Boris Pistorius spielt den singenden Widerstandskämpfer.
SPD und Grüne steigen mit der Linkspartei ins schmutzige Bett.
Die CDU ist todgeweiht. Und Lars Klingbeil braucht mal wieder Geld.
Viel Spaß mit Simone Solga, in ihrem Bettchen,
Folge 237.
https://www.youtube.com/@SolgaTV
Willkommen in meinem Bettchen und ich möchte heute mal Werbung machen für den Musicalstandort Deutschland. Wir haben ja jetzt neben Starlight Express und König der Löwen ein neues Erfolgsmusical: „Boris auf der Sprudelkiste“. Uraufführung war diese Woche in Berlin durch das Bauerntheater Rote Lümmel e. V.
Die Story geht total ans Herz. Die Bundestagsfraktion der SPD erfährt, dass in Sachsen Anhalt ein AfD Mann zum Landtagspräsidenten gewählt wird. Da befällt die Genossen große Panik. Sie marschieren spontan mit betretenen Gesichtern durchs Brandenburger Tor zum Bebelplatz und demonstrieren für eine heile rote Welt. So spontan machen die das, dass sie sogar sauber ausgedruckte Protestschilder dabei haben. Auf einem stand: „Wir lassen Sachsen Anhalt nicht im Stich.“ Was ich ziemlich lustig finde, denn Sachsen Anhalt hat ja bei der Wahl die SPD im Stich gelassen.
Liebe Sozialdemokraten, ich glaube, die Leute dort wollen von euch einfach nur in Ruhe gelassen werden.
Das Highlight der SPD Musicalshow: Verteidigungsminister Boris Pistorius steigt auf eine umgedrehte Sprudelkiste und trällert die Nationalhymne. Bundesminister als tapferer Widerstandskämpfer gegen das gewählte Parlament eines deutschen Bundeslands. Das ist mal was Neues. Das gab es so bisher in noch keinem Musical. Und das alles, während seine Parteifreunde in Berlin mit der SED, pardon, mit der Linken verhandeln, wie viel Prozent Antisemitismus die Linken weiterhin ausüben dürfen. Und Pistorius jodelt dazu die Hymne auf seiner Kiste.
Ich kannte es ja eher so, dass man bei einem Sprudelkasten die Flaschen hineinstellt und nicht oben drauf. Jedenfalls, die Sprudelkiste von Pistorius wird wohl die erste sein, auf der kein normales Pfand ist. Nein, auf dieser Kiste ist des Glückes Unterpfand. Da sage ich nur: Statt Einigkeit und Recht und Freiheit gibt es bei der SPD Medium und Still und Classic.
Die SPD und die Grünen in Berlin haben sich ja dann auch darauf geeinigt, es mal mit Sondierungen zu versuchen, und dafür haben unsere Berufsverfassungsfreunde mit der Linkspartei eine beinharte Vereinbarung getroffen. Sobald ein Linker antisemitisch ausfällig wird, gibt es erst mal ein Meeting der drei Parteispitzen. Und wenn die sich dann nicht einigen, wird eine Expertenkommission eingesetzt. Also in einfacheren Worten: Bei Judenhass Stuhlkreis.
Ich finde das alles eigentlich angenehm ehrlich von der SPD und den Grünen. Endlich Schluss mit der blöden moralischen Heuchelei. Sobald man richtig Macht bekommen kann, da fliegt das ewige Geschwätz von „Nie wieder“ hurtig aus dem Fenster. Da weiß man jetzt wenigstens, woran man bei diesen Läden ist. Vorher konnte man es ja nur stark ahnen.
Blöd ist halt, ich habe es schon mal gesagt, damit haben SPD und Grüne den moralischen Mörtel, der die Brandmauer zusammenhält, mal eben gründlich rausgemeißelt. Weg mit dem Mist. Ist gut zu wissen, denn es gibt ja neben den Juden auch noch andere Gruppen und Minderheiten, die der SPD und den Grünen angeblich extrem am Herzen liegen. Schwule, Lesben, Transpersonen, Frauen, Behinderte und viele andere mehr. Und jeder Angehörige einer solchen Gruppe sollte sich jetzt vielleicht mal fragen: Wenn SPD und Grüne schon sofort umkippen, wenn es den Juden an den Kragen geht, wie stabil werden die dann bleiben, wenn meine Gruppe Ärger hat? Ich glaube, die Antwort kann sich jeder ohne allzu hartes Grübeln selber denken.
Und wo wir gerade bei leeren Worten sind: CDU und SPD hatten ja diese Woche wieder Krisensitzung. Also, ich habe ja mal nachgeguckt, seit diese sogenannte Regierung ihre sogenannte Arbeit aufnahm, hatten CDU und SPD schon circa zehn Krisenmeetings. Zehnmal schon haben sie jeweils im letzten Moment beschlossen, dass sie sich nicht scheiden lassen wollen, auch wenn die Ehe eigentlich vom ersten Tag an vollständig zerrüttet war. Diese Woche wieder dasselbe. Man merkt, dass man es nicht zusammen kann, aber für eine Trennung haben beide nicht die Eier.
