Das rastlose 3D „Immer weiter, immer schneller“ ist vorbei. Brenda Hoffman

Geliebte Seelen,

vielleicht ertappt ihr euch noch immer dabei, euch selbst zu hinterfragen. Vielleicht sind eure Tage noch nicht von Frieden erfüllt, geschweige denn von Freude und herzhaftem Lachen. Der Übergang zu neuen Handlungen in dieser neuen Welt hat gerade erst begonnen. Er ist ein fortlaufender Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist und der möglicherweise noch nicht klar sichtbar erscheint.

Ihr seid inzwischen selbst für euch zu einem neuen Wesen geworden. Deshalb fühlen sich eure früheren Begegnungen vielleicht nicht mehr so lebendig und funkelnd an wie einst. Ebenso kann es sein, dass eure Interessen sich nicht mehr mit dem decken, was andere Menschen spannend oder wichtig finden.

Ihr habt euch in sehr kurzer Zeit stark verändert. In gewisser Weise seid ihr heute genauso anders als noch vor dreißig Tagen, wie ein Kleinkind sich von einem fünfjährigen Kind unterscheidet. Diese Aussage soll keineswegs eure Entwicklung schmälern. Sie soll euch vielmehr bewusst machen, welch tiefgreifende Veränderungen in eurem Leben in letzter Zeit stattgefunden haben. Diese Veränderungen drängen euch nun dazu, neue Interessen zu entdecken und neue Wege des Handelns zu finden.

Doch ein so intensiver Wachstumsschub hinterlässt Spuren. Viele von euch fühlen sich erschöpft oder ein wenig kraftlos. Ihr habt vielleicht viele Ideen und spürt den Wunsch, dieses oder jenes zu tun. Doch eure Energie reicht nicht aus. Vielleicht reicht sie gerade noch aus, um ein Projekt zu beginnen, aber nicht mehr, um es auch zu Ende zu führen.

Gleichzeitig erwarten andere Menschen weiterhin, dass ihr dieselben seid wie früher, noch bevor diese tiefgreifenden Veränderungen stattfanden. Sie richten ihre Erwartungen an euch, doch ihre Vorstellungen passen nicht mehr zu dem Menschen, der ihr heute geworden seid. Dadurch entsteht Verwirrung. Ihr seid irritiert von ihren Bitten und sie sind ebenso verwirrt über eure zögerlichen oder unklaren Antworten.

Dinge, die ihr früher gern getan habt oder selbstverständlich erledigt habt, erscheinen euch jetzt vielleicht nicht mehr interessant genug, um ihnen eure Aufmerksamkeit zu schenken.

Dies ist eine Zeit der Verwirrung für euch und auch für diejenigen, die bestimmte Erwartungen an euch haben. Ihr fragt euch vielleicht, was euch wirklich begeistert oder innerlich bewegt. Warum erscheint vieles so leer und farblos, während gerade das, was euch wirklich ruft, zu viel Energie verlangt, um es vollständig zu verfolgen.

Es ist ein wenig so, wie bei einem fünfjährigen Kind, das unbedingt noch etwas tun möchte, obwohl es eigentlich bereits so müde ist, dass es eine Pause oder einen Schlaf braucht.

Dieser Vergleich mag euch zunächst irritieren oder sogar verärgern. Ihr möchtet nicht mit einem kleinen Kind verglichen werden. Ebenso hattet ihr vermutlich nicht erwartet, Aktivitäten abbrechen zu müssen, weil euer Körper zu müde geworden ist, um weiterzumachen.

Doch euer physischer Körper braucht jetzt Ruhe und Entspannung.

Gleichzeitig scheint eure äußere Welt sich immer schneller in eine Richtung zu bewegen, die euch falsch oder beunruhigend erscheint. Vielleicht habt ihr das Gefühl, wichtige Themen zu vernachlässigen oder zu glauben, dass ohne eure Unterstützung in der Welt nichts zum Besseren verändert werden kann.

