Das ist verlockend – und dennoch solltest du es nicht tun. ∞ St. Germain. Daniel Scranton

„Ich bin St. Germain, Hüter der Violetten Flamme.

Es ist wahrlich beeindruckend, was ihr derzeit auf der Erde vollbringt. Ihr bewegt euch aus einer Zeit großer Dunkelheit hinein in immer mehr Licht – und ihr tut dies, während ihr Schmerz, Herausforderungen und oft schwere Prüfungen erlebt. Viele von euch sind mit schwierigen Voraussetzungen in dieses Leben gekommen. Genau das hattet ihr euch vor eurer Inkarnation ausgesucht.

Ihr wolltet erfahren, wie weit ihr euch in einem einzigen Leben entwickeln könnt. Deshalb habt ihr euch für genau jene Umstände entschieden, in die ihr hineingeboren wurdet. Ihr seid bewusst in diese Dichte, in diese Dimension eingetreten, wohl wissend, dass euch dort zahllose Energien, Glaubenssätze und Denkweisen begegnen würden – vieles davon so verführerisch, dass ihr gar nicht anders konntet, als euch darin auszuprobieren und Erfahrungen damit zu sammeln.

Und natürlich habt ihr das getan – jeder von euch auf seine Weise. Diese Energien lassen sich nicht einfach ignorieren. Sie gehören zur Erfahrung des Menschseins.

Nun jedoch seid ihr an einem Punkt eurer spirituellen Entwicklung angekommen, an dem ihr erkennt, dass ihr nicht länger in diesen Energien verweilen müsst. Ihr müsst euch nicht länger von Überzeugungen leiten lassen, die euch klein halten oder nicht mehr dienen.

Die eigentliche Herausforderung für jene, die erwacht sind, besteht jedoch darin, das, worüber sie hinausgewachsen sind, nicht zu verurteilen.

Wenn ihr euch aus dem Schlamm und den Sümpfen niedriger Schwingungen emporgearbeitet habt, entsteht leicht der Wunsch, zurückzublicken und alles auszuradieren, was euch einst gefangen hielt. Es ist verlockend, das zu verurteilen, von dem ihr inzwischen erkannt habt, dass es nicht funktioniert.

Und tatsächlich: Für jemanden, der ein erfülltes, freudiges und selbstbestimmtes Leben führen möchte, führen diese Energien nicht ans Ziel.

Dennoch erfüllen sie einen Zweck.

Sie schenken Erfahrungen des Kontrasts. Sie bieten den Boden, von dem aus ein Mensch wachsen und sich erheben kann. Deshalb dürfen auch sie existieren. Auch sie haben ihren Platz.

Vielleicht ist genau das einer der schwierigsten Schritte auf dem Weg des Erwachens: nicht ständig zurückzublicken.

Ihr müsst eure Geschichte darüber, wie schwer euer Weg aus den niedrigeren Schwingungen war, nicht immer wieder erzählen. Und ihr müsst andere auch nicht fortwährend vor diesen Erfahrungen warnen.

Ebenso wenig braucht ihr euch hinter Schutzschildern oder energetischen Blasen zu verstecken, aus Angst, diese Energien könnten euch oder anderen erneut schaden.

Wenn ihr die nächste Stufe eurer Entwicklung erreichen möchtet, ist es wichtig, die Stufe zu segnen, die ihr hinter euch lasst.

Schließt Frieden mit ihr.

Erkennt, dass auch sie einem größeren und höheren Plan gedient hat.

Und erlaubt jedem Menschen, genau dort zu sein, wo er sich im Augenblick befindet – selbst dann, wenn ihr bereits erkennen könnt, wie viel erfüllter sein Leben sein könnte. Ihr könnt es sehen, weil ihr selbst diesen Weg bereits ein Stück gegangen seid.

Auch wenn ihr wisst, dass es einem anderen Menschen guttun würde, sich dem Licht zuzuwenden, braucht er vielleicht noch etwas Zeit in seiner eigenen Dunkelheit.

Auch diese Erfahrungen dienen ihm.

Sie helfen ihm dabei, sich zu dem wunderbaren Wesen aus Liebe und Licht zu entwickeln, das er in Wahrheit ist – und sich wieder daran zu erinnern.

Das Vergangene loszulassen ist etwas, woran die meisten von euch noch arbeiten.

Doch loslassen bedeutet nicht nur, schmerzliche Erfahrungen hinter sich zu lassen.

Es bedeutet auch, Schuldgefühle loszulassen.

Selbstvorwürfe loszulassen.

Denn auch diese Erfahrungen waren notwendig.

Ihr habt nichts falsch gemacht.

Es war nicht falsch, Vorurteile zu haben.

Es war nicht falsch, verletzende Worte zu sprechen oder andere Menschen zu verletzen.

Das alles waren Erfahrungen, durch die ihr lernen konntet.

Vergebt euch selbst.

Lasst euch selbst frei.

Nur so könnt ihr euch endgültig über das erheben, worin ihr geboren wurdet, und zu dem wunderschönen Schmetterling werden, als der ihr von Anfang an gedacht wart.

Ich weiß, dass ihr dazu fähig seid.

Und ich sehe, dass ihr bereits dabei seid.

Aus unserer Perspektive ist es wunderschön mitanzusehen.

Ich bin St. Germain, Hüter der Violetten Flamme.“

Originalbeitrag: https://danielscranton.com/this-is-tempting-but-dont-do-it-%e2%88%9est-germain/

Video: https://www.youtube.com/watch?v=iB9g4om2vhg

© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de