Manchmal verlierst du dich nicht, weil du zu wenig von dir weißt.
Sondern weil du zu lange in einer Wirklichkeit gelebt hast, die nie deine war.
Du hast gelernt, ihre Sprache zu sprechen.
Ihre Stimmungen zu lesen.
Ihre Unruhe vorauszuahnen.
Du wusstest, wann du schweigen musstest.
Wann du dich zurücknehmen solltest.
Wann du etwas auffangen musstest, bevor es überhaupt ausgesprochen wurde.
Irgendwann kanntest du jeden Winkel dieser fremden Welt.
Nur den Weg zurück zu dir nicht mehr.
Und das Merkwürdige daran?
Du hast diese Welt vielleicht nie bewusst betreten.
Sie ist Stück für Stück in dich eingezogen.
Durch Mitgefühl.
Durch Verständnis.
Durch den Wunsch, niemanden allein zu lassen.
Bis du eines Tages nicht mehr unterscheiden konntest, welche Gedanken wirklich deine waren.
Welche Gefühle in dir entstanden.
Und welche du nur so lange getragen hattest, dass sie sich irgendwann wie deine eigenen anfühlten.
Nicht jede Verbindung ist eine Einladung, deine inneren Räume zu öffnen.
Du darfst einen Menschen erkennen, ohne seine Geschichte weiterzuleben.
Du darfst seine Dunkelheit wahrnehmen, ohne sie in dir unterzubringen.
Du darfst verstehen, warum jemand geworden ist, wie er ist, ohne deshalb so werden zu müssen wie er.
Vielleicht beginnt die Rückkehr zu dir nicht mit einer großen Entscheidung.
Vielleicht beginnt sie in dem Moment, in dem du bemerkst:
Ich habe mich in einer Welt eingerichtet, in der ich nie zu Hause war.
Und plötzlich verstehst du:
Nicht alles, was du in dir spürst, hat auch in dir seinen Ursprung.
Manches darfst du erkennen.
Ohne es zu behalten.


DU MUSST NICHT IN SIE EINWANDERN.
Manchmal verlierst du dich nicht, weil du zu wenig von dir weißt.
Sondern weil du zu lange in einer Wirklichkeit gelebt hast, die nie deine war.
Du hast gelernt, ihre Sprache zu sprechen.
Ihre Stimmungen zu lesen.
Ihre Unruhe vorauszuahnen.
Irgendwann kanntest du jeden Winkel dieser fremden Welt.
Nur den Weg zurück zu dir nicht mehr.
Und vielleicht beginnt Veränderung nicht damit, jemanden zu verlassen.
Sondern damit, aufzuhören, innerlich dort zu wohnen.
Das Empathen-Handbuch
Hier geht es zum Beitrag/Audio des Buches: https://www.esistallesda.de/2026/06/09/mit-offenem-herzen-das-empathen-handbuch-der-albtraum-eines-narzissten-ist-das-aufwachen-eines-empathen-autorin-kim-layla-dajc-sprecherin-julia-heinz/



