Mit Arthos durch das Jahr Tagesbotschaft 21. Juni

Heute ist ein guter Tag, um die Balance zu halten. Der Weg der Wahrheit, die das Licht der Liebe und Weisheit Gottes ist, ist ein schmaler Pfad des Friedens, der mitten durch gefĂ€hrliches Kriegsgebiet fĂŒhrt. Ihn zu gehen, kommt einem Drahtseilakt gleich, und wann immer du dein Gleichgewicht gefunden hast, wird von irgendwoher irgendetwas kommen, das sich auf deine Balancierstange setzt, um dich wieder aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Die materielle Natur ist nicht das von vielen so sehnsĂŒchtig herbeigewĂŒnschte Paradies. Das wahre Paradies befindet sich nicht in der materiellen Welt, sondern in der spirituellen. Nur in der spirituellen Welt herrscht ewiges Sein, basierend auf ewigem Wissen und ewige GlĂŒckseligkeit ausdrĂŒckend. Die materielle Welt ist – auch wenn sie noch so vollkommen und schön erscheinen mag – nicht diese Höchste Wirklichkeit, sondern nur ein verzerrtes Spiegelbild.

Das, was fĂŒr Verzerrungen sorgt, sind die Erscheinungsweisen der materiellen Natur: Unwissenheit, Leidenschaft, Tugend. Die Höchste Wirklichkeit ist transzendental zu diesen Erscheinungsweisen. Der Spiegel ist dadurch aber nicht falsch, und vor allem ist der Spiegel Ă€usserst sinnvoll. Er zeigt das, was es zu sehen gibt, um Erkenntnis zu erlangen. Du solltest aber nicht den Fehler machen und den Spiegel fĂŒr die Höchste Wirklichkeit halten. Du solltest auch nicht den Fehler machen zu versuchen, dein GlĂŒck im Spiegelbild zu finden.

Das Spiegelbild dient nur dazu, dir etwas zu zeigen, nicht dazu, im Gezeigten glĂŒcklich zu werden, denn du kannst im Schatten der Wahrheit nicht glĂŒcklich werden, sondern nur im Licht. Ewiges GlĂŒck hat noch kein einziges der unzĂ€hlbaren Lebewesen im verzerrten Spiegelbild gefunden, das sie durchwandert haben und grösstenteils immer noch auf der Suche nach GlĂŒck durchwandern. Jedes vermeintliche GlĂŒck wird spĂ€testens mit dem Tod beendet, wenn nicht sogar vorher durch Krankheit und Alter, durch den eigenen Körper und Geist, durch fremde Lebewesen oder durch die materielle Natur.

Das GlĂŒck der materiellen Welt ist nur eine Illusion des falschen Egos. Es ist nicht das GlĂŒck der Seele, denn die Seele findet ihr GlĂŒck nur in der Höchsten Wirklichkeit, von der sie ein individueller ewiger Teil ist. Die Seele findet ihr GlĂŒck nur in der Höchsten Wahrheit, die das Absolute GlĂŒck ist, das im Wissen grĂŒndet.

Die Seele findet ihr GlĂŒck nur in ihrer wahren Bestimmung. Die wahre Bestimmung ist der Dienst der Seele an ihrem Herrn, was individueller Liebesdienst ist. Diese Art von Dienst kennt kein Leid, sondern beruht auf Freude – auf der Freude desjenigen, der seinen wahren Herrn erfreut, ohne an das Ergebnis seiner Handlungen angehaftet zu sein.

Das falsche Ego hingegen glaubt bei jeder erreichten Befriedigung der Sinne, GlĂŒck gefunden zu haben und will es um jeden Preis erhalten. Jede Handlung, die das falsche Ego auslöst und durchfĂŒhrt, zielt auf eine Frucht ab, die das falsche Ego geniessen möchte. Die Frucht kann bitter sein, wenn es eine Aktion der Rache, des Neids oder des Zorns ist, oder sie kann sĂŒss sein, wenn sie Sinnengenuss verspricht. Was auch immer es ist, was das falsche Ego will: Es befindet sich auf der materiellen Ebene, von der die Seele kein Bestandteil ist, und an der die Seele somit keinen Anteil hat.

Das GlĂŒck der Seele ist transzendental zu den WĂŒnschen des falschen Egos. Daher musst du dich entscheiden, denn du kannst nicht zwei Herren dienen. Du kannst nicht dem falschen Ego und gleichzeitig Gott dienen.

