Heute ist ein guter Tag, um eine liebevolle Beziehung mit Gott zu beginnen. Solange du Gott nicht kennst oder als etwas Abstraktes begreifst, kannst du keine Beziehung mit ihm fĂŒhren, die auf Liebe basiert. Also besteht der erste Schritt darin, Gott ĂŒberhaupt erst einmal kennenzulernen, denn Er ist alles andere als abstrakt. Gott ist Brahman, die Absolute Wahrheit. Diese hat im Wesentlichen drei Aspekte: den der in allen Lebewesen und Dingen lokalisierte Aspekt der Ăberseele, den der unpersönlichen und alldurchdringenden Ausstrahlung und den höchsten Aspekt der Persönlichkeit, die die Quelle von allem ist.
Die Quelle von allem zu sein bedeutet nicht, alles direkt hervorzubringen und zu erschaffen. Gott erschafft nicht jeden einzelnen Grashalm, sondern Er erschafft die Schöpfung und die Gesetze und Prinzipien, unter denen sie sich entwickelt und nach denen sie funktioniert. Somit ist Gott nicht der Schöpfer, sondern der Bereitsteller und Erhalter all dessen, was die Schöpfung benötigt. Gott ist die Quelle aller Energien, aller Lebewesen und aller Materie, wobei es die Energien ermöglichen, dass Lebewesen und Materie miteinander agieren und wechselwirken.
Es gibt somit drei Ebenen bzw. drei RealitĂ€ten: Gott, die Lebewesen und unbelebte Materie. Gott ist die Ursache alles Verursachten. Das bedeutet in diesem Kosmos der Ursachen und Wirkungen, dass Gott in der Kette aller Wirkungen und Ursachen die erste und einzige Ursache ist, die nicht bewirkt wurde. Nichts hat Gott verursacht, und das bedeutet, Gott ist ewig. Er war vor allem, und er wird auch nach allem noch sein, denn alles geht aus Ihm hervor, und alles geht auch in Ihn wieder zurĂŒck.
Gott ist aber nicht alles, und nicht alles ist Gott – auch wenn nichts ohne Ihn existieren könnte. Gott ist in allem, denn alles Relative ist mit der Absoluten Wahrheit nicht nur verbunden, sondern auch von ihr abhĂ€ngig. Und so ist Gott von allem unabhĂ€ngig. Als Absolute Wahrheit existiert Gott aus sich selbst heraus. Um es ganz einfach auszudrĂŒcken: Gott benötigt nichts, aber alles benötigt Gott, denn ohne Gott wĂ€re nichts.
Und so ist Gott auch die ewige Ursache alles VergĂ€nglichen. Das heisst aber nicht, dass Gott alles verursacht. Gott ist die Quelle alles Guten, Wahren und Schönen. Gott ist nicht die Quelle des Bösen, der LĂŒge und des Leids. All das ist ein Potential des falschen Egos, aus dem sich gewissermassen die materielle Welt entwickelt, die dafĂŒr geschaffen ist, rebellischen Seelen die Erfahrung ihrer Rebellion zu ermöglichen.
Die Rebellion besteht darin, die ursprĂŒngliche Position des liebevollen Dieners Gottes zu verlassen, um den Wunsch zu verwirklichen, sich selbst zu dienen. DafĂŒr gibt es das falsche Ego, das eine Identifikation mit dem, was nicht wahr ist, ermöglicht. Und so taucht die Seele aufgrund ihrer durch Rebellion begonnenen Seelenwanderung tief in die illusionierende Energie ein, die die in sie eintauchenden Seelen verwirrt und bedingt.
Und dann unterliegt die Seele der TÀuschung. Sie glaubt, der Besitzer der Dinge und der Geniesser der Dinge zu sein. Sie glaubt, die materielle Natur und andere Lebewesen kontrollieren, ausbeuten, beherrschen und geniessen zu können. Das aber, was kontrolliert, ausbeutetet, beherrscht und geniesst ist nicht die Seele, sondern das falsche Ego, mit dem sich die Seele seit der scheinbaren Trennung von Gott identifiziert.
In Wirklichkeit aber ist Gott nicht nur der Höchste, sondern der einzige Besitzer, Herrscher und Geniesser, doch Er stellt es den Lebewesen, die von Ihm mit freiem Willen ausgestattet wurden, frei, ihren freien Willen zu benutzen. Und wenn sie wĂ€hlen, sich selbst zu dienen anstatt dem wahren Herrn, missbrauchen sie den freien Willen, um das zu erfahren, was nicht wahr ist, wodurch Leid entsteht und erfahren werden muss, denn das Gesetz des Karma sorgt dafĂŒr, dass die Auswirkungen jeder Tat, vor allem wenn sie ethische und moralische Aspekte hat, erfahren werden.
