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Mystica TV Thomas Schmelzer: https://www.youtube.com/channel/UCTYN0gt9T3QrRFg9YVlofng
Maria Bianca: https://www.youtube.com/channel/UCeUjfswCB_tbUiNiAMmBlXA
Nach einer tiefen Lebenskrise und einem Burnout als Lehrerin stand Maria Bianca vor der entscheidenden Frage: Wie soll es weitergehen? Sie entschied sich – ohne Alternative – für das Leben und begann, sich in ein tiefes Vertrauen hineinzugeben.
Als im Jahr 2020 ein Tumor in ihrem Gehirn entdeckt wurde, hielt sie an diesem Vertrauen fest. Die Behandlung verlief gut, doch die intensiven Erfahrungen dieser Zeit wollten verarbeitet werden. In dieser Phase verspürte sie einen inneren Ruf: Sie sollte schreiben. Ein ganzes Jahr lang setzte sie sich täglich hin und folgte diesem Impuls. Nach und nach teilte sie ihre Gedanken und Erkenntnisse mit vielen Menschen.
So entstand ein beeindruckendes Buch, das sich von den Lehren aus „Ein Kurs in Wundern“ inspirieren lässt und zugleich von einer ganz persönlichen inneren Reise erzählt. Heute begleitet Maria Bianca Menschen auf ihrem eigenen Weg der Bewusstwerdung. Eine ihrer zentralen Erkenntnisse lautet: „Fühlen, was es zu fühlen gibt.“
Das Göttliche – das Universum, das Sein – beschreibt sie als einen Bewusstseinsraum in sich selbst: „Ein Raum in mir, den jeder Mensch in sich trägt, den jedoch nur wenige bewusst betreten.“
Buch zum Thema:
„Ich bin ganz anders als du denkst – dein #Gott: Gespräche mit Gott – Gespräche zwischen Himmel und Erde“ (UNUM Verlag)
Maria Bianca wurde 1981 in Köln geboren und liebte schon früh das geschriebene Wort. Sie studierte unter anderem Germanistik, arbeitete als Lehrerin an einem Gymnasium und wurde Mutter von zwei Kindern.
2017 begann ihr Körper zu streiken. Nach einer mehrjährigen Phase der Heilung wollte sie 2022 in den Schuldienst zurückkehren – doch erneut wurde ihr Leben erschüttert: In einer Notoperation wurde ein als unheilbar geltender Tumor entfernt, und man gab ihr nur noch wenige Wochen zu leben.
Doch nach der Operation erlebte sie etwas, das sie selbst als Wunder beschreibt. Sie fühlte, dass ihr Leben eine neue Aufgabe bekommen hatte. Eine innere Stimme sagte ihr: „Sag ihnen die Wahrheit.“
Auf der Suche nach dieser Wahrheit begann sie zu schreiben – und daraus entstand ihr erstes Buch.
Weitere Informationen:
https://maria-bianca.de/
Link zu Marias Telegramkanal: https://t.me/GOTTistanders
Ein paar Worte vorab
Manche Gespräche berühren nicht nur den Verstand, sondern öffnen etwas im Herzen. Dieses Gespräch mit Maria Bianca gehört für mich genau in diese Kategorie. Es geht um Gott, um Vertrauen, um innere Wahrheit und um die Frage, wie ein Mensch durch tiefe Krisen hindurch zu einer neuen Klarheit finden kann. Maria Bianca spricht dabei offen, warmherzig und zugleich ungewöhnlich klar über ihren Weg – und über ein Gottesverständnis, das nicht einengt, sondern befreit.
Wenn Gott kein fernes Wesen mehr ist
Zu Beginn des Gesprächs steht eine große Frage im Raum: Was ist Gott eigentlich? Wer ist Gott? Wo ist Gott? Und gibt es überhaupt einen Ort, an dem Gott nicht ist? Für Maria Bianca ist Gott keine ferne Instanz und auch keine autoritäre Figur, die über dem Menschen steht. Gott ist für sie vielmehr das Göttliche selbst – ein Bewusstseinsraum im Menschen, eine lebendige, stille, tragende Präsenz, die immer da ist, auch wenn wir sie oft nicht wahrnehmen.
Ihr Buch „Ich bin ganz anders als du denkst – dein Gott“ ist aus genau dieser inneren Erfahrung heraus entstanden. Es ist kein klassisches spirituelles Lehrbuch, sondern eine sehr persönliche, zugleich tiefgründige und oft überraschend humorvolle Zwiesprache mit Gott. Maria Bianca beschreibt, dass sie schon sehr früh das Gefühl hatte, eines Tages ein Buch schreiben zu sollen. Lange wusste sie jedoch nicht, welches. Erst durch eine tiefe innere Krise und durch einen radikalen Wendepunkt in ihrem Leben wurde klar, was durch sie in die Welt kommen wollte.
