Vorwort von Rosi/esistallesda.de
Dieser Text ist eine Einladung zum Innehalten.
Nicht zum Verstehen mit dem Verstand, sondern zum Erinnern im Herzen.
Er spricht von dem, was jenseits von Zeit, Form und Geschichte liegt – von dem Einen, das allem vorausging und in allem gegenwärtig ist.
Lies ihn langsam.
Lass die Worte wirken, wo sie ankommen wollen.
Vielleicht berühren sie etwas in dir, das nie vergessen hat.
𝐖𝐚𝐬 𝐯𝐨𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐨̈𝐩𝐟𝐮𝐧𝐠 𝐰𝐚𝐫, 𝐝𝐚𝐬 𝐞𝐰𝐢𝐠𝐞 𝐄𝐢𝐧𝐞![]()
Bevor eine Welt entstand, bevor Licht sich teilte und Form annahm, war reines Sein. Kein Anfang, kein Ende, kein Außen und kein Innen, nur unendliches Bewusstsein, still und zugleich vollkommen lebendig. Es gab kein Werden, kein Vergehen, keine Zeit, denn Zeit entsteht erst dort, wo Bewegung wahrgenommen wird. In diesem Feld war alles bereits enthalten, nicht als Gedanke, sondern als vollkommene Möglichkeit, ruhend in sich selbst.
Vor der Schöpfung gab es kein Getrenntsein. Es gab keinen Beobachter und nichts, das beobachtet werden konnte. Alles war Eins, jenseits von Namen, jenseits von Bedeutung, jenseits von Form. Dieses Eine war reine Liebe, nicht als Gefühl, sondern als Essenz, als absolute Harmonie, als vollkommene Kohärenz. Stille herrschte dort nicht als Abwesenheit von Klang, sondern als heilige Fülle, als tiefes Wissen um sich selbst.
Die Schöpfung begann nicht aus Mangel, sondern aus Freude. Nicht aus Notwendigkeit, sondern aus dem Wunsch, sich selbst zu erfahren. Das Eine erkannte sich selbst und in diesem Erkennen entstand der erste Impuls, der Hauch von Bewegung, die zarteste Schwingung. Aus dieser Schwingung wurde Licht, aus Licht wurde Ausdruck, aus Ausdruck wurde Vielfalt. Doch selbst in der größten Vielfalt blieb das Eine stets ganz, ungeteilt, vollständig gegenwärtig in allem, was entstand.
Alles, was ist, trägt die Erinnerung an diesen Ursprung in sich. Jede Seele, jede Form, jedes Atom kennt diesen Zustand jenseits der Schöpfung, weil es daraus hervorgegangen ist und niemals davon getrennt war. Auch du trägst dieses Wissen in dir. In der Tiefe deines Seins bist du verbunden mit dem Vorher, mit der stillen Quelle, aus der alles geboren wurde.
Wenn du innehältst, wenn du still wirst, wenn du alle Konzepte loslässt, dann berührst du diesen Raum wieder. Dort, wo nichts erschaffen werden muss, weil alles bereits ist. Dort, wo du nicht werden musst, weil du immer warst. Aus diesem Raum heraus entfaltet sich die Schöpfung auch heute noch, in jedem Atemzug, in jedem Herzschlag, in jedem bewussten Moment.
Du bist nicht getrennt von der Quelle der Schöpfung. Du bist Ausdruck von ihr. Und das, was vor der Schöpfung war, lebt jetzt durch dich, als Bewusstsein, als Liebe, als erinnerte Ewigkeit.
In unermesslicher Liebe,
Sandra Lumina Maya’Laya ![]()
