Gabriel Heartman: „Heile deine Beziehung zu deiner Depression“, vom 22.08.2018

 

Die Worte, die benutzt werden, um unsere emotionalen Zustände zu beschreiben, können von Teilen von euch als eine Möglichkeit verwendet werden, nicht genau das zu spüren, was die Worte eigentlich ausdrücken. Nimm das Beispiel: „Ich bin depressiv“ oder „Ich habe Depressionen“. Wenn Worte innerhalb eines bestimmten Definitionsparameters sind, dann gibt es eine kollektive Bindung an dieses Wort. Du erlebst nicht nur die individuelle Schwermut, sondern gleichsam die Depression all jener, die dieses Wort gebrauchen, um ihren Zustand zu beschreiben. Natürlich wird ein Teil von/in dir nicht wollen, dass du all das fühlst! Oder das Wort wird dazu verwendet, um berechtigte, wahre und echte Emotionen zu bewerten und zu entwerten, was ein männlicher Aspekt in dir sein kann, der diese Gefühle zu einer weiblichen Eigenschaft macht, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Positive Affirmationen sollen als Refokussierung, als Neuorientierung dienen, aber die Gefühle und Teile, die mit der „Depression“ verknüpft sind, werden dann einfach beiseite geschoben oder in den Schatten verbannt. Das Wort für einen Moment loszulassen und nur zu fühlen, was diese Gefühle sind, was sie dir sagen wollen, mit Neugier und mitfühlendem Verständnis, kann zu einer ganz neuen Welt in dir führen. Es ist ein Dialog mit dem, was wir den Inneren Beschützer, die Innere Hüterin nennen. Wir alle kennen diese Gefühle, aber wir schrecken davor zurück, tiefer dort hineinzugehen. Dabei können die Bilder, die mit diesem Wort einhergehen und mit diesem Gefühl entstehen, ziemlich episch / spektakulär und überwältigend sein. Schaust du in einem Nachschlagewerk das Wort „Depression“ nach, so finden sich dort Synonyme wie Tiefstand, Schwermut, Dunkelheit, Niedergeschlagenheit … Das einzelne Wort beinhaltet so viele Synonyme, so viele Gefühle, so viele Ebenen, so viele Betrachtungsweisen … und weist doch „nur“ auf eines hin … darauf, dass es einen Teil in dir gibt, der gehört / gesehen & gefühlt werden möchte.

Es ist an der Zeit, sie (lat. depression, „das Niederdrücken“) als Verbündete und es (das Gefühl des „nieder gedrückt sein“) als Orientierung zu betrachten. Als Dynamik, die in dir geschieht. Nicht wegdrücken, nicht schmälern, nicht ignorieren, sondern die Macht des Wortes (über dich) aushebeln und die Kraft des Wortes (für dich) nutzen. Es ist eine Reihe und Summe von Gefühlen, die sich verdichtet haben, die du als Schwere erlebst. Aber aus einer anderen Perspektive betrachtet und mit der Bereitschaft, die einzelnen Teile davon zu fühlen, wirst du dann in der Lage sein, über diese Anziehungskraft hinauszugehen und in das hineinzukommen, was sie dir zu geben hat.

Es beinhaltet deine Kreativität, deine Muse, deine verlorene / vergessene Anbindung zum Göttlichen und deine innere heilige Vereinigung. Dies ist ein Verhandlungsprozess, der keine andere Möglichkeit hat, als das Herz zu öffnen und zu spüren, was gefühlt werden muss, ein Teil nach dem anderen, denn sie alle sind die Antriebsfedern eines freudvollen und erfüllenden Lebens.

Gabriel Heartman ist Mitschöpfer, Lehrer und Moderator des „SoulFullHeart Way Of Life“ [Seelen.Erfüllte.Herzensweise.Allen.Lebens.] Mehr Informationen findest du (in englischer Sprache) unter www.soulfullheartwayoflife.com.

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Healing Your Relationship To Depression

© Übersetzung: Roswitha

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Roswitha