Isabelle: Ich hab lange gewartet mit diesem Text und noch länger auf den Infos herumgekaut, weil ich immer dachte, da kommt noch was. Das war es noch nicht. Ich kann die Botschaft vor allem noch nicht wirklich greifen.
Merlin: Du hast einen dramatischen Paukenschlag erwartet mit Boom, Bang und Lichtfunken?
Isabelle: Ein bisschen. 😉
Merlin: Die Veränderungen sind enorm, die Schritte, die ihr gerade macht, sind riesig. Aber dennoch geschieht all das für euch eher subtil, kaum merklich.
Isabelle: Zumindest nicht mit Pauken und Trompeten und Lichtshow, nein.
Merlin: Schau dir an, was du alles schon hinter dir gelassen hast, was von selbst abgefallen ist, dein Leben verlassen hat. Und was beim Zurückblicken auch wirklich nichts mehr mit dir zu tun hat. Es wirkt weit entfernt, wie ein anderes Leben, und das ist es auch. Du bist neu. DU. ECHT.
Isabelle: Die Botschaft war auch: I am what I am. Der Satz bewegt etwas in einem, kratzt etwas frei, bringt es ins Schwingen. Klang spannend! Bedeutungsvoll.
Merlin: Das ist es auch, aber noch einmal: Nur weil etwas Kraft hat – und der Satz „I am who I am“[1] hat Kraft! –, muss es nicht laut daherkommen. Ihr registriert die Veränderungen in euch dadurch, dass ihr anders agiert, reagiert, denkt, fühlt. Ihr werdet generell auch entspannter.
Isabelle: Entspannter. Oder aber emotionsloser? Teilweise reagiere ich für mein Empfinden fast abgebrüht.
Merlin: Nein, du bist nur keine Dramaqueen mehr, die ihre und die Energie anderer unnötig aufpeitscht.
Mit „emotionslos“ spielst du auf deine Reaktion auf den Tod deiner Großmutter an. Aber ich frage dich: Ist er denn schlimm?
Isabelle: Nein, überhaupt nicht.
Merlin: Warum sich dann künstlich in eine emotionale Krise hineindenken?
Isabelle: Hineindenken?
Merlin: Ja, denken. Denn wenn du in dich fühlst, ist da …?
Isabelle: Ruhe. Freude für sie, dass sie den kranken Körper verlassen konnte. Ich hab sie nach ihrem Übergang in ihren geliebten Bergen gesehen, sie hat gelacht und getanzt, weil sie es endlich wieder konnte. Da ist Erleichterung, dass mein Vater die Sorge um sie los ist. Es ist eine Befreiung für alle.
Merlin: Und genau das spiegelt sich in deinem emotionalen Zustand, wenn du echt bist. Ehrlich zu dir.
Isabelle: Ich bin also nicht gefühlskalt.
Merlin: Nein. Du bist echt und klar.
Isabelle: Okay, danke. Wir kommen also generell in einen ausgeglicheneren Gefühlszustand? Ruhiger See statt aufgewühltes Meer?
Merlin: Wenn du in deiner Mitte bist, bist du ausbalanciert. Du stehst im Zentrum, im stabilsten Punkt. Dort herrscht Ruhe, und dort ist deine Kraft am stärksten.
Isabelle: Und die echten Talente liegen plötzlich wieder klarer vor einem. Ich male zum Beispiel wieder wie verrückt.
Merlin: Eure Kreativität kehrt verstärkt zurück, meldet sich vehement. Auf viele Arten.
Isabelle: Kreativität kommt und Angst geht.
Merlin: Du brauchst sie nicht mehr.
Isabelle: Das war auch eine wichtige Erkenntnis für mich: Meine Angst war nützlich. Ich hab meine Angst immer verteufelt, ich hab sie wirklich gehasst, sie hat mich dermaßen eingeschränkt! Und die ganze Zeit über wusste ich, dass das nicht ich bin, wie ich mich gerade verhalte. Mein echtes Ich lacht über diese Angst. Aber sie hat mich zu mir zurückgebracht, denn sie war das genaue Gegenteil meiner größten Stärke. Indem mich die Angst zuerst weit von mir weggeführt hat, hat sie eine Art Sog aufgebaut, eine unbedingte Sehnsucht, wieder nach Hause, wieder zu mir zurückzufinden. So gesehen war meine Angst wie eine todsichere Wegbeschreibung nach Hause. „Deine Erfahrungen sind der Weg zur Wahrheit“, wie der Yogitee weiß. 😉
Merlin: Deine größte Stärke … Damit sind wir genau bei dem Punkt, auf den ich ohnehin noch zu sprechen kommen wollte.
