Zum Inhalt springen
Die psychologische Manipulation durch Wegsehen – die gefährlichste Lüge der New Age Bewegung? John Nolan, veröffentlicht bei Chellea Wilder

Startseite  ·  Chellea Wilder

Die psychologische Manipulation durch Wegsehen – die gefährlichste Lüge der New Age Bewegung? John Nolan, veröffentlicht bei Chellea Wilder

Chellea Wilder·16. Oktober 2026, 7:57 Uhr·6 Minuten

Bewusst hinschauen statt wegsehen: Wie wir unsere Wirklichkeit erschaffen

Zusammenfassung des Beitrags von John Nolan vom 8. Oktober 2026

John Nolan beschäftigt sich mit einer weitverbreiteten Vorstellung innerhalb der spirituellen Bewegung: Alles, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, verstärken wir und erschaffen dadurch mehr davon. Er widerspricht dieser vereinfachten Sichtweise und erklärt, warum bewusstes Wahrnehmen, kritisches Denken und Unterscheidungsvermögen entscheidend sind, um unsere Wirklichkeit zu verändern.

Aufmerksamkeit bedeutet nicht automatisch Erschaffung

Ausgangspunkt sind Reaktionen auf seinen früheren Beitrag über eine angebliche Seuche in Russland. Einige Zuschauer warfen ihm vor, durch seine Berichterstattung Angst zu verbreiten und dem Geschehen zusätzliche Energie zu geben.

John hält dagegen: Wenn Aufmerksamkeit etwas erschafft, müsste das Ignorieren eines Problems dessen Entstehung oder Fortbestehen verhindern.

Er verweist auf Kindeshandel, Korruption, Überwachungsprogramme, Schadstoffe in Lebensmitteln und Wasser sowie Chemtrails. Nach seiner Darstellung haben sich diese Probleme über Jahrzehnte ausgeweitet, obwohl die meisten Menschen ihnen kaum Aufmerksamkeit schenkten.

Auch Menschen, die sich auf den Winter vorbereiten, erschaffen dadurch weder Schnee noch Kälte. Ebenso wenig verursachen Menschen, die Korruption aufdecken, Krankheiten erforschen oder Kriege untersuchen, die Dinge, mit denen sie sich beschäftigen.

Etwas wahrzunehmen bedeutet nicht, es zu erschaffen oder zu verstärken.

Spirituelle Lehren betonen bewusstes Erkennen

John verweist auf verschiedene spirituelle und philosophische Traditionen, die das bewusste Beobachten und Erkennen in den Mittelpunkt stellen.

Im Buddhismus geht es darum, Leid, Angst und Verlangen wahrzunehmen, ohne sich damit zu identifizieren. Im Advaita Vedanta steht die Haltung des inneren Beobachters im Vordergrund. Der Stoizismus lehrt, dass wir selbst entscheiden, welche Bedeutung wir unseren Wahrnehmungen geben.

Auch das Christentum, die Hermetik und die Gnosis betonen die Bedeutung von Wahrheit, Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen.

Diese Lehren fordern nicht dazu auf, unangenehme Dinge auszublenden. Sie ermutigen dazu, Täuschungen zu erkennen und sich bewusst mit der Wahrheit auseinanderzusetzen.

Gerade wenn Medien bestimmte Ereignisse mit starken Emotionen und Angst verbinden, ist es wichtig, ruhig zu bleiben, Informationen zu prüfen und sich nicht von vorgegebenen Reaktionen mitreißen zu lassen.

Gregg Braden: Nicht unsere Gedanken allein erschaffen Wirklichkeit

John spielt einen Ausschnitt aus einem Gespräch mit Gregg Braden aus dem Jahr 2024 ein.

Gregg erklärt, dass Menschen die Fähigkeit besitzen, unterschiedliche Möglichkeiten gedanklich durchzuspielen, ohne dadurch jede dieser Möglichkeiten in die Realität zu bringen.

Entscheidend ist die emotionale Energie, mit der wir unsere Gedanken aufladen.

Nicht der Gedanke allein, sondern die Liebe oder Angst, die wir mit ihm verbinden, verleiht ihm Kraft.

Wer beispielsweise über eine dunkle Straße nachdenkt und mögliche Gefahren erkennt, erschafft dadurch kein bedrohliches Ereignis. Erst die intensive emotionale Beschäftigung mit einer Vorstellung beeinflusst nach Greggs Erklärung die Energie, die wir ihr geben.

