Während du innerlich wächst und dich weiterentwickelst, beginnt etwas Subtiles in deinem Umfeld zu geschehen. Menschen erzählen dir Dinge, die sie noch nie jemandem anvertraut haben. Fremde. Kollegen. Freunde von Freunden. Menschen, die dich kaum kennen, öffnen sich plötzlich und hören kaum noch auf zu sprechen.
Was als beiläufiges Gespräch beginnt, wird schwer. Persönlich. Unvollendet. Und wenn das Gespräch endet, spürst du es. Du fühlst dich erschöpft, belastet, als würdest du etwas mit dir tragen, das still in dein Energiefeld gelegt wurde.
Das ist kein Zufall. Dein Nervensystem hat gelernt, Sicherheit auszustrahlen, noch bevor du ein Wort sagst. Nicht bloß Freundlichkeit. Nicht nur Höflichkeit. Sicherheit.
Du drängst nicht. Du bohrst nicht nach. Du überstürzt keine emotionalen Prozesse, die nicht in deiner Verantwortung liegen. Du bleibst ruhig. Gegenwärtig. Geerdet. In einer Welt, die oft überreizt und reaktiv ist, wirkt diese Beständigkeit selten und kostbar.
Darum öffnen sich Menschen. Nicht, weil du sie dazu aufgefordert hast, sondern weil du den Raum nicht verschließt. Das ist Empathie nicht nur als Freundlichkeit, sondern als Halt gebender Raum.
Du weißt, wie man stabil bleibt, wenn jemand anderes von Gefühlen überwältigt ist. Wie man zuhört, ohne sofort etwas reparieren zu wollen. Wie man bezeugt, ohne die Situation zu verstärken.
Diese Fähigkeit ist nicht einfach so entstanden.
Sie wurde in Lebensumständen geformt, in denen Gefühle achtsam gehalten werden mussten. In denen Zuhören sicherer war als Sprechen. In denen dein ruhiges Wesen verhinderte, dass Situationen eskalieren.
Durch dein inneres Wachstum verwandelt sich diese Überlebensfähigkeit in eine energetische Präsenz. Dein Körper vermittelt nun etwas, das viele Menschen kaum kennen: Erlaubnis. Menschen fühlen sich nicht bewertet. Nicht gedrängt. Nicht bedroht.
Sie spüren, dass ihre Wahrheit weder abgewiesen noch korrigiert oder gegen sie verwendet wird. Und so beginnen sie zu sprechen.
Worauf dich jedoch kaum jemand vorbereitet, sind die Kosten. Du wirst zum Gefäß. Zum haltenden Raum.
Zum unausgesprochenen Therapeuten, ohne Ausbildung, ohne ausdrückliche Zustimmung, ohne Pause. Denn deine Wahrnehmung ist fein geworden. Du hörst nicht nur Worte, du nimmst auch die emotionalen Spuren darunter auf.
Darum bist du erschöpft, obwohl scheinbar nichts Besonderes geschehen ist. Darum brauchst du Rückzug nach ganz gewöhnlichen Gesprächen. Darum fühlt sich dein Körper manchmal schwer an, ohne dass du genau benennen kannst, warum.
Jemand hat etwas losgelassen. Und du hast es gehalten.
Hier bringt inneres Wachstum Klarheit: Du bist nicht verantwortlich für die Heilung anderer. Du bist nicht dazu bestimmt zu tragen, was nie dir gehört hat. Deine Gabe ist Einstimmung. Doch Einstimmung ohne Grenzen führt zur Erschöpfung.
Wahrer Aufstieg bedeutet nicht, dein Herz zu verschließen. Das würde etwas Heiliges verletzen. Es bedeutet, die Kraft deiner Präsenz zu erkennen und zu verstehen, dass diese Kraft gesunde Grenzen braucht.
Du darfst umlenken. Du darfst einen Schritt zurücktreten. Du darfst aufhören zu halten, was du nicht/nie bewusst übernommen hast.
Ein sicherer Mensch zu sein bedeutet nicht, für alle jederzeit verfügbar zu sein.
Erwachen lehrt Unterscheidungsvermögen. Zu erkennen, wann du dich öffnest und wann du dich selbst hältst, statt andere.
Du warst nie dafür bestimmt, das unausgesprochene Gewicht der Welt zu tragen. Du bist dafür bestimmt, bewusst zu wählen, wann du deine Tiefe teilst und wann sie ganz dir allein gehört.
In Liebe, Licht und Bewusstheit 🌟
In liebevoller und hingebungsvoller Aufstiegsarbeit,
– von den LichtarbeiterInnen des Aufstiegs
05.02.2026
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