Isabelle: Ah, ich weiß, worauf das wieder rausläuft … Ich weiß, dass sie wichtig ist, aber ich hab diese Seite eben immer noch nicht ganz integriert.
Merlin: Und wieder willst du direkt das Endergebnis sehen. Es entwickelt sich langsam. Und es genügt, wenn du endlich hinsiehst. Wahrnimmst. Die Erlaubnis gibst, dass diese Kraft zurückkehren darf. Öffne die Kellertür, hinter die du sie gesperrt hast, damit stößt du die Veränderung an, die sich dann in zauberhafter Art entfalten wird …
Ihr bewegt euch ganz von selbst immer mehr in Richtung eures wahren Selbst. Einfach mit den Energien gehen … geschehen lassen … sich freuen! 🙂
Sei MIT DIR. Und genieße es! Tanze in deiner Welt!
Isabelle: Meine Welt, ja … Es wird einem zunehmend wirklich egal, was andere tun, sagen, denken. Es ist MEINE Welt, die ich erschaffe und in der ich lebe. Vor allem ist es nicht mehr dieses verkrampfte, kämpferische, ein bisschen verbissene „Ich bin ich. Egal was andere sagen. Dann heißt es eben: Ich gegen die Welt“. Sondern es ist einfach ein friedvolles, sehr ruhiges: Ich bin, wie ich bin. Es ist, wie es ist. Und das ist beides gut so.
Merlin: Akzeptanz ist der erste Schritt zu Wahrheit. Zu Klarheit. Zu Ruhe. Zu Echtheit.
Isabelle: Das hatte lange gedauert bei mir, bis mir klar wurde, dass ich ich werde … mit wirklich allem. Keine verklärte, engelsgleiche Version von mir, sondern die echte.
Nicht auf Hochglanz poliert, immer lächelnd und abgeklärt. Sondern echt.
Alles andere ist auf Dauer auch ziemlich anstrengend. Um „perfekt“ zu sein, musst du schließlich immer ein Auge auf die Reaktionen anderer haben.
Merlin: Diese Anstrengung fällt weg. Du bist jetzt wieder frei. In jeder Hinsicht.
Isabelle: Das war auch immer meine Definition von Freiheit: unabhängig zu sein von der Meinung anderer.
Merlin: Du verzettelst und verzweigst deine Kraft nicht mehr, schwächst sie nicht mehr durch das ständige Schielen auf andere, nutzlose Spielchen im Außen, die zunehmend an Bedeutung und Lautstärke verlieren, oder falsche Identifikationen. Sondern du ziehst dich immer mehr auf deinen Kern zusammen. Nimmst deine Kraft wieder zu dir. Es ist eine Bündelung deiner Kraft. Eine Konzentration. Und das ist Macht. So kannst du endlich wieder als DU agieren.
Höre auf dich. Auf DICH ALLEIN. Du musst klar sein in dir. Denn, wie schon einmal gesagt, die neue Energie reagiert direkt, selbst auf schwache Impulse. Es ist keine trübe Suppe mehr, keine träge Masse, die nur mühsam bewegt werden kann, sondern ein kristallklares Meer, in dem alles direkt sichtbar wird.
Isabelle: Deswegen hast du in den letzten Gesprächen immer so auf der Ruhe und dem Zentrum herumgeritten.
Merlin: Ruhe. Mitte. Kraft. Es ist sehr einfach.
Isabelle: Und ein klarer 3-Punkte-Plan. Kann ich mit arbeiten.😉
Merlin: Du bist deine Welt. Du kreierst sie. Und das geht nur, wenn du klar und DU bist.
Du bist deine Welt. Du regierst sie. Und du bist die Herrscherin mit der Macht in ihren Händen.
Frage dich:
Wer bist DU?
Was stimmt für DICH?
Was sind DEINE Regeln?