Er fordert deshalb ausdrücklich dazu auf, keine Angst vor dem eigenen Denken zu haben.

Unsere wahre Stärke liegt darin, die beste Version unserer selbst zu leben und unsere Göttlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Dazu gehören Kreativität, Vorstellungskraft, eigenständiges Denken und die Fähigkeit, Dinge kritisch zu hinterfragen.

Auch unangenehme Erkenntnisse gehören zu diesem Weg. Die Wahrheit zu erkennen bedeutet jedoch nicht, dauerhaft in Wut oder Angst zu verharren.

Warum Wegsehen keine Lösung ist

John beschreibt, wie manche Menschen bereits beim Gedanken an unangenehme Themen zurückschrecken, weil sie befürchten, dadurch noch mehr Negatives in ihr Leben zu ziehen.

Er sieht darin häufig eine Reaktion auf unverarbeitete Ängste und innere Verletzungen.

Wer sich aus Angst grundsätzlich weigert, Korruption, Missbrauch oder Täuschung anzusehen, verhindert damit auch die Möglichkeit, diese Dinge bewusst zu erkennen und zu verändern.

John betont deshalb:

Entscheidend ist nicht nur, worauf wir schauen, sondern wer wir sind, während wir darauf schauen.

Wir können uns mit schwierigen Themen beschäftigen, ohne uns emotional darin zu verlieren. Bewusstes Hinschauen ermöglicht es, Zusammenhänge zu erkennen, Täuschungen aufzudecken und Veränderungen anzustoßen.

Wie unsere Wirklichkeit entsteht

John beschreibt den bewussten Schöpfungsprozess als eine Abfolge miteinander verbundener Schritte:

Aufmerksamkeit

Bedeutung

Gefühl

Überzeugung

Inneres Wissen

Erwartung

Entscheidung

Handlung

Erlebte Wirklichkeit

Zunächst nehmen wir etwas wahr und geben dieser Wahrnehmung eine Bedeutung. Daraus entsteht ein Gefühl, das sich durch Wiederholung zu einer festen Überzeugung entwickelt.

Mit der Zeit wird diese Überzeugung zu etwas, das wir als unumstößliche Wahrheit betrachten, unabhängig davon, ob sie tatsächlich zutrifft.

Dieses innere Wissen prägt unsere Erwartungen, beeinflusst unsere Entscheidungen und bestimmt schließlich unsere Handlungen und Erfahrungen.

John berichtet dazu von einer Meditation, in der er eine Art neutralen Projektor wahrnahm. Dieser spiegelte die tief verankerten inneren Programme eines Menschen als äußere Wirklichkeit wider.

So erklärt er auch, warum zwei Menschen unter ähnlichen äußeren Bedingungen völlig unterschiedliche Leben erfahren. Ihre Prägungen, Überzeugungen und inneren Programme unterscheiden sich.

Innere Heilung und bewusste Verantwortung

Um unsere Wirklichkeit zu verändern, müssen wir zunächst unsere eigenen Programme erkennen.

John beschreibt zwei wesentliche Schritte: Zuerst steht die innere Heilung, danach folgt die bewusste Veränderung alter Denkmuster, Überzeugungen und Gewohnheiten.

Besonders Menschen mit unverarbeiteten traumatischen Erfahrungen empfiehlt er, sich zunächst um ihre eigene Heilung zu kümmern, bevor sie sich intensiv mit belastenden Themen oder der Aufklärung von Missbrauch beschäftigen.

Erst wenn die eigenen Verletzungen ausreichend bearbeitet sind, entsteht die innere Stabilität, anderen wirkungsvoll zu helfen.

Wissen und die bewusste Anwendung dieses Wissens betrachtet John als eine wichtige Quelle persönlicher Stärke.

Er ist überzeugt, dass aufmerksame Menschen durch sachliche Aufklärung, ruhiges Beobachten und das Erkennen von Täuschungen manipulativen Entwicklungen entgegenwirken können.

Bewusste Schöpfer statt passive Beobachter

John unterscheidet deutlich zwischen drei Zuständen: etwas beobachten, etwas emotional aufnehmen und etwas bewusst erschaffen.

Nicht jede Wahrnehmung führt automatisch zur Erschaffung.

