(M)ein Gebet für das neue Jahr — im EIgeNEN Vertrauen wachsen. Rosi/esistallesda.de

(M)ein Vorwort

Viele von uns kennen genau dieses Spannungsfeld:
Vertrauen wollen — und doch vorsichtig bleiben.
Das ist kein Fehler, sondern ein Zeichen von Achtsamkeit und Tiefe.

Vertrauen wächst nicht, weil man es „sollte“.
Es wächst,
weil das Leben uns immer wieder leise zeigt:
Du bist getragen.

Darum darfst du dir erlauben,
dich nicht ganz, sondern Schritt für Schritt zu öffnen —
so weit, wie es sich heute gut anfühlt.

Dieses Gebet ist keine Forderung,
sondern eine Einladung:

sanft,
geduldig,
und respektvoll mit deinem Tempo.

Du musst nichts leisten.
Du musst nichts „richtig“ machen.

Du darfst einfach da sein —
mit deinem Zweifel, deiner Sehnsucht, deiner Vorsicht
und dem kleinen, stillen „Ja“, das langsam größer wird.

Mit diesem Herzenston beginnt das von mir entworfene Gebet.

Geliebte schöpferische Quelle in mir,
du Atem, du Kraft, du stille Führung in meinem Inneren —

ich öffne mich, so weit ich heute kann.
Nicht perfekt, nicht vollständig —
aber ehrlich.

Danke für dieses Jahr,
das sich bereits wie ein leises Geschenk in meinem Leben entfaltet.
Danke für alles, was mich bis hierher getragen hat,
für Hoffnung, die wiederkehrt,
und für das Vertrauen, das langsam in mir Wurzeln schlägt.

Während ich in 2026 gehe,
lege ich dieses Jahr vorsichtig in deine Hände —
und auch in meine eigenen.
Du gehst vor mir her,
und gleichzeitig wächst in mir die Kraft,
mit dir gemeinsam zu gestalten.

Du öffnest Wege,
und ich lerne, dir mehr und mehr zu glauben.
Du führst —
und ich übe mich darin, mich tragen zu lassen,
auch dort, wo ich noch zweifle.

Unsere Schritte ordnen sich.
Mein Blick wird klarer.
Meine Pläne finden nach und nach ihren Platz
in einer größeren Weisheit, die mich leise begleitet.

Dort, wo früher Unsicherheit war,
wächst jetzt Vertrauen.
Wo Angst war,
kommt Mut dazu.
Was verletzt war,
beginnt sich zu heilen.

Dieses Jahr ist erfüllt
von Frieden,
von Wandlung,
von einer liebevollen Ausrichtung,
die ich immer deutlicher spüre.

Meine Beziehungen sind behütet,
meine Arbeit findet Sinn,
meine Träume beginnen zu reifen —
in meiner Zeit, in meinem Rhythmus.

Ich lerne, zu vertrauen.
Ich übe, loszulassen.
Ich erlaube mir, getragen zu sein —
nicht weil ich muss,
sondern weil es sich nach Zuhause anfühlt.

Und so gehe ich:
in Gnade,
in Weisheit,
in stiller Verbundenheit
mit dir — der schöpferischen Quelle in mir
und dem großen Ganzen um mich herum.

Ich sage: Ja.
So weit ich heute kann.
Und morgen vielleicht ein Stückchen mehr.

Amen.

Rosi