Der Rosa Vollmond – Rückkehr zur lebendigen Kraft. Celia Fenn

✧ Das Heilige und das Profane ✧

Am Übergang in die Karwoche

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1. April – Der Schwellenmoment

Nein – das ist kein Aprilscherz.
Es ist ein stiller, ernster Moment des Innehaltens.

Wir stehen an der Schwelle zu einer der heiligsten Zeiten im christlichen Jahreskreis –
und zugleich in einer Welt, die von Unruhe, Härte und Schmerz durchzogen ist.

Während die Karwoche uns an Hingabe, Mitgefühl und Erlösung erinnert,
sehen wir im Außen Konflikte, in denen selbst die Verletzlichsten – Kinder – nicht verschont bleiben.

Es ist, als hätte unsere Kultur einen Teil ihres Herzens verloren.
Als wäre das Mitgefühl leiser geworden.
Und doch … ist es nicht verschwunden.

Gerade jetzt sind sie spürbar – diese starken, transformierenden Energien,
die uns durch diese Tage tragen.
Die uns einladen, still zu werden.
Zu lauschen.
Und uns neu auszurichten.

Das Osterwochenende war schon immer mehr als ein religiöses Fest.
Es ist ein Mysterium von Ende und Neubeginn.
Von Loslassen und Auferstehen.
Von der Wandlung des Bewusstseins hin zu etwas Höherem, Klarerem, Wahrhaftigerem.

Für jene, die sich der Christusenergie in ihrer weiblichen Essenz verbunden fühlen,
stehen Liebe, Frieden und Mitgefühl im Zentrum.

So wie es gelehrt wurde von Jesus Christus –
und ebenso getragen und verkörpert von Maria Magdalena,
seiner heiligen Gefährtin im geistigen Sinne.

Auf dem Weg hin zu Karfreitag dürfen wir uns erinnern:
an die tiefere Bedeutung der Christusbewusstheit.
An die Botschaft, die jenseits von Dogmen liegt.
An das lebendige Feld von Liebe, das durch alles hindurch wirkt.

Vielleicht ist dies die Einladung dieser Tage:

Halte Frieden in deinem Herzen.
Trage Liebe in deiner Seele.

Auch – und gerade – wenn die Welt um dich herum laut ist.

Denn jede stille Entscheidung für Mitgefühl
ist ein Licht in diesem Feld.

Mögen alle Wesen gesegnet sein.
Jetzt.

Und immer.

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1./2. April – Rosa Vollmond

Was für ein wunderschöner und kraftvoller Vollmond!
Ein leuchtender Moment zwischen Himmel und Erde,
der uns sanft daran erinnert, wer wir wirklich sind.

Der sogenannte Rosa Vollmond trägt seinen Namen nicht, weil er tatsächlich rosa erscheint,
sondern wegen der ersten Blüten des Frühlings – insbesondere der wilden Phloxblumen,
die jetzt die Erde mit zarten Rosatönen bedecken.

Er ist ein Mond des Erwachens.
Ein Mond der Rückverbindung.
Ein Mond, der uns ruft – zurück in die lebendige Natur und in unsere eigene innere Kraft.

Möge dieser Vollmond uns daran erinnern,
wie sehr wir Teil dieses großen Ganzen sind.

Dass wir nicht getrennt sind von der Erde,
sondern durch sie atmen.

Dass ihre Zyklen auch unsere sind.

Dass ihre Kraft auch in uns pulsiert.

Vielleicht ist jetzt ein stiller Moment genau das Richtige:
Barfuß auf der Erde stehen.
Den Himmel betrachten.
Den Atem spüren.

Und einfach erinnern.

Mögen wir uns wieder verbinden –
mit der Natur
und mit ihrer Kraft. 🌕🌸

© Übersetzung Rosi

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