Die größte Täuschung der Menschheitsgeschichte – Auf den Spuren der Gnosis im Lauf der Geschichte der Menschheit. Chellea Wilder

Rosi/esistallesda.de:

Da Chelleas Text sehr lang – und uns allen vom Inhalt her nicht neu ist – habe ich die einzeln zitierten Punkte kurz erfasst. Da ich alle ihre Beiträge übersetze, will und kann ich diesen natürlich nicht unter den Tisch fallen lassen.

Kurz gesagt: Chellea fordert die Leser und Leserinnen auf, religiöse Überzeugungen nicht blind zu übernehmen, sondern selbst zu prüfen.

Sie stellt das traditionelle christliche Verständnis des Gottes des Alten Testaments infrage, indem sie auf Bibelstellen verweist, in denen Gewalt, Krieg und Opfer vorkommen.

Sie präsentiert die gnostische Sichtweise als alternative Erklärung: Der Gott des Alten Testaments sei nicht der höchste Gott, sondern der sogenannte Demiurg – ein unvollkommener Schöpfer der materiellen Welt.

Dem gegenüber beschreibt sie einen höchsten Gott als reine Liebe, Licht und Mitgefühl, der weder Angst noch Opfer oder Gewalt verlangt.

Jesus wird aus gnostischer Perspektive als jemand dargestellt, der diesen höchsten Gott offenbart und den Menschen zur inneren Erkenntnis (Gnosis) führen wollte.

Die eigentliche Erlösung besteht deshalb nicht im blinden Glauben oder Gehorsam, sondern darin, das göttliche Licht im eigenen Inneren zu erkennen.

Abschließend lädt sie uns ein, uns selbst die Frage zu stellen, ob ein Gott, der vollkommene Liebe ist, jemals Furcht oder Gewalt verlangen würde.

Der Beitrag ist also weniger eine neutrale Darstellung als vielmehr ein Plädoyer für die gnostische Interpretation des Christentums.


Textauszüge: Die Menschheit sei seit Jahrtausenden durch überlieferte Glaubensvorstellungen und Angst in die Irre geführt worden, weshalb DU (die Leserin, der Leser) aufgefordert wirst, offen und ehrlich selbst nach der Wahrheit zu suchen.

Das christliche Gottesbild

Viele Christen würden ihren Glauben übernehmen, ohne ihn kritisch zu hinterfragen oder die Bibel vollständig selbst zu lesen.

Fragen zum Alten Testament

Der Text stellt die Frage, wie ein vollkommen liebender Gott Gewalt, Opfer, Angst und Vernichtung befehlen könne.

Exodus 19,5

Chellea deutet diese Stelle als Ausdruck eines Gottes, der Bevorzugung und Ausschließlichkeit fordert.

Levitikus 22,18–20

Diese Verse werden von Chellea als Beispiel für detaillierte Opferforderungen verstanden.

Numeri 31,1–4

Diese Passage wird als göttlicher Aufruf zu Krieg und Vergeltung interpretiert.

Deuteronomium 20,16–17

Chellea sieht darin einen Befehl zur vollständigen Vernichtung ganzer Völker.

Psalm 137,8–9

Diese Verse werden als Ausdruck extremer Vergeltungswünsche dargestellt.

Numeri 28,3–4

Der Text beschreibt regelmäßige Tieropfer als göttliche Forderung.

Numeri 29,12–13

Auch das Laubhüttenfest wird als Beispiel umfangreicher Opferpflichten angeführt.

Fragen sind erlaubt

Chellea betont, dass kritisches Hinterfragen kein Zeichen von Rebellion, sondern von Bewusstsein ist.

Die Sicht der Gnostiker

Die Gnostiker hätten dieselben Fragen gestellt und eine grundlegend andere Sicht auf Gott vertreten.

Der höchste Gott

Nach gnostischer Auffassung existiert ein unbegreiflicher, vollkommen guter Gott jenseits der materiellen Welt.

