Über Mitgefühl. Nicky Hamid

(insbesondere für „HeilerInnen“)

Einige von euch werden das nicht mögen, denn ein/e „Empath/in“ zu sein wird oft mit großem Stolz getragen – und leider auch mit einem starken Gefühl von Märtyrertum. Etiketten können sehr schwächend und entmächtigend sein.

Wenn mich jemand um Hilfe bittet, möchte ich mit euch teilen, wie ich mich bewusst dafür entscheide, kein „Empath“ zu sein – und dennoch diese wunderbare Fähigkeit bewahre, einen Weg im Schuh des anderen zu gehen.

Ich bin bei mir. In Frieden.
Und wenn ich beschreiben würde, wo ich gerade stehe, würde ich jedem sagen:
Was immer ich fühle – dafür bist du nicht verantwortlich. Und ich möchte, dass du weißt: Meistens fühle ich mich gut.

Und wenn du dich gerade nicht gut fühlst, bitte fühle dich nicht schlecht darüber, dass ich nicht mit dir mitleide oder mitempfinde in deinem Nicht-gut-Sein. Denn so wäre ich dir keine große Hilfe. Und ich könnte auch nicht die Wahrheit dessen fühlen, wer du wirklich bist.

Statt Empathie oder Sympathie wirst du von mir Mitgefühl erfahren.

Doch was ist der Unterschied zwischen Sympathie, Empathie und Mitgefühl?

Empathie bedeutet, dass ich meine ungeteilte Aufmerksamkeit auf das richte, was du sagst und fühlst – so lange, bis ich lange genug dort verweile oder deinen Schmerz stark genug fühle, dass dieselbe Schwingung, in der du bist, auch in mir ist.
Dann werden wir eins in unserer Dysfunktion und Trennung.
Ich bin so sehr bei dir, dass ich fühle, was du fühlst.

Das ist Empathie – und sie schließt ihre frühere Begleiterin ein: Sympathie
(„Oh, du armes Ding“).

Lass mich nun das Erleben von Mitgefühl etwas langsamer entfalten.

Mitgefühl ist:
Ich sehe dich. Ich sehe die mächtige Seele, die du in Wahrheit bist, die diese Erfahrung lebt, die du gewählt hast, um zu entdecken, wer du wirklich bist. Und ich liebe und ehre dich zutiefst.

Und ich bin vollständig präsent, verliebt ins Leben, verbunden mit ihm und von ihm berührt.
Und auch wenn du schwingungsmäßig gerade nicht an dem Ort bist, den du verdienst – und der in Wahrheit du selbst bist –, fokussiere ich mich nicht auf den Ort, an dem du gerade stehst. Ich steige nicht mit ein. Du wirst nicht zu meiner Rechtfertigung, selbst nicht in Ausrichtung zu sein.

Ich entscheide mich, in Ausrichtung mit der Quelle zu bleiben.
Ich bleibe in Ausrichtung mit dem, was ich wirklich bin.
Und ich richte meine Aufmerksamkeit dennoch auf dich – weil ich dich liebe.
Und gleichzeitig liebe ich, was ich bin.

Du siehst dein Problem – ich sehe deine Lösung.
Du siehst, was falsch ist – ich sehe, was besser ist.
Du magst dich nicht – ich liebe dich.
Du verurteilst dich – ich sehe nur dein Licht.
Du bist wütend auf die Welt oder hast Angst vor ihr – ich liebe die Welt und umarme sie.
Du hast vergessen – ich erinnere mich.

Wir sind im selben Raum und machen doch sehr unterschiedliche Erfahrungen.
Das ist es, was ich mit dir teile.

Du kannst mich nicht erschöpfen, denn ich gebe dir meine Macht nicht.
Ich wünsche mir nur, dass du deine eigene findest.

Indem ich meine Präsenz teile, kannst du deine eigene erkennen.

Die Tore der bedingungslosen universellen Liebe stehen für immer offen.
Und wenn ich mein eigenes Feld kenne und mich beständig bewusst ausrichte, kann ich mich von dir entfernen, ohne meine Liebe zurückzuziehen.

Ich liebe dich zutiefst.

https://www.facebook.com/nicky.hamid.5

© Übersetzung Rosi https://www.esistallesda.de

Grafik: EMPATH
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