Heute ist ein guter Tag, um dir ein paar wesentliche Fragen zu stellen. Wesentlich sind dabei nicht die Fragen, die dir als Mensch einfach so im Alltag in den Sinn kommen, sondern die, die dem Wesen der Seele entsprechen. Diese kommen dir nicht einfach so in den Sinn, denn ihr Sinn ist es, den lieb gewonnenen Alltag auf den Kopf zu stellen.
Im Alltag lebst du das Leben, das du kennst, und du kennst es, weil du es so gelernt hast. Was du jedoch nicht gelernt hast, ist wichtiger als das, was du gelernt hast, denn auf Grundlage des in dieser Zeit erlernten sogenannten Wissens, lernst du nicht, dich zu entfalten, sondern du lernst, dich in deiner Entwicklung weiter zu beschneiden.
Du betrĂŒgst dich gewissermassen selber, denn derjenige, der dein Leben fĂŒhrt, ist nicht die Seele, die du bist, sondern das falsche Selbst, fĂŒr das du dich hĂ€ltst, da du dich mit ihm identifizierst. Die Seele wurde in den Hintergrund gedrĂ€ngt, um ein materielles Leben zu fĂŒhren. Ihn diesem materiellen Leben spielt die Seele keine Rolle, und nicht nur das: sie stört sogar.
WĂŒrdest du das Leben der Seele leben, die du bist, dann wĂ€ren all die Dinge, die du tagein, tagaus tust, ohne Bedeutung. Die Seele ist etwas vollkommen anderes als das, wofĂŒr du dich hĂ€ltst. Sie ist etwas vollkommen anderes als dein Körper mit all seinen Vorstellungen, WĂŒnschen, SehnsĂŒchten, Begierden und Hoffnungen, die ĂŒblicherweise alle materieller Art sind. Von dem anderen willst du nichts hören, denn das wĂŒrde deine PlĂ€ne durchkreuzen.
Deine PlĂ€ne sind die des falschen Egos und nicht die der Seele. Die Seele plant einzig und allein in ihre natĂŒrliche Bestimmung zurĂŒckzukehren. Wenn du jedoch ĂŒber deine Bestimmung nachdenkst, dann denkst du ĂŒber die WĂŒnsche und SehnsĂŒchte des falschen Egos nach und nicht ĂŒber die der Seele.
Die Seele sehnt sich nicht danach, etwas ganz Besonderes zu sein, da sie ohnehin etwas ganz Besonderes ist, was sie auch weiss. Du als Mensch weisst das aber nicht, und so sehnst du dich danach, dich auf eine Art und Weise auszudrĂŒcken, die dir nicht nur Spass macht, sondern die dir auch Anerkennung, Reichtum, und Macht verspricht.
Das aber sind nur materielle Ziele, die der Seele nichts bringen. Die Seele hat nichts davon, anerkannt zu werden, reich oder mÀchtig zu sein. Die Seele hat etwas davon, wenn sie das sein kann, was sie wirklich ist. Aber wer weiss schon, was die Seele wirklich ist? Weisst du, was die Seele wirklich ist? Weisst du, wer du wirklich bist?
Das wĂ€re also schon einmal die erste wesentliche Frage: Was ist die Seele? Ist die Seele etwas, das du hast? Und wenn ja, was nĂŒtzt sie dir? Macht sie dir Spass, verschafft sie dir Anerkennung, Reichtum und Macht? Hilft sie dir, ein besseres Leben zu fĂŒhren? Gibt sie dir Sicherheit?
Und wer ist das, der eine Seele hat? Wer ist der Besitzer der Seele? Wenn du also sagst: Ich habe eine Seele – wer bist du, dass du so etwas behaupten kannst? Wie lange besitzt du die Seele schon? Und was hast du mit ihr, deinem Besitz, bisher gemacht? Verwendest du sie fĂŒr irgend etwas? Was könntest du mit ihr anstellen? Wie hat sie sich unter deiner FĂŒhrung entwickelt?
Das sind wesentliche Fragen, die dich reifen lassen, wenn du sie dir nicht nur stellst, sondern auch nach Antworten suchst und dich nicht scheust, die Antworten zu akzeptieren. Die Antworten werden nĂ€mlich unangenehm fĂŒr dich sein, der du dich fĂŒr etwas anderes hĂ€ltst als die Seele. Sie werden fĂŒr dich unangenehm sein, weil du erkennen wirst, dass du der Mörder deiner Seele bist.
Das ist harter Tobak, oder? Ja, du bist der Mörder deiner Seele, weil du andere Interessen hast, als deine Seele zu entwickeln. Du mĂŒsstest sie aus deinem dir so lieb gewonnenen Leben mit all seinen Vorstellungen, Gewohnheiten, SehnsĂŒchten, WĂŒnschen, Trieben und Ăngsten auswickeln, die allesamt das bedecken, was die Seele ist, die das ist, was du bist. Du glaubst, eine Seele zu haben, sie also zu besitzen, glaubst aber nicht, dass du dich um sie kĂŒmmern musst.
