In meiner Freiheit gibt es nichts zu verteidigen und nichts zu schützen. Nicky Hamid

In meiner Freiheit gibt es nichts, das ich verteidigen oder beschützen müsste. Und gerade weil es nichts zu verteidigen gibt, bin ich frei, das Leben zu genießen. Nicht nur das, was mir vertraut ist oder mir ähnelt, sondern auch all das, was anders ist, was neu ist, was sich noch entfalten möchte.

Ich empfinde große Freude an deinem Erleben, an deiner Einzigartigkeit, an unseren Unterschieden. Hast du bemerkt, dass, wenn der Impuls zur Verteidigung wegfällt, sich auch alle Grenzen beginnen aufzulösen? Die Trennung zwischen dir und mir wird durchlässig, ja sie verschwindet. Und so wird deine Kraft zu meiner, deine Erkenntnis zu meiner, deine Freude zu meiner.

Dein Sein, deine unverwechselbare Präsenz wird zu einem kostbaren Geschenk für mich. Das Miteinander entsteht ganz natürlich, fast so, als wäre ein Bewusstsein von Einheit die eigentliche Wirklichkeit von Ausdehnung und innerem Wissen. Und genau das ist es.

Stell dir vor, wir dürfen dies nun in jeder Begegnung erfahren, mit allem, was uns begegnet, sichtbar oder unsichtbar. Es ist einfach wundervoll.

Ich liebe dich so sehr.


Die alten Vorstellungen davon, sich mit Licht zu schützen, sich in eine Art psychologische Hülle zurückzuziehen oder sich abzuschirmen, verlieren mehr und mehr ihre Bedeutung. Sie tragen noch die Idee von Unsicherheit, von Schutzbedürftigkeit und Verletzlichkeit in sich.

Wenn sich die Vorstellung von Trennung löst und auch die tief sitzenden Muster von Unsicherheit sich auflösen, entsteht etwas Neues.

Wenn du deine schützenden Grenzen loslässt und ganz präsent bist, verbunden mit deinem eigenen leuchtenden Feld, dann geschieht etwas Erstaunliches. Jene, die nicht in dieser gleichen Bewusstheit von Licht sind, können dich nicht wirklich wahrnehmen. Es ist, als würdest du außerhalb ihres Blickfeldes existieren.

Sie gehen an dir vorbei, ohne dich zu bemerken, weil dein Sein in einer anderen Wahrnehmungsebene ruht. Während du im Licht präsent bist, bewegen sie sich noch in einem Zustand innerer Unklarheit. Und so begegnen sich diese Welten nicht auf dieselbe Weise.

In dieser Erfahrung liegt eine tiefe Freiheit. Eine stille Gewissheit, dass dein wahres Sein unberührt bleibt.

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© Übersetzung Rosi

Grafik: In unserer tiefsten Verletzlichkeit finden wir unsere größte Wahrheit.