Doch diese Gedanken sind lediglich ein Echo eurer alten Rolle aus der dreidimensionalen Realität, in der ihr euch verantwortlich gefühlt habt, alles zusammenzuhalten und für andere zu sorgen. Diese alte Rolle versucht noch einmal, sich bemerkbar zu machen, obwohl sie längst nicht mehr zu eurer Entwicklung passt.

Diejenigen, die vollständig in dieser alten dreidimensionalen Denkweise verankert bleiben, verlieren ihre Kraft mit jeder Minute. Gleichzeitig bewegt ihr euch in demselben Tempo über diese alte Realität hinaus.

In der dreidimensionalen Welt gab es kaum echte Ruhe. Wer sich ausruhte, riskierte, seinen Platz zu verlieren. Alles drehte sich darum, ständig aktiv zu sein und immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Der Satz „arbeite härter und länger“ gehörte zu den häufigsten Botschaften des täglichen Lebens.

Arbeit, Haushalt, Kindererziehung, Geld verdienen, sozialer Status, Freundschaften und unzählige weitere Verpflichtungen standen ständig im Vordergrund. Alles verlangte nach Einsatz, nach Anstrengung und nach immer mehr Arbeit.

Doch eure neue Welt basiert auf etwas völlig anderem.
Sie basiert auf Ruhe und Leichtigkeit.

Der Kampf ist vorbei.

Trotzdem fühlt sich der Drang, weiterhin in der alten Geschäftigkeit der dreidimensionalen Welt zu funktionieren, für viele von euch noch sehr stark an. Ihr habt über unzählige Erdenzeiten hinweg gelernt, ständig beschäftigt zu sein. Deshalb erscheint euch diese Rastlosigkeit im Moment vielleicht noch wichtiger als die Ruhe.

Vielleicht befürchtet ihr sogar, dass ihr durch Ruhe all das verlieren könntet, was ihr mühsam aufgebaut habt. Eure Familie, eure Gemeinschaft oder eure Rolle in der Welt.

Doch Ruhe jenseits der dreidimensionalen Welt bedeutet etwas anderes als die Ruhe, die ihr bisher kanntet.

In der alten Realität diente Ruhe lediglich dazu, einzelne Teile eures Körpers zu erholen, damit ihr anschließend wieder genügend Energie hattet, um eure Rollen weiter zu erfüllen.

Ruhe jenseits der dreidimensionalen Welt ist einfach Ruhe.

Die Welt verschwindet nicht, wenn ihr euch ausruht.
Der Faden, den ihr in das große Gewebe des Lebens eingebracht habt, löst sich nicht auf.
Und auch das gesamte Gewebe bleibt bestehen.

Wenn ihr ruht, geschieht einfach Ruhe. Nichts geht verloren und nichts bricht zusammen.

Das alte dreidimensionale „immer weiter, immer schneller“ ist vorbei.

Jetzt richtet sich eure Aufmerksamkeit auf das, was ihr wirklich braucht und wirklich wollt. Nicht mehr auf das, was ihr vermeintlich tun müsstet, um eure Stellung in der alten Welt zu erhalten.

In der dreidimensionalen Realität waren eure Rollen so eng mit denen anderer Menschen verknüpft, dass niemand wirklich ausruhen konnte. Es war, als würde man eines der Beine eines dreibeinigen Hockers entfernen.

Jetzt müsst ihr nicht mehr unaufhörlich rennen, um Erwartungen anderer zu erfüllen oder Aufgaben zu erledigen, von denen eure Sicherheit oder Anerkennung abhingen.

Eure Pflicht, Aufgaben für andere zu erfüllen, ist beendet.
Ebenso die Verpflichtung, unangenehme Tätigkeiten auszuführen, nur um eure Position oder euren Status zu bewahren.