Das falsche Ego ist Teil und ausfĂŒhrendes und lenkendes Organ der materiellen Energie, der māyā, die dich umgarnt, dich tĂ€uscht, dir schmeichelt und eine Fata Morgana nach der anderen erschafft, um dich in die Irre zu fĂŒhren. Das ist keine Bösartigkeit, sondern Weisheit. Es ist die Weisheit des Lehrers, der den SchĂŒler durch eine gefĂ€hrliche PrĂŒfung fĂŒhrt, um zu sehen, wie weit er ist, was er erkannt und verstanden hat und wie weit er sich und das Leben tatsĂ€chlich gemeistert hat.

Das falsche Ego ist der falsche Meister, der den wahren Meister verleugnet und gegen ihn arbeitet. Es verleugnet die Tatsache, dass jegliches GlĂŒck verrinnt, sobald es eingetroffen ist. Die Zeit ist der Töter irdischen GlĂŒcks, das wie Sand durch eine Sanduhr lĂ€uft, und Gott ist der Gebieter der Zeit. Er beherrscht die Zeit und benutzt sie als Grundlage, damit māyā wirken kann, und māyā wirkt, indem sie dich dazu bringt, ihr zu dienen.

Sobald du der materiellen Natur dienst, da du ihrer TÀuschung verfÀllst, beendest du den Dienst an der Höchsten Persönlichkeit Gottes und dienst dem falschen Selbst. Gottesdienst entspricht dem Wesen der Seele, und wenn du das Wesen der Seele verleugnest, erfÀhrst du die Welt des verzerrten Spiegels.

WÀhrend du die verzerrte Welt des Spiegelbilds der Höchsten Wirklichkeit durchwanderst, bist du nur dann im Gleichgewicht, wenn du das wahre Ziel deiner Wanderung nicht nur vor Augen hast, sondern diesem Ziel aus ganzem Herzen dienst. Nur wenn du dich dem Ziel furchtlos hingibst, wirst du durch das Ziel im Gleichgewicht gehalten, denn das Ziel ist die Höchste Persönlichkeit Gottes, und die Höchste Persönlichkeit Gottes ist das, was sogar alle Planeten und Universen im Gleichgewicht hÀlt.

Wenn du den Weg zum Höchsten Ziel beschreitest, musst du jederzeit mit Angriffen rechnen. Sei achtsam und wehre sie ab, indem du das Ziel nicht aus den Augen verlierst und im Raum deines Herzens verankert bist und bleibst. Dein Herzraum ist das Zentrum des Gleichgewichts, und alle, die dich aus dem Gleichgewicht bringen wollen, können dort nicht eindringen. Nichts kann das, was sich darin befindet, besiegen oder gar zerstören.

Die, die sich auf deine Balancierstange setzen, werden jedoch versuchen, dich aus dem geschĂŒtzten Raum des Herzens hervorzulocken, so dass du dein Gleichgewicht verlierst und ins Stolpern gerĂ€tst oder gar völlig haltlos fĂ€llst. Dabei wirken einerseits die KrĂ€fte niederer materieller Energien und andererseits die der DĂ€monen, deren einziges Ziel es ist, dich zu Ihnen in den Abgrund ihrer Dunkelheit zu ziehen.

Bleibe stark und fokussiert. Sei dir klar darĂŒber, dass es nichts Wichtigeres gibt, als den Weg der Seele zu Gott zu gehen, der dich in das Königreich jenseits der menschlichen SchwĂ€chen und Illusionen und in das Licht jenseits der dĂ€monischen Dunkelheit fĂŒhrt.

Wenn du diesen Weg in Hingabe an den gehst, der dir das Gehen des Weges ermöglicht, der dich dabei als Überseele in deinem Herzen begleitet und der gleichzeitig das Ziel des Weges ist, dann wirst du mit jedem Schritt mehr Liebe fĂŒr Ihn empfinden und aussenden. Dann wirst du mit jedem Schritt entschlossener sein in deinem Glauben, und du wirst im Gleichgewicht sein, da du in der Höchsten Absoluten Wahrheit verankert bist.

Du wirst wissen, dass dieser Weg zum Ziel der Seele fĂŒhrt, die nichts anderes will, als das zu sein und zu tun, was sie in der Ewigkeit wirklich ist und tut: Ein einzigartiges Teilchen der Höchsten Absoluten Wahrheit Gottes, das Ihm und nur Ihm dient.

ICH BIN der sichere TĂ€nzer im Sturm des Ungleichgewichts.

Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie fĂŒr uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Überwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gÄ«tā und im ÚrÄ«mad-Bhāgavatam verkĂŒndet wird.

Bild von Lothar Dieterich auf Pixabay

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