Du erlebst gerade die Neugeburt als freies und eigenverantwortliches Wesen.
Isabelle: Ich hab die Verantwortung …
Merlin: And the glory! 🙂
Statt angstvoll einen Schritt zurückzugehen: Fühle einfach hinein … Fühlt es sich nicht großartig an, selbst verantwortlich zu sein? Alles in deinen Händen zu halten? Selbst entscheiden und gestalten zu können?
Isabelle: Doch … tatsächlich! 🙂
Merlin: Wer sollte euch auch noch etwas vorgeben können? Ihr seid so groß mittlerweile!
Du bist nicht mehr abhängig und klein, sondern frei und groß. Wunderbar, strahlend, magisch, magnetisch und mächtig. Mach etwas daraus! 🙂 Wir sind so gespannt auf eure neuen Kreationen! Entfesselt eure Zauberkraft! 🙂
Isabelle: Dafür muss ich wirklich ich sein. Das ist wesentlich gerade.
Merlin: Ja, aber es macht doch Spaß, euch neu zu entdecken, ihr werdet begeistert sein! Wild. True. Unapologetic. (Merlin spricht oft Englisch und ich lasse das immer so stehen. Meist tut er das, wenn das Englische einfach treffender ist – und die deutsche Übersetzung ist hier auch tatsächlich nicht ganz so knackig, aber ich würde sagen: Wild. Echt. Und komplett ohne das Bedürfnis, sich rechtfertigen oder für irgendetwas entschuldigen zu wollen.)
Isabelle: Dieses „wild“ … Das stört mich ein bisschen. Jeder will im Moment „wild“ sein. Wild and free. Das is so’n T-Shirt-Spruch. Mag ich nicht. Wie ist das denn wirklich gemeint? Wild im Sinne von unverfälscht? Echt?
Merlin: Siehe oben.
Isabelle: Witzig.
Merlin (grinst): Ja, natürlich. Wild meint unverfälscht, echt. Nicht angepasst, sondern einzigartig und wieder: echt. DU. Du bist einfach.
Isabelle: Und wenn ich dann manchmal die Geduld verliere und jemandem die Hausordnung verlese, dann ist das in Ordnung.
Merlin: Du lässt dich nicht mehr herumschubsen, nicht mehr respektlos behandeln und machst dich auch nicht mehr selbst klein, um anderen nicht auf die Füße zu treten. Denn du siehst dich wieder so, wie du wirklich bist. Daher agierst du mit Selbstliebe, mit Selbstrespekt und nimmst dein Zepter wieder in die Hand. Es ist deines. Punkt. Und das passiert mit einer Selbstverständlichkeit, die für viele von euch neu ist. Zu lange und zu oft seid ihr bestraft, bedroht oder verletzt worden, wenn ihr euer wahres Selbst gelebt habt. Aber auch das ist vorbei. Entspannt euch. Und fordert eure Macht zurück! Sie gehört euch. Euch allein.
Isabelle: Okay, dann kann ich getrost auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen, wenn ich es für angebracht halte.
Merlin: Bitte tu das. Oder glaubst du, ich sitze den lieben langen Tag mit verklärtem Lächeln auf einem rosa Wölkchen und singe die dritte Stimme im Himmelschor?
Isabelle: Ich glaub nich, dass die deine Lieder im Repertoire haben.
Merlin: Rühre ich dann in einsamer Hütte im stillen Walde in meinem magischen Kessel, um ein Tonikum für meinen langen Bart zu brauen, während zahme Vögelein auf meinen Schultern fröhlich tirilieren?
Isabelle: Is ja gut, ich hab’s kapiert.
Merlin: Ja? Sonst hätte ich noch ein nettes Bildchen. 😉
Isabelle: Nee, is gut. Vielleicht sollte ich dazusagen, dass du dich nicht alt zeigst, sondern als junger Mann und sogar ziemlich stylish.
Merlin (schmunzelt): Ich halte mich gern auf dem Laufenden und habe einen engen Bezug zur Erde. 😉 Aber es geht hier nicht um mich, sondern um die Erkenntnis …
… dass wir nicht eindimensional sind. Da muss ich an den Precht denken, der gefragt hat: „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ 😉 Auch wenn er das ein bisschen anders gemeint hat, wir sind so viel mehr, als wir uns im Moment vorstellen können. Und dabei müssen wir gar nicht heilig-heilig werden. Sondern schlicht echt. Ich. Ohne Schnörkel. Ohne Filter. Mit allem, was dazugehört. Und minus alles, was ich nicht bin.
