Gestern standen wir am Scheidepunkt von Licht und Schatten.
Die Tagundnachtgleiche markierte jenen besonderen Moment im Jahreskreis, an dem Tag und Nacht annähernd gleich lang sind. Licht und Dunkelheit begegneten einander für einen kurzen Augenblick auf Augenhöhe.
Und heute betreten wir symbolisch den Raum der Waage.
Vom 24. September bis 23. Oktober 2026 steht die Sonne im astrologischen Tierkreiszeichen Waage. Und kaum ein anderes Zeichen könnte passender auf die Tagundnachtgleiche folgen.
Denn die Waage erzählt vom Ausgleich der Gegensätze.
Von Licht und Schatten.
Von Geben und Nehmen.
Von Innen und Außen.
Von Ich und Du.
Von dem, was zu viel geworden ist, und dem, was zu lange zu kurz gekommen ist.
Die Waage möchte dabei nicht einfach alles schön und gleich machen. Eine wirkliche Waage findet ihr Gleichgewicht erst, wenn beide Seiten berücksichtigt werden. Für mich liegt genau darin die tiefere Botschaft dieser Tage: Nicht das Licht soll den Schatten besiegen und nicht der Schatten das Licht. Beides möchte gesehen werden, damit eine neue Balance entstehen kann.
Gestern habe ich über Regulus, die Sphinx und dieses ungewöhnliche Zeitfenster gesprochen, das sich rund um die Tagundnachtgleiche und bis in den Oktober hinein erstreckt.
Heute möchte ich deshalb eine andere Frage stellen:
Was geschieht, wenn nach einer langen Zeit der Extreme die Waage wieder ins Spiel kommt?
Für mich beginnt der Wandel nicht damit, dass eine Seite gewinnt.
Für mich beginnt er dort, wo sich die Waagschalen wieder aufeinander zubewegen.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Qualität dieser Schwelle:
Aus Trennung wird Begegnung.
Aus Gegensätzen entsteht Erkenntnis.
Aus Licht und Schatten entsteht Ganzheit.
Und aus dem Ungleichgewicht darf eine neue Ordnung geboren werden.
Das Zeichen der Waage wird seit der Antike durch zwei Waagschalen dargestellt, die über einen gemeinsamen Balken miteinander verbunden sind. Schon dieses uralte Bild enthält eine einfache, aber kraftvolle Botschaft:
Keine Seite existiert für sich allein.
Erst das Verhältnis beider Seiten zueinander zeigt uns, wo wir wirklich stehen.
Und jetzt dürfen wir diese Waage in den kommenden Wochen auch auf unser eigenes Leben legen:
Wo gebe ich zu viel?
Wo empfange ich zu wenig?
Wo halte ich an etwas fest, obwohl die andere Waagschale längst nach Veränderung verlangt?
Wo braucht es Versöhnung?
Und wo bedeutet Gleichgewicht gerade nicht, stillzuhalten, sondern endlich eine Entscheidung zu treffen?
Denn Balance ist kein Zustand, den wir einmal erreichen und anschließend besitzen.
Balance ist Bewegung.
Und genau damit beginnt die Zeit der Waage.
Wa(a)gen wir ES!
Donnerstag
24. September 2026
Rosi / Es Ist Alles Da



2 Gedanken zu diesem Text
Kommentare sind geschlossenSehr schön zusammengefasst. Danke!
Ich freue mich auf die kommende „Waage“ Zeit.😊
Liebe Lea, von Herzen DANKE!
😊💛 Dann freuen wir uns jetzt gemEINSam auf die kommende Waage Zeit und schauen mal, welche SAMEN da so alles keimen wollen und was diese Zeit so alles wieder ins Gleichgewicht rückt. ⚖️
Und falls es zwischendurch ein bisschen wackelt: „Balance ist schließlich Bewegung.“
😉 Also wa(a)gen wir ES!
Rosi
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