DIE ENERGIE DES URTEILENS LOSLASSEN

Maria, gechannelt durch Pamela Kribbe

Liebe Menschen,

ich bin Maria. Ich bringe euch den weiblichen Aspekt der Christus-Energie. Es berührt mich, eure  Anwesenheit zu spüren. Eurer aller Energie ist für mich fühlbar. Auch ich bin Mensch auf der Erde gewesen und habe alle Tiefen und Höhen, die damit einhergehen, selbst erfahren. Ich weiß, wie es ist, sich im Leben auf der Erde zu verlieren, abzugleiten in tiefe Emotionen, Emotionen der Angst, Verzweiflung oder Verlassenheit. Ich kenne das Menschsein von innen heraus, und dennoch möchte ich euch sagen, dass das Abenteuer, in das ihr euch auf der Erde begeben habt, wundervoll, schön und grandios ist, wenn ihr lernt, dem Wellengang des Lebens zu vertrauen, dem natürlichen Rhythmus, in dem ihr getragen werdet vom Universum. Ich möchte euch von meiner Reise und eurer Reise erzählen, denn sie ist eine gemeinsame!

Ich war die leibliche Mutter eines Menschen, Jesus, Jeshua, der ein neues Licht, ein neues Bewusstsein auf die Erde brachte. Das war zu einer Zeit, die für dieses Bewusstsein eigentlich noch nicht reif war. Es war zu einer Zeit, als die Energien festsaßen, weil sehr viele Menschen durch die vorherrschenden beengenden und einschränkenden Auffassungen wie verirrt und erstickt waren. Es herrschte ein kollektives Bewusstsein, das auf Angst und Überlebensdrang basierte und sich auf Eigennutz, Macht und Ohnmacht stützte. In dieses Spielfeld hinein kam Jesus. Er kam eine Saat zu säen, einen Lichtfunken zu bringen, der die Herzen der Menschen würde berühren können, die Herzen von Menschen, die dafür offen waren, die sich nach einer anderen Art von Leben sehnten, einem, das nicht aus Angst und Überlebensnot heraus gelebt wurde, sondern aus dem Herzen, aus innerer Verbindung und Fülle, aus Liebe und dem Teilen miteinander.

Jeshua hätte nicht auf die Erde kommen können ohne eine Gruppe von Menschen, die seine Energie, sein Bewusstsein verstanden, die begriffen, was er bringen kam. Ich muss lächeln, wenn ich euch hier ansehe, denn viele von euch waren daran beteiligt, den Christus-Impuls auf der Erde zu empfangen. Viele von euch haben in vorherigen Leben in der Zeit Jeshuas oder kurz davor oder unmittelbar danach gelebt. Es war nicht nur ein Mann, der auf die Erde kam und dort etwas veränderte, es war eine Energiewelle, die herein rollte und von einer Gruppe von Menschen getragen wurde, die wir auch Lichtträger oder Lichtarbeiter nennen: Menschen, die aus ihrem Herzen heraus nach neuen Möglichkeiten strebten, nach einem neuen Bewusstsein auf der Erde. Diese Menschen bildeten die Tragfläche, die Basis für eine Revolution im Bewusstsein, die mit Christus, mit Jeshua begann. Doch Jeshuas Kommen war nur der Anfang, ein zarter Keim, der gepflanzt wurde. Dieser führte bei den Menschen, dies es zu dieser Zeit nicht gewohnt waren, offen für das Neue zu sein, oder bei Menschen, die Macht hatten und sie nicht aufgeben wollten, sofort zu Widerstand. Denn die Botschaft Jeshuas könnte die Macht der bestehenden Regierung, der bestehenden Ordnung brechen: nicht weil er mit ihnen kämpfen und eine neue Macht errichten wollte, sondern weil er den Menschen sagte: „Das Königreich Gottes ist in euch! Der Weg, die Wahrheit liegt in euch selbst. Jeder Mensch hat Zugang zu der Quelle des Lichts, die die ganze Welt trägt und erschafft. Ihr seid selbst ein Teil Gottes“.

Das sagte Jeshua den Menschen, und diejenigen, die von dieser Botschaft berührt wurden, fühlten, wie sich ihre Herzen öffneten, und erinnerten sich plötzlich ihrer Essenz, des göttlichen Lichts, das sie zutiefst sind, dass wir alle zutiefst sind. Viele von euch, die dies lesen, wurden innerlich von Christus berührt, von dem, was er zu vermitteln kam, von dem Wunsch nach einem größeren Bewusstsein, das umfassend, verbindend ist, und danach, die Einheit in allem zu erkennen, was lebt: Mensch, Tier, Pflanze, Natur.

Aber es gab auch die Machthaber, diejenigen, die sich diesem neuen Impuls widersetzten. Und ironischerweise waren selbst unter den Anhängern Jeshuas Menschen, die seine Energie in die Strukturen, Gesetze und Gebote übersetzten und umsetzten, die später in der Organisation der christlichen Kirche festgelegt wurde und die den ursprünglichen freiheitsliebenden Impuls der Christus-Energie entstellten. Schlussendlich entstand in der christlichen Tradition eine Energie, die für das menschliche Bewusstsein sehr einschränkend war. Ich spreche hier insbesondere vom Erbe des Denkens in Termen von Sünde, Schuld und Urteil. Ihr alle tragt dieses Erbe mit euch. Jeder von euch hatte und hat noch immer auf irgendeine Weise damit zu tun. Der ursprüngliche Christus-Impuls wurde durch diese Reaktionen des Widerstands, der Missverständnisse und der Verzerrungen lange Zeit unterdrückt und musste sich darum im Verborgenen halten.