Und ich kann es verstehen. Die SPD hat ja offenbar das eine große Ziel, die CDU durch konsequente Blockaden beim Wähler zum Deppen zu machen. Aber die CDU steht immer noch bei etwas über 17 Prozent. Na, sagen sich Klingbeil und Bas natürlich, hier geht noch mehr, die drücken wir auf 13 und dann gibt es endlich Rot Rot Grün, die Remo Republik Deutschland.
Ja, die CDU hat einen ganz anderen Grund, sich an die SPD zu klammern, während sie von ihr pausenlos verdroschen wird. Die CDU, so leid es mir tut, aber eigentlich tut es mir nicht wirklich leid, die CDU steht vor dem Untergang. Wenn diese Partei ein Patient wäre, also dann würde das Krankenhaus jetzt die Familie anrufen und sagen: „Bitte kommen Sie zum Abschiednehmen. Es kann jetzt nicht mehr lange dauern. Es gibt auch leider keine Rettung mehr.“
Entweder die CDU setzt weiter auf die Roten und die Grünen, dann läuft ihr noch der letzte Wähler weg, oder sie öffnet sich zur AfD, dann zerbricht der Laden völlig und Daniel Günther kriegt endlich offiziell sein grünes Parteibuch. Ja, für die CDU ist jetzt Game over. Friedrich Merz will das Unvermeidliche natürlich noch ein bisschen rauszögern und darum klammert er so. Dieses Verdrängen ist ganz menschlich. Und da kann man sich doch freuen, dass Friedrich Merz mit seinem Kopf im Sand endlich mal eine menschliche Regung zeigt.
Manchmal werde ich diese komische Regierung, manchmal werde ich sie schon vermissen, vor allem wegen Lars Klingbeil. Der Bundesfinanzminister hat seit seinem Amtsantritt 188.000 Euro für sein Styling ausgegeben. Gut, das Geld kann er sich leicht zurückholen, denn wenn man sich den so anguckt, also stylingmäßig wurde an dem Mann keinerlei Leistung erbracht.
Es gibt ja viele Mittelalterfans, die gern auf solche Mittelaltermärkte gehen. Das brauchen die jetzt gar nicht mehr. Wir haben wieder einen Feudalismus wie zur schönsten Ritterzeit. 188.000 Euro, bezahlt von Ihnen und von mir. Ich frage mich nur, warum eigentlich? Warum können diese Leute sich nicht selber schminken und föhnen? Und warum macht so ein Klingbeil nicht stattdessen Sport? Dann muss er sein Doppelkinn nicht mehr so teuer retuschieren lassen. Klingbeil könnte doch, ja doch, ja, soll er joggen gehen, jeden Tag zehnmal zum Kühlschrank und zurück. Das muss doch drin sein, oder?
Er macht es wie seine alte Freundin Saskia Esken und lässt sich das Gesicht mit Epoxidharz fixieren. Dann hat man zwar immer denselben Gesichtsausdruck, aber es spart Zeit und Geld. Aber mit dem Geld kann Klingbeil leider eben nicht so gut umgehen. Darum erfindet er fast täglich neue Steuern. Immer nach dem Motto: Leistung muss sich lohnen, vor allem für den Staat.
Aber erst mal braucht Klingbeil natürlich mehr Beamte für seine beiden Lieblingsprojekte, die neue Zuckersteuer und die neue Plastiksteuer. 1.000 neue Erntehelfer braucht er da. Genau die richtige Botschaft, nachdem unsere Regierung seit eineinhalb Jahren davon schwafelt, wie gründlich sie jetzt die Bürokratie abbaut. Kosten für die neuen Beamtenstellen: 74 Millionen Euro im Jahr. Daneben wirkt Meister Klingbeils Styling ja wie ein echtes Schnäppchen.
Aber man muss es positiv sehen. Immer mehr Menschen fühlen sich von niemandem gebraucht. Zu Unrecht. Klingbeil braucht uns alle. Genauer, er braucht unser Geld. Also, falls Sie einsam sind, gucken Sie auf Ihre Steuerbelege und fühlen Sie sich wieder als Teil einer großen Familie, einer großen Familie von Kühen, die gemolken werden, bis das Euter reißt.
Mit diesem schönen Bild im Kopf bitte ich Sie: Halten Sie mich, drücken Sie den Gefällt mir Knopf, drücken Sie den Aboknopf. Wo Sie mich demnächst finden: in Langen, Bad Waldsee, Zeitz, Kaarst, Mönchengladbach, Hamburg, München, Gröbenzell, Düsseldorf, Güstrow, Aschersleben, Frankfurt am Main, Nagold und Berlin. Und da schon nachmittags, damit abends frei ist.
Ich wünsche Ihnen ein gut gestyltes „Gut Nacht, Deutschland“.
© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung I Übersetzung

