Spiegelgift – Die Entgiftung des gespiegelten Selbsthasses.

(M)Vorwort – Eine sanfte Einladung zum Hinschauen

Manche Texte wollen nicht einfach gelesen werden … sie wollen von uns gespürt werden.
Sie öffnen einen Raum, in dem Worte weniger erklären als erinnern. Dieser Beitrag von Olga ist eine solche Einladung: eine Einladung, still zu werden, den eigenen Atem wahrzunehmen und sich selbst mit einer Zärtlichkeit zu begegnen, die im Alltag oft verloren geht.

„Spiegelgift“ spricht von etwas, das viele Menschen kennen, ohne es benennen zu können: dem leisen Abdruck fremder Blicke, dem Gewicht von Bewertungen, die sich über Jahre in uns ablagern. Es geht um jene unsichtbaren Erfahrungen, die nicht laut schreien, aber dennoch Spuren im Inneren hinterlassen … im Körper, in der Haltung, im Gefühl, wie viel Raum man sich selbst erlaubt.

Dieses Vorwort möchte dich nicht vorbereiten im Sinne von erklären oder einordnen. Vielmehr lädt es dich ein, langsam zu lesen. Zwischen den Zeilen zu atmen. Vielleicht wirst du dich an manchen Stellen wiederfinden, vielleicht auch nur ahnen, was in dir mitschwingt. Beides ist richtig.

Der folgende Text ist kein Urteil und keine Diagnose. Er ist eine poetische Betrachtung über Heilung, über Rückkehr, über das Wiederfinden eines inneren Spiegelbildes, das frei ist von fremden Erwartungen. Lies ihn nicht mit dem Blick der Analyse, sondern mit dem Blick der Sanftheit … so, als würdest du einer vertrauten Stimme zuhören, die dir erlaubt, für einen Moment ganz du selbst zu sein.

Und wenn während des Lesens etwas in dir weich wird, etwas sich erinnert oder leise aufatmet, dann darf das genau so sein. Denn manchmal beginnt Veränderung nicht mit großen Entscheidungen, sondern mit einem einzigen Augenblick ehrlichen Sehens.

Rosi/esistallesda.de


Spiegel(ent)gift … Von Olga Skibicka

Wie dein Körper das Urteil anderer aufnimmt – und wie du zu deinem eigenen Spiegelbild zurückkehrst.

Es gibt Gifte, die nicht aus Nahrung kommen.

Sie kommen nicht aus Pestiziden oder Chemikalien.

Sie kommen aus Wahrnehmung.

Aus der Art, wie man dich gesehen hat. Oder nicht gesehen hat.

Aus dem Blick in den Augen eines Menschen, als du den Raum betreten hast. Aus einem Spiegel, der dir nur zeigte, wovor sie sich selbst fürchteten.

Diese Art von Gift ist still. Es verursacht keinen unmittelbaren Ausschlag. Es sickert in die Schichten unter deiner Haut — in dein Lymphsystem, deine Leber, deine Augen.

Denn der Körper verdaut nicht nur Nahrung.

Er verdaut Bedeutung.

Toxische Spiegelung als körperliche Last

In alten Medizinsystemen wie der Siddha-Lehre, der druidischen Tradition und der afrikanischen Gebärmutter-Wissenschaft wusste man, dass Urteil nicht nur ein soziales Erlebnis ist — es ist ein biologisches.

Jedes Mal, wenn dich jemand durch die Linse von Scham sah, hast du es geschluckt. Jedes Mal, wenn dein Körper verglichen, korrigiert, ignoriert oder kontrolliert wurde, begann sich der Spiegel zu verzerren.

Und dein Körper — loyal, weich, heilig — versuchte, sich anzupassen.

Leber: speichert unverarbeitete Scham.

Lymphe: wird träge durch ungelebte Trauer.

Augen: trüben sich, wenn du deine eigene Wahrheit nicht sehen darfst.

Gebärmutter: schließt sich, wenn Liebe immer an Bedingungen geknüpft ist.

Das ist keine Metapher.

Das ist die Anatomie des Spiegeltraumas.

Warum Frauen sich unsichtbar machen

Bevor Heilung beginnt, verschwinden viele Frauen instinktiv. Sie sagen Termine ab. Sie hören auf zu antworten.

Sie verstummen.

Nicht, weil sie nicht heilen wollen — sondern weil sie bestraft wurden, wenn sie sichtbar waren.

Als Kind konnte Sichtbarkeit Gefahr bedeuten.

Deine Schönheit wurde vielleicht verspottet.

Deine Wahrheit geleugnet. Dein Hunger beschämt.

Also erschuf der Körper Sicherheit, indem er sich auslöschte.

Diese Unsichtbarkeit wird zur zellulären Strategie.

Und sie bleibt… selbst wenn die Seele bereit ist zurückzukehren.

Darum kämpfen viele Frauen mit Gewichtszunahme, hormonellen Dysbalancen, trockener Haut, verschwommener Sicht — es ist nicht nur „physisch“. Es ist der Körper, der weiterhin Verstecken spielt mit einer Welt, die ihn nie richtig sehen konnte.

Den Zustand brechen: Die Rückkehr zum wahren Spiegel

Heilung beginnt in dem Moment, in dem du aufhörst, die Spiegel anderer zu benutzen. In dem Moment, in dem du erkennst, dass du nicht das bist, was dir zurückgeworfen wurde.

Deshalb praktizieren wir das Spiegelritual für zelluläre Identität:

1. Stell dich ohne Absicht vor den Spiegel.

2. Atme langsam in deinen Bauch.

3. Leg deine Hand auf dein Herz oder deine Gebärmutter.

4. Flüstere: „Ich sehe mich jetzt. Ich leihe mir ihre Augen nicht mehr.“

5. Bleib. Auch wenn Tränen kommen. Besonders dann.

Es geht nicht um Schönheit.

Es geht um Präsenz.

Darum, deinen Zellen ein neues Spiegelbild zu geben — eines, das nicht von ererbter Angst, generationellem Urteil oder medialen Lügen vergiftet ist.

Die zelluläre Wandlung

Wenn diese Arbeit getan ist, beginnen leise Wunder:

Deine Verdauung verbessert sich. Du fühlst dich weniger aufgebläht.

Du musst andere nicht mehr fragen, wer du bist.

Du hörst auf, dich zu beobachten — und beginnst, deinen Körper zu bewohnen.

Die Zellen erinnern sich.

Denn du bist zurückgekehrt.

Du warst nie das Problem.

Du wurdest nur durch Linsen gesehen, die zu schmutzig waren, um die Wahrheit zu spiegeln.

Das endet jetzt.

Diese Entgiftung hat nichts mit Nahrungsergänzung zu tun.

Sie ist heiliges Sehen.

Es geht darum, den Spiegel zu verändern — damit deine Zellen es auch können.“

🩷

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