Merlin: Ganz genau.
Isabelle: Ich hatte da ein bisschen ein zu naives Bild von der neuen Version von mir.
Merlin: Es war eine schwache Version von dir. Ein lächerliches Abziehbildchen im Vergleich zu deinem wahren Ich!
Du dehnst dich gerade sehr aus, weitest dein Feld, deinen Wirkungskreis. Du bist nicht mehr klein, schreib das groß. DU BIST NICHT MEHR KLEIN. In keiner Weise.
(Singt Gloria Gaynors „I Am What I Am“:
http://www.youtube.com/watch?v=vSGNhZOGxE8&list=RDvSGNhZOGxE8&start_radio=1
I am what I am
And what I am needs no excuses
hmmm …. it’s time to open up your closet!
Es geht um kompromisslose Individualität. Klarheit. Echtheit.
Keine Filter. Kein verzerrtes Bild mehr. Kein Verstecken.
Es gibt auch keine Vorgaben mehr. Keine Vorbilder. Keine Vergleiche. Nur euch. Pur. Ungefiltert. Echt. Und das ist echte Perfektion.
Ihr seid grandiose, strahlende, absolut wundervolle, wie wahnsinnig funkelnde Juwelen, die ihr Licht und ihre Farben in die neue Welt geben. Unglaublich faszinierend! Jeder einzelne von euch. Und jeder ist einzigartig, unverwechselbar, unnachahmlich, außergewöhnlich, beispiellos, originell und phänomenal. Lebt genau das! Und seid verdammt noch mal stolz darauf!
Isabelle: Wow, heute sind wir aber mal deutlich. 😉
Merlin (singt wieder):
I am what I am
I am my own special creation
Isabelle: Ha! 🙂 Bei mir wird es mal eine sehr spezielle Kreation, so viel kann ich schon mal sagen. 😉
Merlin: Wunderbar! Trau dich, SEI ENDLICH DU! WIRKLICH DU. GANZ UND GAR.
(Singt weiter:)
Your life is a shame
Till you can shout out
I am what I am
Isabelle: I am what I am. Amen.
Merlin: Geht es als Spiel an, spielerisch, locker und mit Spaß! Euch kann nichts mehr passieren. Die Untiefen liegen hinter euch, die Klippen sind umschifft. Ihr segelt in freundlichen Gewässern.
Die Zeit der Ängste ist vorbei. Es gibt keine Bedrohung mehr „da draußen“, das hast du in der letzten Zeit doch deutlich vor Augen geführt bekommen, oder?
Isabelle: Ja, doch. 😉 Ich bin öfter noch mal in das alte Denkmuster zurückgefallen „Oh, oh, das da wird nicht gut ausgehen! Der will mir schaden! Und der auch!“
Merlin: Aber?
Isabelle: Keiner will mir mehr schaden. Es löst sich einfach in Wohlgefallen auf oder es war ein Missverständnis. Die Vampire haben ihre Zähne verloren.
Merlin: Ihr habt es überstanden, ihr seid raus aus der Gefahrenzone, aber jetzt fängt es an, wirklich Spaß zu machen. Und es ist so leicht jetzt! Die Energien sind so beweglich – und so leicht zu bewegen!
Versucht es einfach, ihr werdet erstaunt und begeistert sein, wie leicht es ist! „Wunder“ sind möglich!
Und das erste Wunder seid ihr selbst …
STRAHLT WIEDER! Lasst alle falsche Scham und Furcht fallen und lasst euer Licht ungefiltert leuchten. Strahlt in euren ureigenen Farben! Und macht diese Welt genau dadurch zu einem wundervollen Ort.
Wir lieben euch!
In Liebe und tiefer Freundschaft. Merlin.
[1] Ich bin mir bewusst, dass „I am who I am“ etwas anderes meint als „I am what I am“. Das eine zielt auf meine Identität, das andere zeigt, über was ich mich definiere. Für mein Empfinden passt die zweite Version im Moment aber etwas besser auf unsere Entwicklung.