Als ich diese Überschrift schrieb/las, bin ich mir sicher, dass viele von euch sofort an die Kriege im Nahen Osten gedacht haben. Doch davon spreche ich diesmal nicht.
Ich spreche von meinem eigenen Zuhause hier in Kapstadt.
Seit etwa einer Woche erleben wir hier eine Hitze, die ich nur als eine Hitzewelle aus der Hölle beschreiben kann. Ich lebe den größten Teil meines Lebens in dieser Stadt und habe vieles erlebt, doch eine solche extreme Hitze habe ich noch nie erfahren.
Die Temperaturen lagen tagelang zwischen siebenunddreißig und zweiundvierzig Grad. Und das nicht nur am Tag. Auch in der Nacht sank die Hitze kaum. Vielleicht fiel sie auf dreißig Grad, doch selbst das fühlte sich noch drückend und unerträglich an. Diese Werte liegen über dem, was wir normalerweise an einem heißen Hochsommertag erwarten würden. Doch wir befinden uns bereits im Herbst.
Ja, wir erleben hier gelegentlich einmal einen Tag mit vierzig Grad. Doch dass diese Hitze eine ganze Woche lang ohne Pause anhält, das ist etwas völlig anderes.
In der Stadt machte bald ein scherzhafter Satz die Runde. Jemand meinte, Gott habe wohl einfach vergessen, die Heizung auszuschalten. Besonders seltsam erschien uns das, weil die Woche zuvor noch kühlere Tage und sogar Regen gebracht hatte. Alles hatte sich bereits nach Herbst angefühlt. Und plötzlich diese unerbittliche Hitze.
Ich kann kaum beschreiben, wie sehr diese Tage meinen Körper erschöpft haben. Kopfschmerzen, Übelkeit, völlige Erschöpfung. Nachts konnte ich kaum schlafen, weil ich in meinem eigenen Schweiß lag. Selbst die Dunkelheit brachte keine wirkliche Erleichterung.
Deshalb möchte ich mich bei allen entschuldigen, denen ich in dieser Zeit noch Arbeit schulde oder auf Nachrichten nicht geantwortet habe. Ich war schlicht nicht in der Lage zu arbeiten, auch wenn ich es wirklich versucht habe.
Natürlich kommen in solchen Momenten viele Gedanken auf. Gedanken über den Klimawandel. Über die Erwärmung der Erde. Über das, was wir als Menschheit unserem Planeten antun und darüber, wie die Erde darauf reagiert.
Denn sie reagiert.
Die Erde ist kein lebloser Stein im All. Sie ist ein lebendiges, bewusstes Wesen.
Vielleicht ruft sie uns gerade etwas zu. Vielleicht zeigt sie uns, dass wir lernen müssen, langsamer zu werden. Dass wir alles wieder ein wenig abkühlen lassen müssen. Nicht nur die Temperaturen, sondern auch unsere Lebensweise, unsere Hast, unseren Umgang miteinander.
Vielleicht müssen wir wieder lernen, einander mit mehr Liebe und Mitgefühl zu begegnen. Und auch der Erde selbst.
Denn im Moment brennen wir aus. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, die göttliche Sophia und die Kraft des göttlich Weiblichen anzurufen. Die Weisheit jener Energie, die uns daran erinnert, wie man wieder liebt. Wie man sanft wird. Wie man rein wird. Wie man sich bewegt wie Wasser, fließend, kühlend und nährend.
Es geht darum, die Feuer zu löschen, die uns verbrennen.
Und Räume zu erschaffen, die kühl sind, heilend und nährend.
Nicht nur im wörtlichen Sinn, sondern auch in unserem Inneren.
Wenn du möchtest, schließe dich mir an.
In Liebe.
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