Was wĂ€re, wenn ich dir sage, dass du nicht eine Seele hast, die du als Wort in schlau klingenden spirituellen SprĂŒchen verwenden kannst, sondern dass du die Seele bist, die völlig unterentwickelt ist?
Das mit der Unterentwicklung soll keine Beleidigung sein. Es entspricht nur den Tatsachen, den du ins Auge sehen musst, wenn du wirklich auf Antworten aus bist. Deine Seele ist unterentwickelt, weil du nicht ihre Eigenschaften ausgebildet hast, sondern die des Widersachers der Seele. Er hat die schlechten Eigenschaften wie Neid, Lust, Gier, Zorn, Stolz oder TrĂ€gheit. Er ist das, wofĂŒr du dich hĂ€ltst.
Du hĂ€ltst dich fĂŒr den Widersacher der Seele, und solange du seine Gedanken denkst, seine GefĂŒhle fĂŒhlst, seine WĂŒnsche hegst und seine Taten tust, bist du der Mörder der Seele, von der du nichts wissen willst.
Und so behauptest du lapidar: Ja, ja, ich habe eine Seele. Und wĂ€hrend du das behauptest denkst du seelenlose Gedanken, fĂŒhlst du seelenlose GefĂŒhle, hegst du seelenlose WĂŒnsche und handelst so, dass die Seele stirbt, anstatt sich zu entwickeln.
Eine weitere wesentliche Frage wĂ€re: Was ist eigentlich die höhere Wahrheit meiner Seele? Die höhere Wahrheit deiner Seele ist nicht die niedere Wahrheit, die du fĂŒr deine Wahrheit hĂ€ltst. Sie hat nichts mit deinem materiellen und durch sogenannte Bildung oder Ausbildung erlernten Wissen zu tun. Du bist nicht als Seele ausgebildet, sondern als Nichtseele – als ihr Widersacher.
Wenn du jetzt schlucken musst, dann schluck. Aber schiebe die Tatsache nicht lÀnger beiseite, dass du selber die Ursache all deiner Probleme bist. Du bist die Ursache deiner Probleme, weil du als Nichtseele die Ursachen setzt, und du setzt diese Ursachen, weil du nicht als Seele handelst, sondern als deren Widersacher, das falsche Ego.
Du identifizierst dich mit etwas, was du gar nicht bist. Wie willst du so jemals glĂŒcklich werden? Wie willst du GlĂŒck finden, wĂ€hrend du die Seele tötest?
Du tötest die Seele nicht wirklich. Die Seele kann nicht sterben, denn sie ist ewig. Aber du tötest sie fĂŒr die Dauer deines Lebens, wenn du nicht ihr Leben lebst, sondern das ihres Widersachers, der seine eigene Wahrheit hat und nichts von der höheren Wahrheit der Seele wissen will.
Die höhere Wahrheit der Seele ist eins mit der Höchsten Absoluten Wahrheit Gottes, so wie die Seele von Natur aus eins mit Gott ist. Du aber weisst nichts davon, erkennst es nicht und lebst es auch nicht. Du willst von Gott nichts wissen, und du willst von der Seele nichts wissen. Du willst einfach nur wissen, wie du ĂŒberleben kannst, wie du deine Sinne befriedigen kannst, wie du den Tod vermeiden oder wenigstens hinauszögern kannst und wie du dein GlĂŒck findest, ohne die Voraussetzungen fĂŒr wahres GlĂŒck zu schaffen oder das Wissen ĂŒber die Höchste Wahrheit anzunehmen.
Du willst so bleiben, wie du bist, aber du willst, dass sich alles Ă€ndert, und das alles gut fĂŒr dich wird. Wie aber soll sich etwas Ă€ndern, wenn du nicht dazu bereit bist? Wie soll etwas gut werden, wenn du das Gute verleugnest? Wie willst du deine Seele entwickeln, wĂ€hrend du sie tötest? Wie willst du deine Ziele erreichen, wenn es Illusionen sind? Wie willst du deinem Wesen entsprechen, wenn du das Wesentliche ausser Acht lĂ€sst? Wie willst du lieben, wenn du vor Angst zitternd am Boden liegst, auf die Welt und alle anderen wĂŒtend bist und weiterhin behauptest, eine Seele zu haben, ohne die Seele zu sein?
ICH BIN die ewige Seele auf der Reise zu sich selbst.
Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie fĂŒr uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Ăberwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gÄ«tÄ und im ĆrÄ«mad-BhÄgavatam verkĂŒndet wird.
Bild von SamWilliamsPhoto auf Pixabay