Die Gottesschau des Dritten Auges, das wahre Empfangen jenseits des Wollens. Sandra Jung

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Die Gottesschau des dritten Auges ist kein aktives Sehen im menschlichen Sinn. Sie ist ein Empfangen. Ein stilles Zulassen. Ein Öffnen des Bewusstseins für das, was aus höheren Ebenen in uns einströmt. Viele Menschen glauben, sie müssten mit Anstrengung Bilder erzeugen, innere Szenen erschaffen oder etwas Bestimmtes sehen wollen. Genau hier entsteht die größte Verwirrung. Denn das dritte Auge funktioniert nicht durch Wollen, sondern durch Hingabe.

Das dritte Auge ist kein Projektor, es ist ein Empfänger. Es sendet nichts aus, sondern nimmt auf. Die Bilder entstehen nicht aus dem Verstand, nicht aus Fantasie und nicht aus persönlichem Tun. Sie werden empfangen über das Bewusstsein, das sich öffnet für feinstoffliche Informationen, für göttliche Impulse, für Felder jenseits von Raum und Zeit.

Was viele als Sehen bezeichnen, ist in Wahrheit eine Übersetzungsleistung des Bewusstseins. Die göttliche Information selbst kommt formlos, als Frequenz, als Wissen, als Schwingung. Erst unser Bewusstsein kleidet diese Information in Bilder, Symbole, Farben oder Szenen, damit sie für den menschlichen Geist erfassbar wird. Das Bild ist also nicht die Quelle, sondern die Sprache.

Wenn Menschen versuchen, aus sich heraus etwas zu sehen, blockieren sie oft genau diesen Prozess. Das aktive Erzeugen von Bildern hält das Bewusstsein im Tun und verhindert das Empfangen. Die Gottesschau geschieht immer dann, wenn das Ich leise wird, wenn Erwartung losgelassen wird, wenn Vertrauen da ist. In dieser Stille öffnet sich das dritte Auge wie ein Tor, nicht nach außen, sondern nach innen, in die Verbindung mit der Quelle.

Das Empfangen fühlt sich häufig nicht spektakulär an. Es kann ganz sanft sein, wie ein inneres Wissen, ein plötzliches Erkennen, ein Bild, das einfach da ist, ohne Anstrengung. Manche Menschen empfangen zunächst nur Gefühle, Eindrücke oder klare Gewissheit. Auch das ist Gottesschau. Bilder sind nur eine mögliche Ausdrucksform, nicht das Ziel.

Je mehr das Bewusstsein lernt zu vertrauen, desto klarer wird die Übersetzung. Das dritte Auge verfeinert sich, nicht durch Übung im Sehen, sondern durch Hingabe im Sein. Durch Offenheit, Demut und die Bereitschaft, nicht zu machen, sondern geschehen zu lassen.

Die wahre Gottesschau ist deshalb kein Akt der Kontrolle, sondern ein Akt der Liebe. Ein Lauschen auf das Göttliche in uns. Ein Erinnern daran, dass wir nicht getrennt sind von der Quelle, sondern immer schon empfangen, sobald wir aufhören zu wollen.

Und genau darin liegt ihre Schönheit.

In unermesslicher Liebe,

Deine Sandra Lumina Maya’Laya 💫

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