05/26 Bleib auf der Tribüne – Sehung. Annette Gottschalk

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https://www.youtube.com/@annettegottschalk-aurachir9708

Annette Gottschalk – Mai 2026

Ich grüße euch. Hier ist Annette im Mai 2026, und wir schauen gemeinsam einmal in den Fernseher, um wahrzunehmen, was gerade los ist.

Ich sehe nur Stäbe, die wie wild auf ein Haus einschlagen, bis dieses Haus schließlich zusammenbricht. Es ist, als würde alles zertrümmert werden, was nicht mehr passt. Da sind so viel Wut, so viel Zorn, so viel Hass und so viele überlaufende Emotionen, dass man kaum noch weiß, wohin damit. Also wird auf dieses seltsame Haus eingeschlagen, um all das endlich loszuwerden. Immer wieder sehe ich diese Stöcke, wie sie auf das Haus niedersausen, bis es irgendwann in sich zusammenfällt.

Dieses Haus steht für das, was man sich selbst aufgebaut hat, aber auch für das, was andere um einen herum errichtet haben. Es trägt die Lügen, den Schmerz und alles, was darin festgehalten wurde. Und jetzt ist da dieser tiefe Wunsch, endlich wieder atmen zu können, endlich frei zu sein, sich nicht länger unterdrücken oder kleinhalten zu lassen. Man will den Mund aufmachen, man will sich zeigen, man will da sein. Es ist ein Punkt erreicht, an dem man einfach genug hat.

Ich sehe Gesichter mit Pflastern auf dem Mund, und diese Pflaster werden jetzt abgerissen. Man will nicht mehr schweigen. Man ist es leid, von Mutter, Vater, Staat oder wem auch immer gesagt zu bekommen, was man denken, fühlen, tun oder lassen soll. Es ist eine Revolution auf allen Ebenen, in allen Zellen, in allen Emotionen. Halleluja.

Gleichzeitig tauchen Angst und Verzweiflung auf. Menschen versuchen, sich an andere zu klammern, als würden sie rufen: Rette mich, rette mich. Doch es geht darum, sich um das eigene innere Kind zu kümmern. Es geht darum, in die eigene Mitte und in die eigene Stärke zu finden. Denn das, was zusammenbricht, ist vor allem das Äußere. Im Inneren zeigt sich nun, wie sehr man in den vergangenen Monaten und Jahren daran gearbeitet hat, in sich selbst Stabilität und Kraft aufzubauen.

Es wirkt, als würden die Menschen auf die Straße gehen. Ich sehe Kampf, Bürgerkrieg, Bürgerkampf. Ich nehme wahr, dass vieles von Hintermännern initiiert wird, als wolle man die Menschen in diese Energie des Kampfes hineinziehen. Die entscheidende Frage ist also: Gehst du mit in die Arena und lässt dich in diesen Kampf hineinziehen, oder bleibst du draußen?

Denn es ist wie ein Bürgerkrieg im wörtlichen Sinn: Die Bürger bekriegen sich gegenseitig. Je mehr du auf der Tribüne bleibst, desto sicherer bist du vor dem, was unten in der Arena geschieht.

Dann sehe ich, wie wir über Schutt und Asche laufen. Doch wir, die wir zu diesem Kreis gehören, bleiben in der Balance. Wir gehen vorsichtig durch das, was zerbrochen ist, und schauen, was sich noch retten lässt und was nicht. Wir prüfen, wo Hilfe sinnvoll ist und wo nicht, was wieder aufgebaut werden kann und was endgültig vorbei ist.

Es geht darum, Platz zu schaffen, Raum zu machen, wieder Luft zu holen und atmen zu können. Der Maulkorb soll weg, die Zwangsjacke soll weg. Alles, was einengt, wird abgestreift. Und dennoch bleibt die Einladung, in der Ruhe zu bleiben, wie Buddha oder Buddharine, am Rand zu sitzen und den Raum zu halten für diejenigen, die gerade ihre Erfahrung in der Arena machen wollen.

Dabei ist es wichtig, Dinge nicht persönlich zu nehmen, selbst wenn andere einen angreifen oder anmeckern. Das kann sich in ganz banalen Situationen zeigen, in kleinen Kämpfen im Alltag, im Streit um Belanglosigkeiten. Doch all das ist Ausdruck überlaufender Emotionen. Es ist nicht persönlich.

Es ist, als wären wir in einem Fernsehfilm. Wir spielen irgendwie mit, und doch spielen wir eigentlich gar nicht wirklich mit. Genau deshalb müssen wir das, was draußen geschieht, nicht persönlich nehmen.

Wichtig ist, am Rand zu bleiben und achtsam zu schauen, wo man entlanggehen kann, ohne zu stolpern. Nicht, weil einem dann gleich etwas Schlimmes passieren würde, sondern weil man sich unnötig wieder aufrichten müsste und vielleicht noch die Kleidung beschädigt würde. Es geht also um Umsicht, Ruhe und Bewusstsein.

Und dann kommt noch ein Bild: Wir sind wie Geister. Nicht sichtbar, durchsichtig, weiß. Wir gehen einfach hindurch. Wenn wir anfangen, alles persönlich zu nehmen, werden wir wieder ganz dicht und greifbar. Doch solange wir in dieser geisterhaften, durchlässigen Haltung bleiben, können wir nicht angegriffen werden. Wir sind sicher.

Wir werden sehen, was wird. Ich knuddel euch, ich drücke euch und ich wünsche euch von Herzen alles, was ihr euch selbst wünscht. Ich freue mich über Abonnenten, über Likes und über Kommentare, die ich lese. Danke für eure Unterstützung. Danke, danke, danke für alles. Ich hab euch lieb und wünsche euch nur das Beste. Macht es gut.