Dies ist eine neue Welt mit neuen Regeln.

Der Unterschied liegt zwischen gemeinschaftlichem Denken und Handeln auf der einen Seite und eigenständigem Denken und Handeln auf der anderen.

Viele von euch sorgen sich vielleicht zunächst, dass unabhängiges Denken weniger produktiv sein könnte. Schließlich habt ihr über lange Zeit gelernt, dass Aufgaben nur gemeinsam bewältigt werden können.

So war es über viele Zeitalter hinweg. Doch jetzt verändert sich dieses Muster.

Statt euch selbst oder andere dazu zu drängen, das zu tun, was angeblich getan werden sollte, um gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen, ist es jetzt an der Zeit, unabhängiger zu denken und zu handeln.

Ihr dürft Aufgaben wählen, die euch heute entsprechen. Vielleicht werden sie euch morgen schon nicht mehr interessieren. Auch das ist in Ordnung.

Die alte dreidimensionale Welt strebte Stabilität durch Gleichförmigkeit an. Viele Menschen wollten dasselbe Haus, ähnliche Kleidung, denselben finanziellen Wohlstand, eine bestimmte Familienstruktur oder einen bestimmten Lebensweg.

Wer dieses Ideal nicht erreichte, fühlte sich oft, als hätte er die Erwartungen der Gesellschaft nicht erfüllt.

Die neue Welt funktioniert völlig anders.

Menschen, die versuchen, andere zu kopieren oder ihnen nachzueifern, werden kaum noch Beachtung finden. Niemand erwartet mehr, dass andere genauso sind wie man selbst.

Die alte dreidimensionale Welt förderte Gleichheit.

Die neue Welt fördert Einzigartigkeit.

Darum verlangen viele Körper jetzt nach Ruhe. Sie passen sich einer neuen Realität an, in der Erwartungen nicht mehr von außen kommen, sondern aus dem Inneren entstehen.

Während ihr euch verändert, verändert sich auch die Erde.

Die einzigen Wesen, die sich nicht verändern, sind jene, die fest in der alten dreidimensionalen Realität verankert bleiben. Dort hält die Angst sie fest und zwingt sie weiterhin dazu, den Gedanken und Handlungen anderer zu folgen und ihre eigenen inneren Bedürfnisse zu verdrängen.

Dies ist deshalb eine sehr instabile Zeit. Nicht für diejenigen, die die dreidimensionale Realität hinter sich lassen und sich selbst neu entdecken, sondern für jene, die an ihr festhalten.

Die dreidimensionale Welt wird immer mehr ins Wanken geraten, während immer mehr Menschen ihre Umlaufbahn verlassen.

Diejenigen, die ihre Macht aus äußeren Strukturen beziehen, werden versuchen, immer mehr Regeln zu erlassen und immer mehr Angst zu verbreiten. Sie hoffen dadurch, ihre Welt aufrechtzuerhalten. Doch ohne es zu merken, zerstören sie genau die Welt, die sie bewahren möchten. Denn sie ignorieren sowohl die Veränderungen der Erde als auch die Veränderungen jener Menschen, die bereits über die alte Realität hinausgewachsen sind.

Die dreidimensionale Welt wird in diesem Leben nicht vollständig von der Erde verschwinden. Doch sie wird so deutlich im Widerspruch zu allem stehen, was sich entwickelt, dass sie zu einem kleinen und zunehmend unangenehmen Teil der Bevölkerung werden wird.

Mit jedem Jahr wird dieser Teil kleiner werden.

Nicht weil jene Menschen schlecht oder böse sind, die an der alten Realität festhalten möchten. Sondern weil sie sich weigern, den neuen Weg von Freiheit und innerer Unabhängigkeit zu erkennen.

So sei es.
Amen.

Originalbeitrag: https://lifetapestrycreations.wordpress.com/2026/03/09/3d-go-go-go-is-over/

 © Übersetzung Rosi