Andere inspirieren und begleiten. Nicky Hamid

Vor allem gilt: Wenn du in deinem eigenen Licht bist, ganz präsent und bei dir selbst, dann hast du den Menschen, mit denen du zusammen bist, bereits das größte Geschenk gemacht, das du ihnen schenken kannst.

In deinem Gesichtsausdruck, deinem Lächeln, durch deine Augen und aus deinem Herzen fließt eine besondere Kraft. Es ist die Magie des natürlichen Flusses des Lebens. Selbst wenn andere sie nur für einen kurzen Moment wahrnehmen, erkennen ihre Herzen sie.

Deshalb gibt es im Grunde nichts zu tun und nichts, was unbedingt gesagt werden müsste. Das Geschenk geschieht ganz von selbst. Es kann ungesehen und ungehört bleiben und dennoch von Herz zu Herz gespürt werden.

Als ich vor über fünfzig Jahren begann, als Berater und Therapeut zu arbeiten, fasste ich einen Entschluss. Ich wollte darauf vertrauen, dass meine Ausbildung vom Universum getragen wird. Ich wollte darauf vertrauen, dass die Menschen, die zu mir kommen, genau das mitbringen, wobei ich ihnen helfen darf. Und ich wollte darauf vertrauen, dass alles, was ich sage oder tue, zum größtmöglichen Wohl aller Beteiligten geschieht.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass dieses Vertrauen jemals enttäuscht worden wäre.

Es brauchte kein festes System, keine Theorie und kein starres Konzept. Ich vertraute darauf, dass das Leben selbst mein Lehrer ist und dass die Menschen, die zu mir kommen und bis heute kommen, ebenfalls meine Lehrer sind.

Ist das nicht wunderschön? Wie erstaunlich sind diese Menschen!

Kein Wunder, dass ich Ehrfurcht vor unserer göttlichen Natur empfinde. Sie richtet ihren Blick nicht auf menschliche Schwächen, sondern erkennt vor allem die Stärke des menschlichen Geistes.

Ich glaube, der Schleier besteht letztlich nur darin, dass wir der unfreundlichen Lüge geglaubt haben, wir seien nicht gut genug und könnten uns selbst nicht vertrauen. Doch damit verleugnen wir unsere göttliche Natur und unsere schöpferische Kraft.

Es gab Momente, in denen ich selbst erschrak über das, was ich Menschen sagte. Manchmal sagte ich ganz direkt: „Werde erwachsen. Nimm dein Leben selbst in die Hand, statt dich ständig als Opfer zu sehen.“ Und dann schickte ich sie wieder hinaus ins Leben.

Natürlich hatte ich oft Zweifel. Auch heute achte ich aufmerksam darauf, wenn mein Ego sich zeigt. Das gehört zum Menschsein dazu.

Wirklich bei einem anderen Menschen zu sein bedeutet vor allem, den gegenwärtigen Moment miteinander zu teilen. Nicht vorher zu planen, was geschehen soll, nicht festzulegen, wie die Begegnung verlaufen muss, und auch nicht das Ergebnis vorwegnehmen zu wollen.

Du kümmerst dich um deinen Weg und lässt den anderen seinen gehen.

Wenn jemand deine Gegenwart wieder verlässt, braucht es keine lange Analyse dessen, was geschehen ist. Es genügt, zu vertrauen, in Liebe zu bleiben und Dankbarkeit dafür zu empfinden, diesem Menschen begegnet zu sein.

Was ich sagen möchte, ist Folgendes:

Wenn du liebst, offen bist, dir selbst vertraust und darauf vertraust, dass dein Gegenüber dir zeigt, was gerade gespiegelt werden möchte, dann gibt es keinen Grund, Angst davor zu haben, etwas Falsches zu sagen.

Du wirst immer das Richtige tun – selbst wenn dein Gegenüber sich ärgert, die Tür zuschlägt, in Tränen ausbricht oder dich voller Dankbarkeit umarmt.

Die Kraft der Liebe wirkt Wunder, auch wenn ihr euch danach nie wieder begegnet.

Immer wieder durfte ich erleben, wie sich Menschen durch diese Form der Selbstermächtigung tief verwandelt haben – manchmal erst zwanzig oder dreißig Jahre später.

Liebe ist niemals vergeblich.

Sie ist Wahrheit. Sie ist der Beweis für die unerschöpfliche Energie des Lebens.

Du bist die verkörperte Liebe.

Darum ist dir so viel möglich.

Wenn du die Kraft deiner eigenen inneren Freiheit wirklich erkennst, dann schenkst du sie anderen allein durch deine Gegenwart.

Dieses Wissen und diese Liebe sind eine sich ausdehnende Energie, die das Gleiche im Herzen eines anderen Menschen berührt und zum Leuchten bringt.

Du musst keine Angst mehr vor deinem Ego haben, wenn du lernst, es als Freund anzunehmen.

Du hast gelernt, achtsam zu sein.

Das Ego ist ein wertvoller Beschützer. Es hilft uns, unseren eigenen inneren Prozess immer wieder bewusst wahrzunehmen.

Leuchte und teile dein wahres Sein mit der Welt, lieber Freund, liebe Freundin.

Ich liebe euch von ganzem Herzen. ❤️

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Grafik: Warum wirke ich so klein, obwohl ich mich innerlich so groß fühle?