Schreiben als Rückweg in den Frieden
Das Buch entstand in einer Zeit großer innerer Beklemmung. Maria Bianca hatte bereits einen Zustand tiefen Friedens kennengelernt – eine Erfahrung von Liebe, Weite und Verbundenheit, die sie als himmlisch beschreibt. Doch wie so oft folgte darauf nicht einfach nur Glück, sondern auch der schmerzhafte Kontrast: das Wieder-Herausfallen aus diesem Zustand. Gerade dieser Verlust wurde für sie zur treibenden Kraft. Sie wollte verstehen, wie Frieden wirklich geht und wie sie dorthin zurückfinden konnte.
An einem Ostersamstag kam innerlich eine klare Botschaft: Sie solle ein Jahr lang jeden Tag mit Gott schreiben. Und sie solle diese Texte öffentlich teilen. So begann ein Schreibprozess, der zunächst anonym und tastend war, sich aber nach und nach zu etwas Gemeinsamen entwickelte. Menschen lasen mit, warteten auf ihre morgendlichen Texte, fühlten sich berührt und getragen. Aus einem sehr persönlichen inneren Weg entstand eine Form von Gemeinschaft.
Die Befreiung von Scham
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Scham. Maria Bianca beschreibt, dass sie lange gar nicht gemerkt hatte, wie sehr Scham ihr Lebensgefühl geprägt hatte. Sie hielt vieles davon für normal: die ständige innere Anspannung, das Gefühl, nicht richtig zu sein, sich in bestimmten Bereichen des eigenen Wesens verstecken oder korrigieren zu müssen. Erst durch ihre tiefen Erfahrungen erkannte sie, dass diese Scham nicht zur Wahrheit ihres Wesens gehört.
Für sie begann echte Befreiung in dem Moment, als sie verstand, dass nichts an ihr grundsätzlich falsch ist. Dass selbst Traurigkeit, Überforderung oder Schmerz keine „ungöttlichen“ Zustände sind, sondern Ausdrucksformen des Lebens, die ebenfalls mit Bewusstsein angeschaut und gehalten werden dürfen. Wenn alles, was ist, letztlich im Göttlichen enthalten ist, dann endet der innere Kampf gegen sich selbst. Und genau dort beginnt Freiheit.
Der Weg durch Krankheit und Erschöpfung
Um zu verstehen, aus welcher Tiefe Maria Bianca spricht, ist auch ihr Lebensweg wesentlich. Sie schildert sehr offen, dass sie über Jahre hinweg durch schwere Krisen gegangen ist. Als Lehrerin erlebte sie einen tiefen Burnout, fühlte sich innerlich wie lebendig begraben und spürte irgendwann mit großer Klarheit: Wenn sie ihr Leben nicht radikal ändert, wird sie daran zerbrechen.
Sie traf damals eine bewusste Entscheidung für das Leben – und diese Entscheidung bedeutete nicht nur Hoffnung, sondern auch Konsequenz. Sie begann, ihren Herzenswünschen zu folgen, anstatt nur zu funktionieren. Sie hörte stärker auf ihre innere Stimme und machte Dinge, die von außen vielleicht unverständlich wirkten, für sie selbst aber zutiefst stimmig waren. Dazu gehörte etwa auch, sich ein Pferd zu kaufen, obwohl sie Angst vor Pferden hatte und körperlich kaum Kraft besaß. Für sie wurde gerade dieses Pferd zu einem Spiegel, an dem sie lernen konnte, ihren Raum einzunehmen, sich abzugrenzen und in ihre Kraft zu kommen.
Die Diagnose und das Wunder des Vertrauens
Nach einer langen Phase, in der sie sich Schritt für Schritt wieder ins Leben zurückkämpfte, schien vieles sich neu zu ordnen. Sie wollte zurück in den Schuldienst, wieder als Lehrerin arbeiten, wieder im Alltag ankommen. Doch genau in diesem Moment kam eine neue Erschütterung: massive Kopfschmerzen, Desorientierung und schließlich die Diagnose eines Gehirntumors.
Was dann folgte, beschreibt sie nicht als heldenhaften Kampf, sondern als einen tiefen inneren Prozess des Loslassens. Vor der Operation sei in ihr eine große Ruhe entstanden. Während andere vielleicht Beruhigungsmittel gebraucht hätten, zog sie sich innerlich zurück und spürte, dass sie an einem Übergang stand. In einer inneren Vision sah sie zwei Wale und hörte die Frage, ob sie bereit sei für ihr neues Leben. Ihre Antwort lautete schlicht: Ja, ich bin bereit.
Diese Hingabe, dieses radikale Vertrauen, wurde für sie zur Grundlage dessen, was sie später als Wunder verstand. Nicht, weil damit alles leicht geworden wäre, sondern weil sie in diesem Moment aufhörte, gegen das Leben anzukämpfen. Sie ließ los, was sie nicht kontrollieren konnte, und vertraute sich etwas Größerem an.
Wahrheit fühlt sich weit an
Ein besonders schöner Gedanke aus dem Gespräch ist Maria Biancas innerer Maßstab für Wahrheit. Sie sagt sinngemäß: Wenn ihr Herz weit wird, weiß sie, dass sie in der Wahrheit ist. Wenn es eng wird, erkennt sie, dass sie gerade einer Geschichte glaubt, die nicht mit der tieferen Wirklichkeit übereinstimmt.
