Gehe deinen eigenen Weg. Greg Grzybowski

Geliebte Seelen,

vor zwei Jahren, am 1. August 2024, habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, sich von den Meinungen und Urteilen anderer zu lösen.

Heute kehrt diese Botschaft zu mir zurück und trägt eine noch tiefere Erkenntnis in sich.

Irgendwann kommt auf jedem Lebensweg der Moment, in dem wir erkennen, dass die Wahrnehmung anderer Menschen nicht bestimmt, wer wir wirklich sind.

Jeder sieht uns durch die Brille seiner eigenen Erfahrungen.

Durch seine Verletzungen.

Seine Überzeugungen.

Seine Ängste.

Seine Erwartungen.

Seine Prägungen.

Und durch das Bewusstsein, das ihm in diesem Augenblick zur Verfügung steht.

Genauso betrachten auch wir andere Menschen, solange wir uns dieser Mechanismen noch nicht bewusst geworden sind.

Das macht keine Seele besser oder schlechter als eine andere.

Es erinnert uns lediglich daran, dass jeder Mensch die Welt aus seinem eigenen Bewusstseinszustand heraus wahrnimmt.

Deshalb musst du nicht jeden davon überzeugen, dich zu verstehen.

Du musst nicht jede Veränderung rechtfertigen, die in dir geschieht.

Du brauchst weder die Zustimmung deiner Familie noch deiner Freunde, deiner Gemeinschaft oder der Gesellschaft, um immer mehr du selbst zu werden.

Das bedeutet jedoch nicht, jede Stimme, die dich hinterfragt, grundsätzlich zurückzuweisen.

Wahre innere Freiheit bedeutet nicht, nicht mehr zuzuhören.

Sie bedeutet, aufmerksam zuhören zu können, ohne dabei die Verbindung zu deiner eigenen inneren Wahrheit zu verlieren.

Manchmal steckt in den Worten eines anderen echte Weisheit.

Manchmal spiegeln sie lediglich dessen eigene Projektionen wider.

Und manchmal ist beides zugleich enthalten.

Bewusstsein hilft uns, den Unterschied zu erkennen.

In den vergangenen zwei Jahren ist diese Botschaft für mich noch weiter gereift.

Wir sind nicht hier, um andere nach oben zu ziehen.

Wir sind hier, um unsere eigene Wahrheit, Liebe, Integrität und Präsenz so vollständig zu leben, dass andere sich dadurch an ihre eigene Wahrheit erinnern können.

Das bedeutet, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Nicht, indem wir verkünden, erwacht zu sein.

Nicht, indem wir andere als schlafend bezeichnen.

Nicht, indem wir uns über andere stellen.

Sondern indem wir ein Licht auf den Weg halten, damit jeder, der weitergehen möchte, den nächsten Schritt erkennen kann.

Manche werden dich sofort verstehen.

Andere werden Fragen stellen.

Wieder andere werden Widerstand leisten.

Einige werden dich nur ein kurzes Stück begleiten.

Und manche werden einen völlig anderen Weg wählen.

Lass sie.

Denn Liebe verlangt keine Gleichheit.

Liebe verlangt keine Übereinstimmung.

Und Bewusstsein verlangt nicht, dass andere die Wirklichkeit genauso sehen wie du.

Vielleicht ist eines der schönsten Zeichen inneren Erwachens, dass wir anderen ihren eigenen Weg lassen können.

Ihr eigenes Tempo.

Ihre Fragen.

Ihre Erfahrungen.

Ihre Entscheidungen.

Während wir gleichzeitig fest in unserer eigenen Wahrheit verwurzelt bleiben.

Heute gibt es unzählige Stimmen, die uns sagen wollen, was wir glauben sollen, wem wir vertrauen dürfen, wovor wir Angst haben müssen und was angeblich wahr ist.

Deshalb braucht es mehr denn je innere Unterscheidungskraft.

Beobachte.

Höre zu.

Fühle.

Frage nach.

Lerne.

Bleibe demütig genug, deine Sicht zu verändern, wenn sich dir eine tiefere Wahrheit zeigt.

Und sei zugleich mutig genug, zu deiner Wahrheit zu stehen, wenn dein Herz etwas anderes weiß als die Mehrheit.

Vor allem aber: Lebe das, was du erkannt hast.

Denn die größte Lehrerin war nie die lauteste Stimme.

Es war immer das gelebte Beispiel.

Dein innerer Frieden lehrt.

Deine gesunden Grenzen lehren.

Dein Mitgefühl lehrt.

Deine Integrität lehrt.

Deine Bereitschaft, Fehler einzugestehen, lehrt.

Deine Treue zu dir selbst lehrt.

Und deine Fähigkeit, einen anderen Menschen zu lieben, ohne ihn verändern zu wollen, ist vielleicht die kraftvollste Lehre überhaupt.

Gehe deinen eigenen Weg.

Lass andere ihren gehen.

Und wenn sich eure Wege begegnen, dann möget ihr euch nicht als Erwachte und Unerwachte begegnen.

Sondern einfach als Seelen, die sich auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Zeiten an ihr wahres Wesen erinnern.

Ich liebe dich.

Ich liebe euch alle so, wie ich mich selbst liebe.

Frei.

Ehrlich.

In innerer Souveränität.

Und bedingungslos.

Om Shanti Om.

Namasté.

Sat Nam.

Om Shanti Om – Friede sei mit dir. Tiefer innerer und äußerer Frieden.

Namasté – Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.

Sat Nam – „Wahre Identität“ oder „Die Wahrheit ist mein Wesen“.

Soother of Souls – Tröster der Seelen oder Begleiter der Seelen.

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© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de