Ich habe lange mit der Fähigkeit gelebt, in eine Form von „Losgelöstheit“ zu wechseln –
ein Zustand, der es mir erlaubt, gleichzeitig in zwei Welten zu sein:
in der Welt des Geistes und in der Welt der Form.
Und zwischen ihnen zu wechseln – bewusst, klar, still.
„Distanziert“? Nein.
Nicht Überlegenheit.
Nicht Abweisung.
Nicht Kälte.
Nicht Rückzug.
Nicht Gleichgültigkeit.
Sondern etwas viel Feineres.
Ein Verweilen auf einer inneren Anhöhe.
Ein Beobachten ohne Verstrickung.
Ein Sein ohne Verlorengehen im Geschehen.
Unberührt vom Drama –
und doch tief berührt im Mitgefühl.
Nicht leidenschaftlich im Spiel –
doch getragen von einer stillen, beständigen Liebe im Sein.
Ein Verstehen.
Ein liebevolles Annehmen dessen, was ist.
Ganz gegenwärtig.
Ganz wohlwollend.
Und zugleich frei von Anhaftung an Ergebnisse.
Zuhause im Sein.
Die Welt der Form ist wie ein Film.
Szene für Szene entfaltet sie sich –
bewegend, intensiv, manchmal überwältigend.
Und doch bleibt da dieser Raum in uns,
der zuschaut,
der weiß,
der erinnert.
Und jetzt …
steht die Menschheit an einem Punkt der Wahl.
Jeder, der hier sein möchte,
wird gerufen,
seine Seelenentscheidung bewusst zu treffen.
Was für eine kraftvolle Gelegenheit
diese Zeit der „Isolation“ doch ist –
ein erstes kosten, ein erstes Erinnern
an das, was jenseits der äußeren Bewegung liegt.
Eine Einladung, still zu werden.
Zu fühlen.
Zu erkennen.
Welche Wahl triffst du?
Ich liebe dich so sehr.
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