Wenn dein Gefühl zum Kompass wird. Nicky Hamid

Du darfst beginnen, dich wirklich darum zu kümmern, wie du dich fühlst. Erkenne, dass jedes Gefühl, jede Regung deines Herzens eine Botschaft in sich trägt. Nichts davon geschieht zufällig. Deine Emotionen weisen dir leise den Weg zu dem, was für dich von wahrer Bedeutung ist, zu jener inneren Ausrichtung, die dich mit deinem Seelenwesen verbindet und damit zugleich mit dem großen Ganzen.

Es braucht Mut, den eigenen Empfindungen zu vertrauen. Mut, ihnen zu folgen, auch wenn sie dich auf unbekannte Pfade führen. Mut, furchtlos zu lieben, mit offenem Herzen und ohne dich von alten Ängsten zurückhalten zu lassen.

Wenn du etwas tust, das sich für dich nicht stimmig anfühlt, nur weil du glaubst, es tun zu müssen, weil ein inneres oder äußeres „Du solltest“ dich dazu drängt, dann halte einen Moment inne und frage dich: Schenkst du deinem eigenen Empfinden wirklich Aufmerksamkeit? Ehrst du damit dein inneres Erleben?

Wie viele dieser „Sollte“ trägst du noch in dir? Wie viele leise Forderungen, Erwartungen und Regeln, die vielleicht nie wirklich deine eigenen waren?

Gerade auch in der spirituellen Welt begegnen uns unzählige Vorstellungen davon, was man tun müsse und wie man zu sein habe. Doch wahre Spiritualität entfaltet sich nicht im starren Befolgen von Vorgaben, sondern in der liebevollen Rückverbindung mit deiner eigenen inneren Wahrheit.

Wenn du beginnst, dein Leben stärker an deinem inneren Wissen auszurichten, an jenem stillen Kompass, der tief in dir wirkt, dann trittst du in die gelebte Praxis der Selbstliebe ein. Schritt für Schritt lernst du, dich selbst ernst zu nehmen, dich zu achten und dir zu erlauben, so zu sein, wie du im Kern gemeint bist.

Und während du diesen Weg gehst, mögest du spüren, dass du getragen bist von einer liebevollen Gegenwart.

Ich liebe dich so sehr.

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© Übersetzung Rosi