Damit spricht sie etwas sehr Einfaches und zugleich sehr Wesentliches aus. Nicht jede Geschichte, die wir über uns, andere oder das Leben erzählen, ist wahr. Viele Geschichten machen eng, schwer und klein. Andere öffnen, klären und lösen etwas. Für Maria Bianca ist das Beobachten dieser inneren Geschichten zu einem wichtigen Weg geworden. Nicht um Gefühle zu verdrängen, sondern um zu erkennen, welche Sichtweisen wirklich tragen und welche nur alte Muster wiederholen.
Loslassen, ohne sich zu verlieren
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist das Thema Loslassen. Dabei geht es nicht darum, Menschen, Beziehungen oder Verantwortung leichtfertig wegzuschieben. Es geht um das innere Lösen falscher Sicherheiten, alter Identifikationen und jener Geschichten, die uns an Angst, Schuld oder Kontrolle binden. Maria Bianca beschreibt, wie schmerzhaft das sein kann. Gerade dann, wenn man meint, etwas unbedingt festhalten zu müssen, zeigt sich oft, wo die tiefsten Bindungen sitzen.
Für sie wurde dieser Weg nur möglich, weil ihr der innere Frieden irgendwann wichtiger wurde als das Festhalten an bestimmten Rollen oder Selbstbildern. Sie spricht sehr klar darüber, dass dieser Frieden zum einzigen wirklichen Willen werden muss – zu einer inneren Ausrichtung, die stärker ist als das Bedürfnis, alles zu kontrollieren oder verstanden zu haben.
Gott als lebendiger Raum im Menschen
Besonders berührend ist, wie Maria Bianca über Gott spricht. Sie grenzt sich dabei weder kämpferisch von Kirche noch von spirituellen Traditionen ab. Vielmehr versucht sie, das Göttliche in seiner Lebendigkeit zurückzuholen. Für sie ist Gott keine Person im menschlichen Sinn, sondern eine höchste Intelligenz, ein Raum von Bewusstsein, Wahrheit und Liebe, den jeder Mensch in sich trägt.
Dieser Raum drängt sich nicht auf. Er respektiert den freien Willen. Wer ihn nicht betreten will, wird nicht gezwungen. Wer aber beginnt, wirklich nach Frieden zu suchen, wird Antworten finden. Für Maria Bianca ist das Göttliche nicht außerhalb des Menschen, sondern mitten in ihm. Es ist kein Besitz einiger weniger Erwachter, sondern die tiefste Wirklichkeit aller.
Die Sehnsucht nach lebendigen heiligen Räumen
Spannend ist auch ihre Sicht auf Kirche und Spiritualität. Obwohl sie lange Berührungsängste mit kirchlichen Strukturen hatte, kam nach ihrer Operation ein sehr klarer innerer Impuls: Die Kirchen gehören wieder dem Leben. Damit meint sie nicht eine Rückkehr zu Dogmen oder starren religiösen Konzepten, sondern eine Wiederbelebung jener Räume, die Menschen mit dem Heiligen verbinden können.
Sie wünscht sich, dass Kirchen und spirituelle Räume Orte lebendiger Gegenwart werden – Räume, in denen Menschen nicht belehrt, sondern erinnert werden. Nicht an Regeln, sondern an das Göttliche in sich selbst. Es geht ihr nicht um Abgrenzung, sondern um Wandlung. Nicht um Kampf gegen Bestehendes, sondern darum, dass sich alte Formen von innen her mit neuem Leben füllen dürfen.
Frieden statt Selbstoptimierung
Gegen Ende des Gesprächs wird noch einmal deutlich, worauf alles hinausläuft: auf Frieden. Spiritualität bedeutet für Maria Bianca nicht, besonders fromm, heilig oder fehlerfrei zu werden. Es bedeutet auch nicht, immer nur sanft und lichtvoll zu sein. Vielmehr geht es darum, ehrlich zu werden, das Eigene zu fühlen, den Schmerz nicht wegzudrängen und dennoch tiefer als all das eine Wirklichkeit in sich zu entdecken, die trägt.
Sie betont, dass Menschen nicht erst jemand anderes werden müssen, um mit dem Göttlichen verbunden zu sein. Sie sind es längst. Der Weg besteht eher darin, Schichten von Angst, Scham und Fremdbestimmung abzulegen, um wieder zu erkennen, was immer schon da war.
Schlussgedanke
Dieses Gespräch mit Maria Bianca ist weit mehr als ein Interview über ein Buch. Es ist die Einladung, Gott nicht länger außerhalb von sich zu suchen, sondern als lebendige Wirklichkeit im eigenen Inneren zu entdecken. Es erzählt von Krisen, von tiefen Brüchen, von Krankheit und Dunkelheit – aber vor allem davon, dass Vertrauen wachsen kann, selbst dort, wo alles zu zerbrechen scheint. Und vielleicht liegt genau darin seine größte Kraft: in der stillen Erinnerung, dass unter allem, was wir erleben, ein Raum in uns existiert, der nie verloren geht.