Anja Reiche: „Der Ernst des Lebens ist eigentlich ein Horst!“

Siehe auch: https://esistallesda.wordpress.com/2019/10/23/anja-reiche-im-moment-passiert-etwas-ganz-grossartiges/

Wisst ihr was mir gestern wieder so richtig fett klar geworden ist? Bei aller spiritueller Entwicklung, bei allem Bewusstwerden, bei all den Prozessen hier, bei all dem Forschen und in die Eigenverantwortung gehen, sich in den Spiegeln des Lebens erkennen, bei all dem – Himmel nochmal habt Spaß!

Ich meine was für eine geile Inszenierung alles. Wir triggern uns und schießen uns gegenseitig hoch, wir diskutieren um Wahrheiten und Wahrnehmungen, um Weltbilder und wie es denn nun geht, dieses Leben. Und gleichzeitig ist das alles eine herrliche Parodie für uns selbst. Wenn wir ohne all die Muster, Rollen, Wunden und Verletzungen hinschauen, dann können wir sehen, dass eigentlich nichts davon wirklich relevant ist. Wer wann wo aufwacht. Schitt egal, wir kommen doch eh nicht dran vorbei an dieser besseren Welt. Die ist gebucht. Der Drops ist gelutscht.

Vom Mond aus betrachtet ist das alles ein Pups. Schaut euch dieses riesige Universum an und dann unsere vermeintlichen Probleme. Das ist doch lachhaft.

In diesen ganzen „Wahnsinn“ der Spiritualität und Göttlichkeit darf vor allem Humor und Leichtigkeit. Das ist ja alles schön und gut, dieses Leben hier verstehen zu wollen, seinen Platz zu finden, sich zu ent-wickeln, sich zu ent-decken, verstehen zu wollen, wer man ist und wo man hingehört, in die eigene Größe zu kommen. Am liebsten bin ich allerdings echt und ehrlich und aufrichtig und komplett ich.

Bei aller Eigenverantwortung und Reflektion und Entwicklung will ich doch einfach nur Mensch sein. Dann will ich mal jemanden völlig unreflektiert anmotzen, dann will ich mich aufregen, wenn mich hier jemand angreift und sich angepisst fühlt, dann will ich mal lästern und bewerten. Mein Gott, wir sind nicht hier, um perfekt zu sein. Wir sind hier um echt zu sein, mit allen Facetten. In jedem Moment einfach nur authentisch. Mehr braucht es doch nicht.

Ich will das bunte, pralle Leben, Freude genauso wie Wut. Ich bin kein besserer Mensch, wenn ich bierernst und abgeklärt, völlig reglos in meiner Ecke sitze und erleuchtet bin, wenn mich nichts mehr berühren und bewegen kann.

Ich will unbedingt berührbar sein in jeglicher Hinsicht. Ich will fühlen und zwar alles. Jedes Gefühl ist bei mir willkommen. Das ganze Spektrum.

In diesen ganzen Zirkus darf echt mehr Spaß und Wurschtigkeit. Und ich feier jeden, der sich hinstellt und sagt, dass ihm grade die Krawatte schwillt und der einfach mal losdonnert. Natürlich ist es wichtig, prinzipiell bei sich zu bleiben und zu wissen, dass der andere gerade einfach nur was auslöst und nicht schuld ist, dass es mir gerade so geht. Aber dieses Gefühl will ich doch erstmal leben. Ich will lospoltern und bin deswegen trotzdem ein guter Mensch. Vielleicht vor allem deswegen.

Mir tut es unfassbar gut, mir all das zu erlauben. ALLES. Und vor allem mal herzlich drüber zu lachen und mal drauf zu sch…, immer wieder. Das ist alles halb so wild und tragisch wie wir meinen.

PS: Den Spruch auf dem Bild hab ich übrigens geklaut. Wo weiß ich tatsächlich nicht mehr. Ist schon älter…

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