Gott hat also einen unpersönlichen, einen lokalisierten und einen persönlichen Aspekt. Der persönliche Aspekt ist die Höchste Persönlichkeit Gottes, und Er ist nicht nur die Quelle, sondern auch das letztendliche Ziel. Mit Seinem unpersönlichen und Seinem lokalisierten Aspekt kannst du keine persönliche Beziehung fĂŒhren. Eine persönliche Beziehung ist nur mit einer Persönlichkeit möglich, und um eine Beziehung aufzubauen, muss die Persönlichkeit anerkannt werden.
Wenn du also Gott nicht anerkennst, kannst du keine Beziehung zu Gott aufbauen, und ohne diese Beziehung bleibst du an die Illusion gebunden. Illusion heisst nicht, dass die Seelenwanderung nur ein Traum ist. Die Seelenwanderung ist real, genauso wie auch die Welten, durch die die Seele wandert, real sind. Die RealitÀt der Seelenwanderung ist aber nicht die Erfahrung der eigentlichen und höchsten ewigen Wirklichkeit der Seele, sondern die Erfahrung des Getrenntseins davon.
Die Seele rebelliert also gegen Gott und taucht dadurch in die Erfahrung von Dunkelheit ein, die die scheinbare Abwesenheit Gottes, der das Licht, das glanzvolle helle Leuchten und die Gesamtheit aller Strahlen ist, darstellt. Um die Dunkelheit zu beenden, musst du dich als rebellierende Seele wieder mit dem Licht verbinden, und das bedeutet, die Rebellion aufzugeben. Du gibst die Rebellion auf, indem du dich Gott wieder hingibst. Diese Hingabe ist der Weg und das Ziel. Es geht darum, die ursprĂŒngliche und somit natĂŒrliche Beziehung zu Gott zu erkennen und wiederherzustellen.
Gott ist eine Persönlichkeit, hat aber im Gegensatz zu den begrenzten Seelen unbegrenzte Aspekte und besitzt alle nur denkbaren positiven Eigenschaften in unbegrenztem Ausmass. Er ist die Quelle aller guten Eigenschaften. Gott ist nicht die Quelle schlechter Eigenschaften, denn alle schlechten Eigenschaften beruhen auf der Abwendung, Verleugnung und Trennung von Gott, sind also Ergebnisse des missbrauchten freien Willens. Quelle bedeutet, dass Ihm alles Gute, Richtige und Wichtige entspringt: die ewige spirituelle Welt und die vergÀnglichen materiellen Welten, die Zeit, der Raum, das Leben, die Lebewesen, die Materie, die Energien, das Bewusstsein, alle Universen und die Möglichkeit, alle Erfahrungen, die eine Seele machen möchte, zu erleben.
Als Persönlichkeit, der alles UrsĂ€chliche entspringt, und die somit die Ursache aller Ursachen ist, ist Gott nicht fĂŒr alles verantwortlich, was ist. Das ist ein wichtiger Punkt, denn wenn du dir darĂŒber nicht bewusst bist, machst du Gott fĂŒr alles, was dir nicht gefĂ€llt, verantwortlich. Er ist jedoch nicht fĂŒr das verantwortlich, was die Menschen, die sich von Ihm abgewendet haben, denken, fĂŒhlen und tun. DafĂŒr sind sie selber verantwortlich, und genau dafĂŒr gibt es den freien Willen: um eine Wahl und um Entscheidungen zu treffen. Wenn du Gott fĂŒr alle Misslichkeiten, Herausforderungen und Probleme verantwortlich machst, die von dir oder anderen Menschen herrĂŒhren, denen Gott egal ist und denen ihre eigene Verantwortung ebenfalls egal ist, dann machst du einen grossen Fehler, der dazu fĂŒhrt, dass du keine liebevolle Beziehung mit Gott fĂŒhren kannst.
Dann wirst du Ihm misstrauen. Du wirst wĂŒtend auf Ihn sein und an Seinen FĂ€higkeiten und Eigenschaften zweifeln, die in Wahrheit aber ĂŒber alles erhaben sind. Dabei projizierst du nur deine eigene Unvollkommenheit auf Gott. Das wiederum fĂŒhrt dazu, dass du auch zu dir selbst keine liebevolle Beziehung fĂŒhren wirst, denn da du deine eigene SchwĂ€che verdrĂ€ngst, indem du sie auf einen anderen oder gar auf Gott projizierst, verdrĂ€ngst du auch deine StĂ€rke, denn anstatt stark zu sein und deine SchwĂ€chen zu erkennen und in StĂ€rke umzuwandeln, bist du schwach, da du deine eigene SchwĂ€che anderen ĂŒberstĂŒlpst.
