Frauen bilden Kreise 🌕 Mark A. Shryock

Ich habe am 27. April um 23:36 Uhr über die Wesak-Vollmond-Meditation gepostet.
Der Beitrag ist noch keine zwei Tage online.

Bis jetzt gibt es 91 Kommentare – jeder einzelne von einer Frau.
659 Reaktionen – Likes und Herzen – und fast alle stammen von Frauen.

Einige von euch haben geschrieben, dass ihr euch von eurem eigenen Ort aus anschließen werdet. Das ist wunderschön und zutiefst heilig. Und doch zögere ich fast, darauf zu antworten.

Es gibt einen Grund, warum Warwoman – die weise Frau und Friedensstifterin der Cherokee – sich an einen heiligen Ort zurückzog, um mit Gaia in Verbindung zu treten und die Zukunft ihres Stammes zu erspüren.
Es gibt einen Grund, warum diese Energie traditionell von Frauen gehalten wurde – weil sie in einer einzigartigen Weise mit Gaia verbunden sind.

Wenn Frauen im Kreis zusammenkommen – wenn sie unter einem Vollmond auf der Erde sitzen oder gemeinsam tanzen – entsteht eine besondere Kraft. Eine tiefe, nährende Energie, die aus der Erde selbst aufsteigt und sich in die Welt hinein ausbreitet.

Als Mann kann ich diese Verbindung nicht auf die gleiche Weise erfahren.
Ich kann Energie aus dem Kosmos aufnehmen und weitergeben – doch diese direkte, verkörperte Verbindung zur Erde, wie sie Frauen erleben, ist anders.

Und genau darin liegt ein wesentlicher Unterschied.

So wie wir alle gemeinsam die Energie eines Vollmondes verstärken können – auch über Distanz hinweg – so geschieht etwas Besonderes, wenn Frauen sich im Kreis versammeln:
Eine kraftvolle, verbindende Energie entsteht, die weit über den Moment hinaus wirkt.

Eine uralte Form des Miteinanders

Frauen haben sich seit jeher im Kreis ausgetauscht.
Nicht in linearen Strukturen, nicht mit einer Person, die spricht, während alle anderen zuhören.

Sondern im Kreis:
–> miteinander sprechend
–> sich gegenseitig zuhörend
–> Erfahrungen teilend
–> lachend
–> weinend
–> gemeinsam tragend

Ein Raum, in dem Tiefe entstehen darf.
Ein Raum, in dem Wahrheit sich zeigen kann.

Archäologische Funde zeigen, dass Menschen bereits vor über 30.000 Jahren in Kreisen zusammenkamen, um Rituale zu begehen und spirituelle Erfahrungen zu teilen.
In vielen indigenen Kulturen gab es Orte wie Mondhütten oder „Rote Zelte“, in denen Frauen zusammenkamen, um zu ruhen, zu heilen und Wissen weiterzugeben.

Diese Kreise waren keine Randerscheinung … sie waren ein zentraler Teil des Lebens und der Weitergabe von Weisheit.

Der Bruch – und die Rückkehr

Vor etwa 6.000 Jahren begann sich etwas zu verändern.
Lineares Denken trat in den Vordergrund.
Hierarchien ersetzten Kreise.

Wissen wurde nicht mehr gemeinsam getragen,
sondern von oben nach unten weitergegeben.

Der Kreis wurde zunehmend aufgelöst.

Und später – besonders zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert – wurden Frauen, die sich versammelten, heilten oder spirituelle Räume hielten, verfolgt.
Viele wurden ausgegrenzt, unterdrückt oder sogar getötet.

Das freie Zusammenkommen im Kreis …
unter freiem Himmel, unter dem Mond …
war lange Zeit nicht möglich.

Und doch: Ihr kommt wieder zusammen

Und jetzt … hier seid ihr.

Ihr versammelt euch wieder.
In Gesprächen.
In Gruppen.
Online.
Im echten Leben.

Was hier geschieht, ist Teil einer Rückkehr.
Einer Erinnerung.

Es zeigt, wie tief diese Verbindung noch immer in euch verankert ist.

Die Kraft gemeinsamer Kreise

Die Psychiaterin Jean Shinoda Bolen beschreibt in ihrem Buch „The Millionth Circle“, dass eine kritische Anzahl von Frauenkreisen einen Wendepunkt für die Menschheit darstellen kann.

Ihre Botschaft war klar:
Frauen müssen nicht um Erlaubnis bitten, um sich zu versammeln.

Was Einzelne nicht bewirken können … kann im Kreis entstehen.

Ein Kreis nach dem anderen.
Bis ein Punkt erreicht ist, an dem sich etwas grundlegend verändert.

Einladung

Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, sich wieder im Kreis zu begegnen.

–> zuzuhören
–> zu teilen
–> präsent zu sein

Nicht als Ritual im klassischen Sinne, sondern als lebendige Erinnerung an etwas, das immer da war.

Ein Raum, in dem Verbindung entsteht … mit sich selbst, miteinander und mit dem Leben.

In Wertschätzung und Verbundenheit 🌕✨

Mark Shryock auf Facebook

© Übersetzung Rosi

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