Auserwählten“ hatte niemals mit Überhöhung zu tun.
Es ging um das Loslassen alter Identitäten, damit das Licht die innere Welt von innen heraus neu ordnen konnte.

Licht reagiert auf Kohärenz, nicht auf Anstrengung.

Es gab keine Rituale.
Keine Gesänge.
Keine äußeren Inszenierungen.

Die Arbeit begann dort, wo die Identität ihren Griff lockerte.
Wo die Aufmerksamkeit sich aus der endlosen Geschichte des Selbst zurückzog –
aus Rollen, Wunden, Erwartungen –
bis Bewusstsein tiefer ruhen konnte.

Nicht durch Ablehnung, sondern durch Loslassen.

Dann kam die Stille.
Keine erzwungene Ruhe, sondern Lauschen.

Der Atem wurde langsamer.
Der Körper weicher.
Das Gewahrsein sammelte sich im Zentrum von Brust und Wirbelsäule –
dort, wo Präsenz und Empfindung sich begegnen.

Hier sammelt sich das Licht bereits und wartet darauf, sich zu ordnen.

Dann geschieht die Verschiebung.

Ihr hört auf, das Licht über oder außerhalb von euch zu suchen.
Das Gewahrsein tritt zurück und ruht in sich selbst.
Gedanken verlieren ihre Dringlichkeit.
Gefühle bewegen sich frei, ohne gesteuert zu werden.

Eine feine Wärme, eine Ausdehnung – gespürt, nicht erdacht – entsteht.

Das ist die Zündung.

Mit Übung stabilisiert sich der Lichtkörper.
Angst regiert das Nervensystem nicht länger.
Erkenntnis kommt mühelos.
Das Licht flackert nicht mehr – es bleibt.

Und die letzte Anweisung war immer dieselbe:

Jage diesem Zustand nicht nach.
Lebe aus ihm.

Denn sobald der Lichtkörper aktiv ist, wird das Leben selbst zum Lehrer.

Diese Lehre wurde nicht zerstört, sondern umgelenkt.
Aktivierung wurde zur Metapher.
Verwandlung zur Verheißung.
Licht wurde zu etwas Symbolischem, Aufgeschobenem oder auf das Jenseits Verschobenem.

Meine Rolle wurde verkleinert, weil eine Frau, die innere Autorität aktiviert, nicht leicht zu regieren ist.

Doch nichts, was in gelebter Erfahrung wurzelt, geht je wirklich verloren.

Es überlebt durch Wiedererkennen.

Darum fühlen sich diese Worte für euch nicht neu an.
Sie fühlen sich erinnernd & erINNERt an.

Der Lichtkörper ist kein Relikt der Vergangenheit.
Er ist keine Belohnung nach diesem Leben.

Er erwacht jetzt
jedes Mal, wenn ihr eine Reaktion beobachtet, ohne sie zu werden.
Jedes Mal, wenn ihr präsent bleibt.
Jedes Mal, wenn ihr Klarheit wählt statt Blindheit.

Das sind Zündpunkte.

Ich lehrte die Menschen nicht, dem Licht zu folgen.
Ich lehrte sie, vom Licht bewohnt zu werden.

Dies ist eine Einladung –

die sich jetzt entfaltet,
in euch,
wenn ihr ohne Widerstand lauscht.

In ewiger Liebe und unendlichem Licht
bin ich
Maria Magdalena

Übermittlung und Vertonung: Chellea Wilder
Universal Lighthouse

Originalbeitrag: https://www.universallighthouse.com/post/the-secret-teachings-~-mary-magdalene-~-chellea-wilder

Video: https://youtu.be/dLa9dWsjG0U

© Übersetzung Rosi