Das fĂŒhrt im Endeffekt dazu, dass du dich selber nicht achten kannst, und wenn du dich selber nicht achtest, kannst du auch keine liebevolle Beziehung zu dir haben. Dabei geht es nicht um narzistische Selbstliebe, sondern um die Identifikation mit dem, was du wirklich bist: das wahre Selbst.
Um eine liebevolle Beziehung mit Gott zu beginnen, könntest du den Selbstbetrug beenden. Werde wahrhaftig, erkenne deine eigenen Fehler und SchwÀchen an und wandle sie um. Verwandle SchwÀche in StÀrke, indem du alle schlechten Eigenschaften aufgibst und gute Eigenschaften annimmst und ausbildest. Arbeite an dir und werde zu einem besseren Menschen, der eine aufrichtige und liebevolle Beziehung zu seinem wahren und dem Höchsten Selbst hat.
Das ist die Voraussetzung fĂŒr jede Art von aufrichtiger und liebevoller Beziehung zu anderen, denn wenn du nicht in diesem Sinne wahrhaftig bist, wirst du immer wieder deine eigene UnfĂ€higkeit und SchwĂ€che auf den anderen projizieren, und der andere wird dir immer wieder deine eigene Unvollkommenheit spiegeln. Aus einer anfĂ€nglich schönen Beziehung wird somit regelmĂ€ssig eine leidvolle Erfahrung, da du nichts dafĂŒr tust, das Leid zu beenden, das du selber erzeugst.
Arbeite an dir und bitte Gott, dich zu begleiten und bei deiner Arbeit zu unterstĂŒtzen. Als Ăberseele, die in deinem Herzen weilt, beobachtet Er alles, was du bist, indem du denkst, fĂŒhlst und tust. Somit kennt er dich besser als jeder andere und vor allem noch besser als du dich selbst. Gleichzeitig ist Er dein Ăberselbst, das höchste Selbst, das dich stets anleitet und fĂŒhrt.
Du bist ein Funke Seines Bewusstseins, und so ist Gott dein Ăberbewusstsein. Gott leitet dich in dieser Funktion an, die Erfahrungen, die du machen willst, zu machen. Er leitet dich nicht nur an, sondern ermöglicht dir diese Erfahrungen, und zwar egal, ob du dir dessen bewusst bist, oder nicht. Er gibt dir, was du brauchst, und er gibt dir, was du verdient hast.
Wenn du an dir selber arbeitest und Gott bittest, dich bei deiner Arbeit zu unterstĂŒtzen, und du dich Ihm hingibst, wirst du Ihn kennenlernen wie Er ist. Er wird sich dir dabei in einem oder mehreren Seiner unterschiedlichen Aspekte zeigen, und so hast du die Chance, eine individuelle Beziehung zu Ihm aufzubauen und zu fĂŒhren. Du kannst Gott als Kind, als Vater, als Lehrer, als SchĂŒler, als Geliebten und als besten Freund erfahren und Ihm so individuell dienen. Welcher Art auch immer diese individuelle Beziehung ist: sie basiert auf echter, und das heisst reiner und somit selbstloser Liebe.
Wenn du Gott so kennenlernst, wie Er ist, und du dich gleichzeitig selber so kennenlernst, wie du bist, wird daraus eine aufrichtige und liebevolle Beziehung entstehen, die dein Leben grundsĂ€tzlich verĂ€ndert, da sie ihm tieferen Sinn verleiht. Der Sinn ist die aufrichtige und liebevolle Beziehung zu Gott, deinem höchsten Selbst und wahren Herrn. Daraus ergeben sich aufrichtige und liebevolle Beziehungen zu allen anderen Menschen, und somit ist das die Grundlage fĂŒr echten Frieden. Dann strahlt deine Aufrichtigkeit und Liebe in die Welt aus, und so wirst du die Welt nicht nur nachhaltig verĂ€ndern, sondern auch dich und andere heilen.
ICH BIN die Liebe zum höchsten Selbst, die ich freudig ausstrahle und selbstlos verteile.
Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie fĂŒr uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Ăberwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gÄ«tÄ und im ĆrÄ«mad-BhÄgavatam verkĂŒndet wird.
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