„Ich bin St. Germain, Hüter der violetten Flamme.
Wir sind hier in den höheren Reichen vereint, und es ist ein wundervolles Gefühl, in dieser Einheit zu sein – uns einander offen mitzuteilen und von den vielen unterschiedlichen Perspektiven sowie den vielfältigen Energien dieses Reiches zu profitieren. Ich (an)erkenne die Bedeutung von Vielfalt ebenso wie den Wert unterschiedlicher Sichtweisen. Eine Fülle an Blickwinkeln ist für alle weit heilsamer, als wenn jeder alles exakt auf dieselbe Weise betrachten würde.
Auch ihr dürft beginnen, aus den verschiedenen Perspektiven eurer Welt Nutzen zu ziehen und euch zugleich trotz eurer Unterschiede als verbunden zu erleben. Eigentlich sollte euch inzwischen klar sein: Wenn ihr wirklich davon profitieren möchtet, dass sich derzeit rund acht Milliarden Menschen auf der Erde befinden, dann werdet ihr nach dem suchen, was euch miteinander verbindet – nach dem Gemeinsamen, das euch als Menschen eint.
Ihr alle macht eine menschliche Erfahrung, und ihr alle kennt Schmerz. Die meisten Menschen erfahren in irgendeiner Form auch Liebe in ihrem Leben, selbst wenn sie diese vielleicht nicht in der Tiefe empfinden, wie ihr es tut. Jeder Mensch trägt Wünsche in sich – selbst der Wunsch, keine Wünsche zu haben, bleibt ein Wunsch. Dieser gemeinsame Faden, der euch alle miteinander verknüpft, verdient eure Aufmerksamkeit. Er ist etwas, worüber ihr euch verbunden fühlen könnt.
Wenn ihr jedoch versucht, einen anderen Menschen als „im Unrecht“ darzustellen, nur damit ihr euch selbst „richtiger“ fühlen könnt, dann verfehlt ihr den tieferen Sinn der Vielfalt an Perspektiven auf eurer Erde.
Wenn Menschen entlarvt werden, die in einen Handel mit sexueller Ausbeutung verwickelt waren, und ihr dabei irgendeine Form von Genugtuung empfindet, dann erinnert euch: Recht zu behalten ist nicht so bedeutsam, wie ihr vielleicht glaubt. Auf der vermeintlich „richtigen Seite“ einer Debatte zu stehen, ist weniger wichtig, als ihr denkt. Während nun Namen von Personen zirkulieren, die mit einem inzwischen verstorbenen Mann namens Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht werden, vergegenwärtigt euch: In dem, was auf jener Insel geschah, liegt keinerlei Freude – und auch darin nicht, den Fall eines anderen Menschen zu beobachten.
Dies ist eine Zeit der Heilung. Eine Zeit für Mitgefühl. Eine Zeit für bedingungslose Liebe gegenüber all jenen, die unter falschen Versprechungen auf diese Insel gelockt wurden und noch nicht alt genug waren, um eine solche Entscheidung selbstbestimmt treffen zu können. Es ist wichtig zu begreifen, dass alles an die Oberfläche kommen muss, damit Heilung und Reinigung möglich werden. Darum werden diese Aufzeichnungen veröffentlicht. Darum werden Menschen mit tief verborgenen, dunklen Geheimnissen sichtbar. All dies geschieht, damit die Menschheit gemeinsam von den Formen des Missbrauchs heilen kann, die auf der Erde schon lange existieren.
Natürlich ist dies ein Thema, das stark emotionalisiert und ausgeschmückt werden wird. Man wird noch lange darüber sprechen. Und ihr alle, die ihr wissen möchtet, was auf jener Insel geschah, wer dort war und wer nicht – erinnert euch daran, dass ihr auf der Seite der Menschlichkeit steht. Was ihr euch im Innersten wünscht, ist, dass so etwas niemals wieder geschieht. Oder besser gesagt: dass es aufhört zu geschehen. Denn ihr wisst, dass auch jetzt noch minderjährige Kinder von reichen und mächtigen Menschen für dunkle Zwecke missbraucht werden.
Zugleich erkennt ihr, dass euch all dies gezeigt wird, damit es ein Ende finden kann. Ihr seid diejenigen mit dem erweiterten Bewusstsein, die den notwendigen inneren Raum halten können, um eine Wirklichkeit mitzugestalten, in der sich eine Situation wie jene um die Epstein-Insel auf der Erde niemals wiederholt. Ihr besitzt die Fähigkeit, das Bewusstsein so weit anzuheben, dass dies nicht mehr geschieht.
Doch wenn ihr den Namen eines Menschen auf einer Liste seht, den ihr ohnehin nie mochtet, und dabei eine Spur von Zufriedenheit verspürt, dann ist das nicht der Weg, das Bewusstsein der Menschheit zu erhöhen. Denkt daran, während sich diese Geschichte weiter entfaltet. Und vergesst vor allem nicht die Menschen, die gehandelt und ausgebeutet wurden – was sie heute durchleben und wie viel Liebe, Heilung und Mitgefühl sie weiterhin brauchen, um eine Kindheit hinter sich zu lassen, die kein Kind jemals ertragen sollte.
Ich bin St. Germain, Hüter der violetten Flamme.“
Originalbeitrag: https://danielscranton.com/the-epstein-files-list-island-and-how-to-heal-%e2%88%9est-germain/
