Sich selbst lieben zu lernen, indem man seinem Spiegelbild sagt „Du bist schön“ und sich mit positiven Affirmationen stärkt, kann ein guter Anfang sein. Doch nur positive Sätze zu wiederholen reicht nicht aus, wenn wir dabei nicht ehrlich mit uns selbst sind.
Der erste Schritt ist, die eigenen Gefühle wirklich anzuerkennen. Es braucht einen inneren Ort, von dem aus du deine negativen Gefühle wie Angst, Zweifel oder Unsicherheit beobachten kannst, während du sie tatsächlich erlebst. Und wenn sich etwas schrecklich anfühlt, dann fühlt es sich eben schrecklich an. Das darf so sein.
Es geht darum, das wahrzunehmen, was du fühlst, ohne Urteil. Kein noch so positives Denken kann etwas verändern, wenn wir versuchen, das Erlebte zu verdrängen oder zu leugnen. Es ist, wie es ist. Und erst wenn wir bereit sind, es genau so zu sehen und zuzulassen, wie wir es gerade empfinden, entsteht Freiheit.
Aus dieser Ehrlichkeit heraus können wir bewusst wählen. Wir können entscheiden, was wir stattdessen erleben möchten, und Worte finden, die uns stärken und ausrichten. Zum Beispiel: „Ich sehe, wie sich das anfühlt, und ich erkenne diese Wahrheit meines Körpers und meiner Gefühle an. Danke, danke.“
Wenn wir uns daran erinnern, dass jedes Gefühl gesehen und geliebt werden möchte, kann es sich lösen. Dann entsteht kein Bedürfnis mehr, dieselbe Erfahrung immer wieder zu erschaffen. In diesem Moment spüren wir oft ein inneres Lächeln, ein erstes Gefühl von Veränderung, das sich sanft ausbreitet.
Erst dann können positive Affirmationen ihre eigentliche Kraft entfalten, weil sie aus Echtheit entstehen und nicht aus Verdrängung. Dann wird es möglich, die neue Realität bewusst zu gestalten.
„Ich bin verkörperte Liebe und ich heiße diese Freude willkommen, die in mir wächst.“
Und so ist es.
Ich liebe dich sehr.
PS: Wenn du dich im Moment festgefahren fühlst, dann halte Ausschau nach einer Möglichkeit, nach einer kleinen offenen Tür zu einem besseren Gefühl. Es gibt immer eine. Immer. Du musst nur jetzt hinschauen. Vielleicht ist es nur ein schmaler Lichtstrahl unter einer Tür, doch wenn du dich entscheidest, dich auch nur ein kleines bisschen besser fühlen zu wollen, lädst du dieses Licht ein, näher zu kommen, bis sich die Tür öffnet.
Die Tür der Möglichkeiten steht dir jederzeit offen.
In jedem einzelnen Moment liegt die Wahl bei dir.
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