Was du immer wieder tolerierst, wird irgendwann zu Groll. Angela Gregg

Am Anfang nennst du es noch gar nicht Toleranz.
Du nennst es Geduld.
Du nennst es Verständnis.
Du nennst es Reife.

Vielleicht sagst du dir, du würdest einfach den Frieden bewahren wollen.

Also lässt du Dinge durchgehen.
Du schluckst eine Bemerkung herunter.
Du übersiehst ein bestimmtes Verhalten.
Du erklärst dir selbst den Tonfall eines anderen schön.

Du sagst dir, es sei den Konflikt nicht wert.

Und jedes Mal wirkt es zunächst klein. Überschaubar. Handhabbar.

Vielleicht glaubst du sogar, du würdest das Richtige tun, indem du nicht reagierst. Doch tief in dir bemerkt etwas sehr wohl, was geschieht.

Jedes Mal, wenn du dein Unbehagen übergehst, registriert dein Körper es.
Jedes Mal, wenn du eine Grenze verschweigst, ein wiederkehrendes Verhalten entschuldigst oder deine eigene Reaktion verkleinerst, nur damit sich jemand anderes wohler fühlt, beginnt sich im Inneren eine stille Liste zu bilden.

Du spürst es nicht sofort.
Es sammelt sich langsam.

Plötzlich merkst du, dass dich scheinbar kleine Dinge irritieren.
Du fühlst dich innerlich distanzierter und weißt nicht genau, warum.
Die Wärme, die einmal da war, wird weniger.
Gespräche fühlen sich schwerer an.
Deine Geduld wird dünner.

Das liegt nicht daran, dass du bitter oder überempfindlich geworden bist.

Es liegt daran, dass du dich selbst immer wieder in kleinen, gesellschaftlich akzeptierten Momenten verlassen hast.

Groll ist selten laut.
Er arbeitet im Verborgenen.

Er entsteht, wenn dein Nervensystem immer wieder Belastungen aufnimmt, ohne dass etwas davon heilen darf. Er wächst, wenn du immer wieder versuchst, alles glatt zu halten, anstatt ehrlich auszusprechen, was dich verletzt.

Die Wahrheit ist:
Toleranz ohne Grenzen ist keine Liebe.
Sie ist auch keine Geduld.

Sie ist ein langsames Auslöschen deiner selbst.

Und irgendwann kommt die Rechnung.

Nicht unbedingt als laute Explosion.
Manchmal zeigt sie sich als emotionaler Rückzug.
Manchmal als tiefe Erschöpfung.
Manchmal als der plötzliche Moment, in dem du merkst, dass du einfach nichts mehr zu geben hast.

Das bedeutet nicht, dass du unvernünftig bist.

Es bedeutet, dass dein System sagt:
„Ich habe die ganze Zeit mitgezählt, weil du es nicht getan hast.“

Frieden bedeutet nicht, so zu tun, als würde dich etwas nicht stören.
Frieden entsteht, wenn du dich selbst nicht länger übergehen musst, um ihn zu bewahren.

In Liebe, Licht und Bewusstheit 🌟🌟🌟

In liebevoller und hingebungsvoller Aufstiegsarbeit,
– von den LichtarbeiterInnen des Aufstiegs  

10.03.2026

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