Das Apokryphon des Johannes

Der höchste Gott wird dort als grenzenlos, unfassbar und über Raum, Zeit und Materie stehend beschrieben.

Der Demiurg

Die materielle Welt sei nach gnostischem Verständnis von einem unvollkommenen Schöpfer erschaffen worden, der sich irrtümlich für den einzigen Gott hält.

„Ich bin Gott“

Die Gnostiker verstehen diese Aussage nicht als Beweis göttlicher Größe, sondern als Ausdruck von Unwissenheit.

Das Thomasevangelium

Das göttliche Licht sei überall gegenwärtig und in der gesamten Schöpfung zu finden.

Herrschaft durch Angst

Der Demiurg regiere nach dieser Sichtweise durch Macht, Kontrolle und Furcht.

Neue Deutung des Alten Testaments

Die gewaltsamen Texte würden deshalb nicht den höchsten Gott, sondern den Charakter des Demiurgen widerspiegeln.

Die entscheidende Frage

Der Leser, die Leserin wird/werden gefragt, ob Gewalt und Opfer wirklich mit vollkommener Liebe vereinbar sind.

Der göttliche Funke

Jeder Mensch trägt nach gnostischer Lehre einen göttlichen Funken des höchsten Gottes in sich.

Erwachen statt Gehorsam

Erlösung bedeute innere Erkenntnis und nicht blinden Gehorsam.

Das Gespräch des Erlösers

Der Mensch solle das göttliche Licht in seinem Inneren erkennen und entfalten.

Konflikt mit der frühen Kirche

Die frühe Kirche verwarf viele gnostische Lehren, sodass ihre Schriften weitgehend verloren gingen.

Zwei Gottesbilder

Der Konflikt wird als Gegensatz zwischen äußerer Autorität und innerer Gotteserkenntnis beschrieben.

Persönliche Verantwortung

Jeder Mensch solle seine Überzeugungen selbst prüfen, statt sie ungefragt zu übernehmen.

Weitere Grundfragen

Der Autor fragt, ob Angst, Gewalt und Zwang jemals Ausdruck vollkommener Liebe sein können.

Der wahre Gott

Aus gnostischer Sicht droht der höchste Gott nicht, sondern lädt den Menschen zu Freiheit, Mitgefühl und Weisheit ein.

Die Upanishaden

Hier wird das göttliche Licht als Wirklichkeit beschrieben, die das gesamte Universum und den Menschen erfüllt.

Jesus aus gnostischer Sicht

Jesus habe nach dieser Auffassung den unbekannten Gott der Liebe offenbart und nicht den gewaltsamen Gott des Alten Testaments bestätigt.

Erlösung

Heil entstehe durch das Erwachen zur göttlichen Wirklichkeit im Menschen und nicht durch Angst oder Opfer.

Vielfalt des frühen Christentums

Die frühen Christen vertraten unterschiedliche Auffassungen über Gott, Schöpfung und Erlösung.

Wiederentdeckung der gnostischen Schriften

Die Funde von Nag Hammadi ermöglichten es, diese lange unterdrückten Stimmen erneut kennenzulernen.

Einladung zum Nachdenken

Der Text möchte keine Glaubenspflicht auferlegen, sondern zum eigenständigen Prüfen anregen.

Schlussgedanken

Jeder Mensch müsse selbst entscheiden, ob er überlieferte Antworten übernimmt oder sich den offenen Fragen stellt.

Abschließende Frage von Chellea

Würde ein Gott, der unendliche Liebe ist, überhaupt Furcht verlangen?

Fazit

Der gnostische Weg beginnt mit der Aufforderung, das göttliche Licht im eigenen Inneren zu erkennen.

Originalbeitrag: https://www.universallighthouse.com/post/unraveling-the-biggest-disception-in-human-history-~-exploring-gnosis

Video: https://www.youtube.com/watch?v=_ycta0W30zE&t=1s

© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de