Bewusstes Mitschöpfen entsteht durch das Zusammenwirken von Aufmerksamkeit, Absicht, Energie, Vorstellungskraft, Gefühl und innerer Gewissheit.

John kritisiert deshalb das sogenannte spirituelle Ausweichen, bei dem unangenehme Themen grundsätzlich vermieden und durch positive Gedanken ersetzt werden.

Solche Methoden können kurzfristig helfen, schwierige Situationen zu bewältigen. Sie ersetzen jedoch keine dauerhafte Lösung und keine ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Themen.

Ebenso warnt er davor, ausschließlich auf einen äußeren Retter oder ein zukünftiges Ereignis zu hoffen, das alle Probleme von selbst beseitigt.

Wirkliche Veränderung verlangt Bewusstsein, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, selbst aktiv zu werden.

Die abschließende Botschaft

John ermutigt uns/seine Zuschauer, keine Angst vor dem Denken, Forschen und Erkennen zu haben.

Wir dürfen die Welt aufmerksam betrachten, auch wenn wir dabei auf unangenehme Wahrheiten stoßen. Entscheidend ist, dass wir uns nicht von Angst beherrschen lassen und bewusst wählen, welche Bedeutung und Energie wir unseren Wahrnehmungen geben.

Bewusstes Erkennen erschafft nicht automatisch mehr von dem, was wir betrachten. Es gibt uns die Möglichkeit, unsere inneren Überzeugungen zu verändern und unsere Wirklichkeit aktiv mitzugestalten.

Wir sind nicht dazu da, vor der Wahrheit davonzulaufen, sondern ihr mit Klarheit, innerer Stärke und Unterscheidungsvermögen zu begegnen.

Denn zwischen Beobachten, emotionalem Aufnehmen und bewusstem Erschaffen liegt ein wesentlicher Unterschied.

Habt keine Angst zu denken. Habt keine Angst, genau hinzuschauen. Erkennt euch selbst als bewusste Mitschöpfer eurer Wirklichkeit.

Originalbeitrag: https://www.universallighthouse.com/post/the-most-dangerous-new-age-lie-the-don-t-look-psyop-~-inspired

© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung I Übersetzung

Hat dich dieser Text erreicht?

Das Auswählen, Übersetzen und Pflegen dieser Botschaften ist tägliche Arbeit. Wenn sie dir etwas gibt, freue ich mich über einen Dankes-Ausgleich.

Danke sagen

Weiterlesen

Aus derselben Rubrik
Nach dem Lichtblitz: Die Erkenntnis des göttlichen Ursprungs. Gibt es weiterhin Dunkelheit, Reptiloide, Greys und galaktische Kriege? Chellea Wilder

Nach dem Lichtblitz: Die Erkenntnis des göttlichen Ursprungs. Gibt es weiterhin Dunkelheit, Reptiloide, Greys und galaktische Kriege? Chellea Wilder

Chellea Wilder·15. Oktober 2026·4 Minuten

Der Aufstieg ins Licht und die Befreiung von der Dunkelheit Geliebte Familie des Lichts, ihr Kinder des Pleroma und Funken der unendlichen göttlichen Quelle, ihr steht an der Schwelle zu einer tiefgreifenden …

Warum sie dich/dein Licht fürchten – Das Erwachen deiner göttlichen Wahrheit. Chellea Wilder

Warum sie dich/dein Licht fürchten – Das Erwachen deiner göttlichen Wahrheit. Chellea Wilder

Chellea Wilder·13. Oktober 2026·2 Minuten

Chellea sagt uns: Ihr geliebten Seelen des Lichts, erinnert euch daran, wer ihr wirklich seid. Wir befinden uns in einer Zeit des großen Erwachens. Immer mehr Menschen beginnen, hinter die Schleier der …

Viele Veränderungen und Herausforderungen | Brief der Herausgeberin Chellea Wilder

Viele Veränderungen und Herausforderungen | Brief der Herausgeberin Chellea Wilder

Chellea Wilder·12. Oktober 2026·5 Minuten

Seid von Herzen gesegnet, ihr Lieben aus der Familie des Lichts. Wir hier bei Universal Lighthouse haben in den vergangenen Monaten eine Zeit erlebt, die von zahlreichen Veränderungen, unerwarteten Entwicklungen und manchen …

Unterstützen