Geliebte Menschen, wir stehen symbolisch davor, eine Feuerschwelle zu überschreiten, die uns in diesem „Jahr der Aussaat“ in einen neuen Abschnitt führt. Astrologisch wird dies mit dem Übergang von Saturn in den Widder und einer darauffolgenden Konjunktion von Saturn und Neptun auf null Grad verbunden – einem Bild für einen leeren Raum, in dem Altes neu geformt wird und unendliche Möglichkeiten entstehen können. Es ist ein Reset, ein neutraler Zustand voller Potenzial, aus dem eine neue Bewusstseinsqualität hervorgehen soll: die wachsende Erkenntnis unserer göttlichen Präsenz in uns selbst und in allem, während wir uns stärker als Einheit begreifen.
Diese Konstellation steht sinnbildlich für einen Paradigmenwechsel, den viele bereits wahrnehmen. Strukturen – sowohl im Inneren als auch im Außen – können sich verändern, denn echte Spiritualität braucht eine feste Verankerung im Leben, um das Alte zu erneuern und eine neue Ordnung entstehen zu lassen. Jetzt ist die Zeit, uns selbst zu erden: unsere Identität, unsere Aufgabe, unsere Wünsche und Visionen tief in unserer Seele zu verankern und mutig Veränderungen zuzulassen.
Besonders intensiv kann sich dabei die Zeit zwischen dem 17. und 26. anfühlen, da viele Menschen bereits eine Verschiebung wahrnehmen. Gleichzeitig öffnet sich das kollektive Bewusstsein allmählich, während andere sich auf neue Lebensaufgaben vorbereiten. Saturn markiert dabei den Beginn eines neuen Zyklus – einen, der uns einlädt, nach innen zu schauen und die Grenzen zu erkennen, die wir uns selbst gesetzt haben. Wo nötig, dürfen alte innere Strukturen weichen, damit neue entstehen können, die besser zu dem passen, was wir werden.
In dieser Deutung hilft Saturn vor allem dabei, das Ego auszubalancieren und uns von einem scheinbaren hin zu einem authentischen Gefühl von Stärke zu führen. Wahre Kraft zeigt sich nicht durch Zwang, sondern durch innere Stärke, Freundlichkeit und Mitgefühl. Sie bedeutet auch, gesunde Grenzen zu setzen, den eigenen Raum zu achten und aus einer klaren inneren Ausrichtung heraus zu handeln. Kraft ist gelebte Verbindung mit dem Höheren – sichtbar gemacht durch Fokus und beständiges Tun.
Anstatt impulsiv zu reagieren, sind wir eingeladen, bewusst auszurichten, zu gestalten und das in unser Leben zu integrieren, was unserer Seele entspricht. Während Neptun sinnbildlich dafür steht, dass wir uns selbst wieder erinnern und auch unsere Schatten annehmen, fordert Saturn Verantwortung für unseren Weg und unser Handeln. Es ist ein Aufruf zu innerer Reife – und zu der Frage, wie wir unsere Fähigkeiten nutzen möchten: um Neues aufzubauen oder weiterhin überholte Strukturen zu nähren.
Was echt ist, was Illusion und was nicht mehr zu uns gehört, kann letztlich nur jede und jeder selbst erkennen – durch ehrliche Innenschau. Je mehr wir begrenzende Selbstbilder loslassen, desto leichter können wir uns mit unserem tieferen Sinn verbinden und einen eigenständigen Weg gehen, der mit unseren wahren Wünschen im Einklang steht. Denn unsere Reise ist zutiefst persönlich und Ausdruck unserer Verbindung mit dem Göttlichen.
Dieses Mal geht es nicht um ein Ende, sondern um einen Anfang: den Beginn eines Weges, auf dem wir nicht länger nur folgen, sondern bewusst mitgestalten. Aus bedingungsloser Liebe, Bescheidenheit, Gleichwertigkeit und ohne uns mit anderen zu vergleichen, können wir zu Miterschaffenden einer neuen Wirklichkeit werden.
Mögest du weiter in Liebe, Weisheit und innerer Stärke wachsen.
In unendlicher Liebe.
© Übersetzung Rosi
