Wenn dein „Kopf“ nicht loslassen will. Angela Gregg

Als Sicherheit zur Strategie wurde. Hinauswachsen über die ständige Wachsamkeit

Wenn der Kopf/Verstand nicht loslassen kann, ist das keine Schwäche. Es ist gespeicherte Erinnerung.

Du fühlst dich nicht unbedingt ängstlich im dramatischen Sinn. Eher wach. Achtsam. Innerlich bereit. Deine Gedanken bewegen sich nicht im Chaos, sondern in einer stillen Alarmbereitschaft. Du achtest auf den Klang von Stimmen. Lässt Gespräche noch einmal durch dein Inneres ziehen. Nimmst kleinste Veränderungen in Gesichtern wahr. Erwartest Reaktionen, die vielleicht niemals eintreten. Verspannst dich/spannst dich noch immer an in Räumen, die längst ruhig geworden sind.

Das ist kein Persönlichkeitsmerkmal. Es ist Prägung.

Wer in Lebensräumen gelebt hat, in denen Sicherheit davon abhing, zwischen den Zeilen zu lesen, in denen Liebe sich unerwartet verändern konnte, in denen Spannung unter der Oberfläche von Stille lag, dessen Nervensystem passt sich an. Es wird feiner. Wachsamer. Es lernt, kleinste Veränderungen zu erkennen. Es begreift, dass ein übersehenes Signal emotionalen Schmerz bedeuten könnte. Mit der Zeit wird diese Aufmerksamkeit zu einer schützenden Hülle.

Und eine schützende Hülle verschwindet nicht einfach, nur weil das Schlachtfeld längst nicht mehr existiert.

Nach außen wirkst du vielleicht ruhig, fähig und gut geerdet. Du übernimmst Verantwortung. Du regulierst dich selbst. Du bist verlässlich da. Doch im Inneren kreist der Geist weiterhin um dieselben Fragen. Habe ich zu viel gesagt? Habe ich etwas übersehen? Wird sich gleich etwas verändern? Wenn ich noch einmal darüber nachdenke, finde ich dann endlich Ruhe?

Doch Klarheit bringt nicht automatisch Erleichterung. Denn die eigentliche Ursache war niemals bloß ein Zuviel an Gedanken.

Die Ursache lag darin, dass Sicherheit einst von höchster Wachsamkeit abhing.

Wenn es früher notwendig war, Stimmungen früh zu erspüren, emotionale Wellen zu begleiten, die nicht einmal deine eigenen waren, möglichen Erschütterungen zuvorzukommen, dann hat dein System sich auf Schutz ausgerichtet. Dein Geist scannt nicht, um Probleme zu erschaffen, sondern um dich vor ihnen zu bewahren.

Darum greifen bloße Versicherungen so selten. Darum vermag positives Denken die innere Unruhe nicht wirklich zu besänftigen. Darum fühlen sich gedankliche Neuorientierungen oft nur vorübergehend an. Dieses Muster ist nicht allein im Denken verankert. Es lebt auch im Körper. Es ist ein Schutzmechanismus. Er wurde erschaffen, um dich unversehrt zu halten.

Es gibt einen guten Grund, warum Abschalten sich so schwer anfühlt. Dein System vertraut der Stille nicht sofort. Einst konnte Stille Verletzlichkeit bedeuten. Schweigen konnte ankündigen, dass etwas bevorstand.

Dies zu erkennen ist bereits ein Schritt des inneren Aufstiegs. Aufstieg bedeutet zu verstehen, dass das, was du vielleicht Angst genannt hast, in Wahrheit eine Form von Intelligenz sein kann, die länger geblieben ist, als es heute nötig wäre. Es bedeutet zu würdigen, dass deine Wachsamkeit dich geschützt hat und zugleich zu spüren, dass du diesen inneren Vertrag nun neu gestalten darfst.

Die Aufgabe besteht nicht darin, den Geist beschämend zum Schweigen zu bringen. Sie besteht darin, deinem Körper behutsam zu zeigen, dass Sicherheit auch ohne ständige Kontrolle existieren kann. Dass Aufmerksamkeit sich in gegenwärtige Präsenz verwandeln darf.

In Liebe, Licht und Bewusstheit 🌟🌟🌟

Angelas Botschaft dazu: https://www.esistallesda.de/2026/02/11/botschaft-an-das-kollektiv-der-aufstiegs-lichtarbeiterinnen-als-die-zeit-begann-sich-zu-wandeln-eine-aufstiegsperspektive-auf-erinnerung-bewusstsein-und-das-moderne-leben/

Grafik: Aufstieg ist kein einzelner Sprung. Er ist eine Abfolge bewusster Schritte.

11.02.2026

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Angela Gregg: https://www.facebook.com/angela.gregg.27

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