Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint …
„Der Stein und ich sind eins.
Der Stein wirkt fest, undurchdringlich und unbeweglich.“
So sprach der Meister zu der Träumenden, während seine Hand liebevoll über den Sand strich, in dem ein kleiner Stein ruhte.
Die Träumende legte ebenfalls ihre Hand in den Sand, um zu erspüren, was der Meister wahrnahm.
Behutsam hob er den Stein auf.
Er hielt ihn in seiner Hand, hob ihn dem Himmel entgegen und betrachtete ihn voller Liebe.
Während sie ihn beobachtete, geschah etwas Erstaunliches.
Der schlichte graue Stein verwandelte sich vor ihren Augen in einen leuchtenden Rubin.
Ein kristallines Juwel von großer Schönheit.
Das Licht schimmerte in seinem Inneren und strahlte aus ihm hervor – doch nur solange der Stein in den Händen des Meisters lag.
„Der Stein und ich sind eins“, sagte der Meister.
„Im Boden ruht er feucht, still und scheinbar leblos.
Doch in meiner Hand – in der Hand der Liebe – offenbart er seine wahre Natur.
Er wird zu einem kostbaren Edelstein, der gar nichts anderes sein kann als wunderschön.
Die meisten Menschen gehen achtlos an einem gewöhnlichen Stein vorbei.
Doch jeder begehrt den kostbaren Rubin.
Sie möchten ihn besitzen – nicht wirklich würdigen.
Dabei gibt es nur ein einziges einfaches Gesetz der Liebe, das verstanden werden will:
Liebe den Stein, bevor du erkennst, dass er ein Rubin ist.“
Und ich sage euch, geliebte Schwestern und Brüder:
Wenn ihr Heiler sein möchtet …
wenn ihr Lehrer sein möchtet …
dann seid zuerst Liebende.
Steht als Liebende vor dem Altar Gottes – und dieser Altar ist nichts anderes als die Welt, so wie sie euch begegnet.
Wenn ein Mensch zu euch kommt, dann schaut nicht nur auf seinen Schmerz.
Nicht auf seine Verletzungen.
Nicht auf seine Verwirrung oder das Gefühl seiner Getrenntheit.
Schaut hindurch.
Seht.
Spürt.
Fühlt.
Erkennt die kostbare Seele, die euch mit ihrer Gegenwart beschenkt.
Und haltet den Raum – für euch beide.
Haltet ihn mit Liebe.
So, wie ihr einen unscheinbaren Stein in euren Händen halten würdet, bis sich darin der Rubin offenbart.
Es ist mir eine Ehre, dieses Geschenk mit euch zu teilen.
Denn wenn ihr mit den Augen der Liebe schaut, werdet ihr unendlich viel mehr erkennen, als ihr euch heute vorstellen könnt.
Danke.
Ich liebe euch von ganzem Herzen.
Nachtrag
Es sind eure Liebe, eure Achtung, eure Ehrfurcht und eure Freude, die jene Steine und Kristalle, mit denen ihr euch verbunden fühlt, gleichsam zum Leuchten bringen.
Darin lebt das Erbe von Lemurien und Atlantis weiter – frei von Besitzdenken, spiritueller Überheblichkeit und dem Wunsch, Macht über andere auszuüben. Gerade diese Haltungen waren es, die einst zum Niedergang jener Kulturen beigetragen haben sollen.
Die eigentliche Kraft liegt nicht im Stein selbst.
Sie entsteht durch eure innere Beziehung zu diesen göttlichen Gaben der Neuen Erde – Ausdruck eines Wandlungsprozesses, der Form angenommen hat.
In dieser Verbindung spiegelt sich zugleich das Versprechen eurer eigenen Verwandlung.
Denn während ihr euch liebevoll mit dem Stein verbindet, vollzieht sich auch in eurem eigenen göttlichen Wesen ein tiefgreifender Wandel.
Stein und Knochen …
Worin besteht letztlich der Unterschied?
Könnt ihr dieselbe Liebe, dieselbe Ehrfurcht und dieselbe Wertschätzung, die ihr einem Stein entgegenbringt, auch eurem eigenen Körper schenken?
Euren Knochen, die ihr – aus höchster Bewusstheit – für euren Weg auf der Erde erschaffen habt?
Vielleicht beginnt genau dort die tiefste Form der Heilung:
Wenn ihr erkennt, dass auch ihr selbst ein kostbarer Edelstein seid – verborgen unter einer scheinbar gewöhnlichen Hülle.
„Liebe den Stein, bevor du erkennst, dass er ein Rubin ist.“
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