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Die Wissenschaft dient oft als Ersatzreligion, beeinflusst unser Verhalten und unsere Ängste. Symptome zu verstehen und selbst aktiv zu werden, kann helfen, sich von diesem ‚Kult‘ zu befreien und informierte Entscheidungen zu treffen.
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Raik erklärt, dass sich menschliches Verhalten besonders gut über Glaubenssysteme beeinflussen lässt. Was früher Religion gewesen sei, habe sich – so seine Sicht – im Zuge der Aufklärung teilweise unter dem Deckmantel der Wissenschaft fortgesetzt. Wissenschaft werde damit für viele rational denkende Menschen zu einer Art Religionsersatz: ein System, dem man glaubt, das Sicherheit und Orientierung verspricht. In diesem Zusammenhang bezeichnet er auch große Teile der Medizin als ein Glaubenssystem, das stark vom Glauben an Fortschritt lebe – von der Vorstellung, dass es eines Tages für jede Krankheit ein Mittel geben müsse, eine „Wunderpille“, der man dann nur folgen müsse. Genau diese Struktur – so Raik – führe dazu, dass Menschen „brav folgen“, statt eigenständig zu prüfen, zu beobachten und Verantwortung für das eigene Erleben zu übernehmen.
Aus diesem „Kult“, wie er es nennt, könne man sich seiner Meinung nach nur befreien, wenn man beginne, sich selbst ernsthaft zu erforschen: genauer hinzuschauen, wie Symptome entstehen könnten, welche Zusammenhänge im eigenen Leben eine Rolle spielen und was man selbst tun könne, um Beschwerden zu lindern. Er beschreibt das als Kern seiner Arbeit: Menschen Zusammenhänge aufzuzeigen, damit Angst weniger Raum bekommt. Was jemand dann aus diesen Informationen macht, liege bei der Person selbst – er biete nur Perspektiven an. Besonders wichtig sei ihm, dass Eltern diese Sichtweisen frühzeitig kennenlernen, um Entscheidungen für ihre Kinder nicht aus Angst, blinder Autorität oder Gewohnheit heraus zu treffen.
Chris Fader Gesprächspartner steigt ein, bedankt sich und knüpft an ein früheres Gespräch an – über Schule und den „unsichtbaren Lehrplan“. Er beschreibt, wie Gehorsam und Abhängigkeit von Expertenmeinungen ihrer Meinung nach antrainiert werden: dass man lernt, jemand müsse einem sagen, wie es geht, und man selbst könne ohnehin kaum etwas bewirken. Genau das erkenne er im medizinischen Kontext wieder – einerseits der Wunsch nach einem Retter, einem „Halbgott in Weiß“, der es schon wissen werde, andererseits auch das Verhalten innerhalb der Institutionen: dass selbst Ärzte und Studierende oft nicht wirklich hinterfragen, weil „der Professor es schon wissen wird“. Solche Gespräche, sagt er, sollen nicht dazu führen, jedes Wort zu übernehmen, sondern dazu einladen, selbst zu prüfen und zu eigenen Erkenntnissen zu kommen.
Raik greift das auf und erzählt von einer Vorlesung aus seinem Studium. Es ging um Neurologie und Parkinson, und er erinnert sich an einen Satz seines Professors, der ihm hängen geblieben ist: Der Professor habe nicht gesagt „So ist es“, sondern sinngemäß: „Das ist unsere aktuelle Modellvorstellung, wie Parkinson entsteht.“ Für Raik war das entscheidend, weil darin steckt, dass es sich um ein Modell handelt – also um eine Annäherung, eine Vereinfachung – und nicht um absolute Wahrheit. Doch, so seine Beobachtung, nach außen werde Medizin häufig so kommuniziert, als wüsste man es endgültig. Viele Studierende hätten diesen Unterschied gar nicht richtig wahrgenommen: Sie schrieben die Inhalte mit, ohne zu realisieren, dass „Modell“ auch bedeutet, dass es anders sein könnte.
Von dort aus weitet er die Kritik: Eine Modellvorstellung könne hilfreich sein, weil man mit ihr Therapien, Medikamente oder Verfahren erklären und begründen könne. Aber wenn man sich zu stark an das Modell klammere, bestehe die Gefahr, dass man an der Theorie weiterbastelt, statt sich an der Realität zu orientieren. Raik beschreibt, wie Erkenntnisse historisch oft über Strukturen gewonnen wurden – etwa über Anatomie – und wie moderne Forschung häufig in Laborwelten stattfinde, weit entfernt vom konkreten Menschen. Besonders betont er dabei seine Sicht, dass die gängige Vorstellung von der Zelle als „kleinster Einheit“ verkürzt sei, weil Zellen in seinem Verständnis nicht isoliert existieren, sondern immer im Austausch mit einem Milieu stehen. Das Milieu – also die Umgebung, die äußeren Bedingungen – präge den Zustand der Zellen stark, und er zieht den Vergleich zum Menschen: Wer in einer bedrohlichen, stressreichen Umgebung lebt, reagiert innerlich anders als jemand in Sicherheit, Natur und Harmonie.
Daran anschließend macht er einen Exkurs in Richtung Nervensystem und frühe Prägung: Gerade die ersten Lebensjahre seien prägend, weil ein Kind sich zunächst nicht selbst regulieren könne und auf Co-Regulation durch Erwachsene angewiesen sei. Wenn die Bezugsperson stark gestresst oder innerlich „disreguliert“ sei, könne sich dieser Stress wie ein „Stempel“ in das kindliche Nervensystem einprägen. Später, so seine Erklärung, könne das dazu führen, dass Menschen schon auf kleine Reize stark reagieren, schnell in Alarmzustände kippen oder aggressiv werden – nicht, weil sie „schlecht“ sind, sondern weil das Nervensystem früh auf Gefahr geeicht wurde. Er verortet das im Bereich von Bindungs- und Entwicklungstraumata.
Von dort kehrt er zur Grundidee zurück: Modelle können nützlich sein, aber sie bleiben abstrakt. In der Forschung sieht er die Gefahr, dass man sich in abstrakten Systemen verliert – Kurven, Grafiken, Laborwerte, Zellkulturen, Apparate – und dabei den realen Menschen aus dem Blick verliert. Er schildert das drastisch: Statt jemanden wirklich zu sehen, zuzuhören, den Schmerz zu verstehen (wann er begann, wie er sich anfühlt, wodurch er besser oder schlimmer wird), werde oft nach „Molekülen“ gesucht, die etwas erklären sollen. In dieser Logik, so seine Kritik, könne es passieren, dass Entscheidungen über Diagnosen und Therapien auf Katalogen und Stadien beruhen, während der Patient selbst im Schock dasteht – manchmal sogar nach einem Zufallsbefund, ohne vorher Beschwerden gehabt zu haben.
Damit verknüpft er das Thema Angst und Hoffnung: Die Diagnose erschreckt, die Therapie wird als „letzte Möglichkeit“ präsentiert – aber der Mensch bleibt der Ort, an dem der ganze Kampf ausgetragen wird, inklusive möglicher Kollateralschäden.
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