In dieser Podcastfolge spreche ich mit Günter Kerschbaummayr über ein Thema, das viele Menschen derzeit tief bewegt: Freiheit.
Was bedeutet es eigentlich, wirklich frei zu sein? Warum spüren immer mehr Menschen, dass die alten Systeme nicht mehr zu ihnen passen? Und was verändert sich, wenn wir beginnen, unserer eigenen Wahrnehmung und unserem Herzen zu vertrauen?
Günter war viele Jahre in der Wirtschaft tätig, hat Unternehmen von innen kennengelernt und sich intensiv mit gesellschaftlichen Strukturen auseinandergesetzt. Heute begleitet er Menschen dabei, wieder in Verbindung mit sich selbst, ihrer inneren Wahrheit und ihrem eigenen Kompass zu kommen.
In unserem Gespräch geht es unter anderem um:
- die sogenannte alte Matrix und gesellschaftliche Konditionierung
- Schule und das Thema freie Bildung
- Schattenarbeit und innere Heilung
- Leistung, Anpassung und Selbstwert
- Kinder, Kreativität und echte Menschlichkeit
- Freiheit, Bewusstsein und Eigenverantwortung
Ein roter Faden zieht sich durch das gesamte Gespräch:
Was geschieht, wenn wir aufhören zu funktionieren und beginnen, unserem eigenen Weg und unserem Herzen zu folgen?
Es ist ein tiefes, ehrliches und inspirierendes Gespräch, das neue Perspektiven eröffnet und gleichzeitig dazu einlädt, wieder mehr ins Fühlen zu kommen und den eigenen Lebensweg bewusster zu gestalten.
Ich wünsche dir von Herzen viel Freude beim Zuhören. Wenn dir diese Folge gefällt, freue ich mich sehr über dein Abonnement, einen Like oder einen Kommentar. Damit unterstützt du meine Arbeit und hilfst dabei, diese Inhalte noch mehr Menschen zugänglich zu machen.
Herzlichen Dank für deine Wertschätzung und Unterstützung!
https://www.youtube.com/watch?v=RMEDD3QOgnQA
© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de
Für mich beginnt Freiheit nicht irgendwo im Außen. Sie beginnt in dir.
Viele Menschen glauben, sie müssten noch mehr lernen, sich weiterentwickeln oder irgendwo ankommen. Ich sehe das anders. Es geht nicht darum, etwas Neues zu erschaffen. Es geht darum, das abzulegen, was nicht zu dir gehört – die alten Konditionierungen, Prägungen und Begrenzungen, die dir über viele Jahre vermittelt wurden.
Ich habe selbst viele Jahre in der Wirtschaft gearbeitet, Unternehmen von innen kennengelernt und erlebt, wie unsere Systeme funktionieren. Irgendwann wurde mir klar, dass ich diesen Weg nicht weitergehen konnte. Seitdem beschäftige ich mich mit einer viel grundsätzlicheren Frage: Wie finden wir zurück zu uns selbst?
Für mich liegt die Antwort nicht in immer neuen Methoden oder spirituellen Konzepten. Sie liegt darin, wieder zu lernen, auf die eigene Wahrnehmung zu vertrauen. Wirkliche Erkenntnis entsteht dann, wenn du still wirst und den Kontakt zu dir selbst wiederfindest.
Ein entscheidender Schlüssel dabei ist die Schattenarbeit. Solange wir nur die angenehmen Seiten von uns sehen wollen, bleiben wir unvollständig. Jeder Mensch trägt Anteile in sich, die er lieber versteckt. Doch genau dort liegen oft unsere größten Potenziale. Wenn wir bereit sind, unsere Ängste, Verletzungen und unbewussten Muster anzuschauen, beginnt echte Heilung.
Viele Menschen suchen heute Anerkennung im Außen – über Leistung, Erfolg oder soziale Medien. Doch wenn dein Selbstwert davon abhängt, wie andere dich sehen, gibst du deine Freiheit aus der Hand. Wahre Freiheit entsteht erst dann, wenn du dein Leben nicht mehr danach ausrichtest, anderen zu gefallen, sondern danach, was sich für dich wahr und lebendig anfühlt.
Besonders wichtig ist mir das Thema Kinder. Ich glaube, dass die größte Veränderung unserer Gesellschaft dort beginnt. Wenn wir Kindern erlauben, sie selbst zu sein, statt sie früh an starre Systeme anzupassen, entsteht eine völlig neue Generation.
Kinder kommen mit einer natürlichen Kreativität, Neugier und Lebendigkeit auf diese Welt. Unsere Aufgabe ist es nicht, sie in ein bestehendes System hineinzupressen. Unsere Aufgabe ist es, einen Raum zu schaffen, in dem sie sich entfalten können.
Vieles, was wir heute unter Bildung verstehen, bereitet Kinder vor allem darauf vor, sich anzupassen. Doch die Zukunft braucht keine besseren Funktionierenden. Sie braucht kreative, fühlende und selbstständige Menschen.
Deshalb glaube ich, dass wir Bildung neu denken dürfen. Nicht Leistung sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Frage: Was möchte durch dieses Kind in die Welt kommen?
Auch Erwachsene dürfen sich diese Frage wieder stellen.
Was begeistert dich wirklich? Wann fühlst du dich lebendig? Was würdest du tun, wenn du niemandem mehr etwas beweisen müsstest?
Genau dort beginnt dein eigener Weg.
Ich glaube außerdem, dass wir gerade in einer Zeit leben, in der vieles sichtbar wird. Alte Strukturen geraten ins Wanken, weil sie nicht mehr tragen. Das kann verunsichern, doch gleichzeitig eröffnet es die Chance, neue Formen des Zusammenlebens zu entwickeln.
Dabei geht es nicht darum, gegen etwas zu kämpfen. Es geht darum, etwas Neues vorzuleben. Frieden beginnt nicht in politischen Systemen. Frieden beginnt in dir. Je mehr du deine eigenen inneren Konflikte erkennst und heilst, desto mehr Frieden bringst du automatisch in dein Umfeld.
Freiheit bedeutet deshalb für mich, nichts mehr tun zu müssen, um Anerkennung zu bekommen. Freiheit bedeutet, deinem Herzen zu folgen, deiner Begeisterung zu vertrauen und das zu leben, was dich wirklich erfüllt.
Dabei spielt auch die Natur eine zentrale Rolle. In der Natur erinnern wir uns daran, wer wir wirklich sind. Wälder, Berge, Wasser und Tiere bringen uns zurück in eine Verbindung, die viele Menschen verloren haben. Dort erfahren wir Schönheit, Stille und Lebendigkeit – ganz ohne Leistung und Bewertung.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Frage überhaupt:
Was bedeutet Freiheit für dich?
Nicht als philosophischer Gedanke, sondern ganz konkret in deinem Alltag. Wie würdest du leben, wenn du keine Angst mehr hättest, nicht dazuzugehören? Welche Entscheidungen würdest du treffen? Was würde sich verändern?
Für mich beginnt genau dort eine neue Welt. Nicht durch Kampf, sondern durch Bewusstsein. Nicht durch Anpassung, sondern durch Authentizität. Und nicht dadurch, dass wir auf andere warten, sondern indem jeder Einzelne den Mut findet, wirklich sich selbst zu sein.
Siehe auch: Zeitqualität Vollmond im Steinbock am 29.6.