Eine Zeit für eine tiefere Begegnung mit dir selbst.
Halte für einen Moment inne und frage dich:
„Was empfindest du wirklich gegenüber Menschen, von denen gesagt wird, sie seien nicht spirituell?“
Gehe tief in dich hinein und sei vollkommen ehrlich mit dir selbst.
Hast du dich jemals anderen überlegen gefühlt, weil du dich vegetarisch ernährst, Visionen hast, meditierst oder betest, lehrst oder heilst?
Glaubst du, wacher zu sein als andere, weil du so viel weißt, so vieles praktiziert hast und glaubst, die Illusion der dreidimensionalen Welt durchschauen zu können?
Hast du wirklich in deinem Innersten erkannt und angenommen, dass jede Seele ihren eigenen vollkommenen Weg geht?
Erlebst du all das wirklich aus dir selbst heraus? Oder besteht vieles davon aus Vorstellungen darüber, was du erleben solltest, aus dem, was dir erzählt wurde, oder aus dem, was gerade beliebt und angesagt ist?
Wie sehr bist du verstrickt in Methoden, Lehren und Praktiken und in die spirituellen Vorstellungen anderer Menschen?
Bist du vielleicht mehr damit beschäftigt, deine Bestimmung in eine bestimmte Form zu bringen und dafür ein Honorar festzulegen, als dein Herz und deine Freude zu teilen und dadurch eine Tür zu öffnen, durch die Selbstermächtigung, Heilung und tiefes Erkennen geschehen können?
Du hast oft genug gehört, dass du göttlich bist und dass die Liebe in dir Gestalt angenommen hat. Dass du schöpferisch und von unermesslicher Kraft bist.
Und dennoch frage dich: Trägst du vielleicht noch immer den Glauben in dir, dass mit dir etwas nicht stimmt? Dass du oder andere Menschen repariert oder geheilt werden müssten?
Wenn du wirklich erkennst, dass du göttlich bist und dass Liebe das Feld deines Seins ist, wirst du sehen, dass vieles andere menschengemacht ist. Du hast es übernommen, erschaffen und zu einem Teil deiner Wirklichkeit gemacht.
Doch nichts davon ist notwendig, damit du ganz sein kannst.
Du bist bereits vollständig.
Dir fehlt nichts.
Du bist in keiner Weise fehlerhaft.
Du bist einfach auf wunderschöne, ehrfurchtgebietende Weise vollkommen.
Nicht ein einziger wahrhaft spiritueller Moment lässt sich erzwingen oder inszenieren.
Erwachen geschieht spontan. Keine noch so intensive Praxis allein kann es herbeiführen. Was dich dafür öffnet, ist deine friedvolle und liebevolle Begegnung mit allem, was ist und vor allem mit dir selbst.
Das Göttliche in dir weiß, wann du bereit bist für jene Augenblicke tiefer Erkenntnis, für Staunen, Glückseligkeit und das unmittelbare Erfahren dessen, was du bist.
Wenn der Augenblick gekommen ist, kommt er.
Es geschieht, wenn es geschieht.
Darum darfst du deine Anhaftung an all das loslassen, was du für „spirituell“ hältst.
Auf dieser Neuen Erde haben solche Anhaftungen keinen Platz. Denn auch sie können zu subtilen Formen der Trennung und Ablenkung werden.
Der einzige Lehrer und Heiler, den du letztlich brauchst, ist das Göttliche selbst. Dein Höheres Selbst. Die Gegenwart deiner Seele. Deine ICH BIN Gegenwart. Und der Heilige Geist Gottes, der immer gegenwärtig ist und durch alles fließt.
Das Göttliche in dir hat dich dein ganzes Leben lang gelehrt.
Alles, was dir begegnet, kann zu einer Weise werden, auf die das Göttliche dir zeigt, was du sein kannst und was du längst bist.
Und nun beginnst du dich wahrhaftig daran zu erinnern.
DU BIST ES.
Alles ist göttlich.
Bei diesem Wandel geht es nicht darum, Unterschiede lediglich nebeneinander bestehen zu lassen. Es geht um die Erkenntnis, dass wir im tiefsten Wesen eins sind und zugleich die unzähligen Ausdrucksformen dieses EINEN feiern dürfen.
Du bist göttlich.
ICH BIN göttlich.
Und alles in dir und alles, was zu dir gehört, ist Teil dieses Göttlichen.
Auch dein Schatten.
Auch all jene Gefühle, die wir als „negativ“ bezeichnen.
Nimm es an.
Erlaube es.
Sei es.
Lebe es.
Es bist du.
Du musst nicht anders sein, als du bist. Du musst nichts an dir verändern, um würdig oder vollständig zu werden.
Nimm dich einfach liebevoll an als einen sich wandelnden, verwandelnden und immer weiter entfaltenden, ewig gegenwärtigen Ausdruck Gottes.
In einer Wirklichkeit bedingungsloser Liebe kann es letztlich keine Trennung geben.
Und je mehr du lernst, dich genauso zu lieben, wie du bist, desto leichter wird es dir fallen, auch andere Menschen so zu lieben, wie sie sind.
Und schließlich auch alles, was du erleben kannst und alles, was du tatsächlich erlebst, so anzunehmen, wie es ist.
Denn alles ist göttlich.
Und so wird dein Spiel zu deiner Arbeit und deine Arbeit zu deinem Spiel.
„Spirituell“ zu sein beinhaltet bereits die Vorstellung, dass jemand anderes „nicht spirituell“ sein könnte.
Doch wie könnte irgendjemand nicht spirituell sein, wenn der Heilige Geist durch alles und jeden fließt?
Ich liebe dich so sehr.
Nachwort
Und natürlich möchte ich damit all die wunderbaren Methoden und Praktiken keineswegs abwerten.
Doch sie sind Wegweiser und Werkzeuge.
Sie sind nicht „der Weg“.
Du selbst bist der Reisende.
Manchmal nimmst du einen Wanderstab zur Hand, weil du Unterstützung brauchst. Er hilft dir auf einem bestimmten Abschnitt deines Weges. Doch wenn du jene Schritte gegangen bist, für die du ihn gebraucht hast, darfst du ihn wieder beiseitelegen.
So ist es auch mit Methoden und Praktiken.
Sie sind Werkzeuge.
Auch Lehrerinnen, Lehrer und Menschen, die heilend begleiten, können solche Werkzeuge und Wegbegleiter sein.
Doch sie sind weder das Ziel noch eine Stütze, ohne die du deinen Weg nicht gehen könntest.
Der Weg lebt in dir.
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