In dieser heutigen Zeit wird der Keim der Christus-Energie immer kraftvoller und reifer. Er erblüht mehr und mehr in den Herzen vieler Menschen auf der Erde. Dies geschieht individuell. Von ihrem eigenen Wesen, von ihrer eigenen Basis aus fühlen sich immer mehr Menschen auf der Erde zu einer anderen Art von Leben gerufen: einem Leben aus der Verbindung, aus der Freude und Hoffnung heraus.
Heute möchte ich euch daher etwas über die Tradition von Urteil, Sünde und Schuld erzählen, denn es ist eigentlich die Bestimmung dieser Zeit, dass diese Tradition endlich losgelassen werden kann.

Wir befinden uns nun in der Vorweihnachtszeit. Zu Weihnachten wird die Geburt Christi gefeiert. Umfassender könnte man sagen: die Geburt des Christusbewusstseins. Denn tatsächlich fand diese Geburt nicht einfach nur einmal statt, als Jeshua als physische Erscheinung auf der Erde erschien. Diese Geburt erstreckte sich über viele Jahrhunderte, über Jahrtausende. Und diese Geburt des Christusbewusstseins findet auch jetzt statt. Durch euch! Ihr seid es, die dieser Geburt hier und jetzt Form, Gestalt geben. Denkt zur Weihnachtszeit einmal daran: das Fest des Wunderbaren, des Neuen, der Unschuld, das und die wiedergeboren wird. Fühlt, dass ihr direkt daran teilnehmt, durch das, wer und was ihr jetzt seid.

Lasst uns auf die Tradition zurückblicken, in der der Christus-Energie vonseiten der Kirche eine bestimmte Form gegeben wurde. Aus der so entstandenen Energie heraus wurde euch tatsächlich gelehrt, nicht euch selbst, nicht auf eure eigenen natürlichen Impulse zu vertrauen. Als die Kirche sich die Energie Jeshuas und seine Botschaft aneignete, kam eine gebieterische, zwingende männliche Energie ins Spiel. Was tun Machthaber, um die Menschen zu unterdrücken? Sie können dazu körperliche Gewalt einsetzen, aber sie können auch geistige Gewalt anwenden, und dies ist oft viel effektiver. Man kann den Menschen sagen, dass sie nicht auf ihre spontanen Gefühle, ihre Gefühle und die Wünsche vertrauen sollen, die ganz natürlich aus ihrem Herzen, ihrem Körper und ihrer Seele hervorsprudeln. Man kann ihnen weismachen, sie dürften nicht auf sie hören, sondern müssten sie unterdrücken, weil es eine höhere Wahrheit gebe, die nicht direkt von ihnen selbst, sondern nur von einigen wenigen Menschen erkannt werden könne, die Zugang zur Quelle, zum Licht, zu Gott hätten. Dies war im Wesentlichen die Vorgehensweise, mit der die kirchliche Macht die Menschen unterdrückt hat. Es ist eine Lehre entstanden, in der der Mensch als grundsätzlich sündig und schlecht betrachtet wurde. Diese Sichtweise hat bei den Menschen viel angerichtet.

Was geschieht mit euch, wenn ihr nicht mehr darauf vertrauen könnt, was euer Gefühl, euer Herz euch eingibt? Wenn ihr auch die Wünsche und Freuden des irdischen Daseins, eures Körpers nicht genießen dürft: des Essens, Trinkens, des Verschmelzens mit einem anderen Menschen? Wenn all das „nieder“ und „sündig“ ist, dann fühlt ihr euch irgendwann im Leben auf der Erde nicht mehr zu Hause. Und auch jetzt setzt sich diese Tradition des Urteils, der Sünde und der Schuld noch immer fort. Natürlich leeren sich die Kirchen in vielen Ländern. Es kommt auch vieles über den Machtmissbrauch an die Oberfläche, der in der Kirche stattgefunden hat. Aber die Energie des Urteilens ist noch immer da. Schaut nur einmal bei euch selbst: Wie oft ist da nicht eine innere Stimme in euch, die sagt „Du machst das nicht gut“. Eine Stimme, die kritisch und wertend, verurteilend, schneidend ist. Urteilen schneidet; es bestimmt: „Dies ist gut und jenes ist schlecht“. Fühlt einmal die Energie des Urteils. Sie ist kalt, sie ist nicht menschlich, einfühlsam oder warm. Es ist die Energie einer Autorität, die außerhalb von euch ist und über euch entscheidet.

Ihr alle habt diese Stimme verinnerlicht, und sie mag in dieser Lebenszeit durch eure Erziehung zu euch kommen, durch die Ge- und Verbote, die in eurer Kultur und Gesellschaft herrschen, die Moral, die ihr euch in der Schule oder in eurer Arbeit oder eben durch religiöse Vorstellungen zu Eigen gemacht habt, denen ihr begegnet. Auch moderne Spiritualität kann sehr gebieterisch sein, wenn es darum geht, was ihr fühlen oder nicht fühlen dürft, was ihr tun oder nicht tun dürft. Unterschätzt das nicht, denn auch auf dem Wege kann die Energie des Urteils sehr stark durchkommen. Ihr habt euch nur einfach sehr daran gewöhnt!

Die Vorstellung, dass ihr vollkommen gut seid, dass alles, was an Emotionen, Impulsen und Wünschen in euch lebt, in Ordnung ist, ist sehr erneuernd, auffrischend! Und das ist es, was Jeshua euch mitzuteilen kam, das ist es, was wir mit dem Begriff „die Sprache eurer Seele“ ausdrücken wollen. Betrachtet einmal den Alltag: Euer Körper, eure Gefühle, euer Herz vermitteln euch fortwährend, wo ihr steht, was ihr fühlt, was ihr wollt. Eure  Seele kommuniziert mit euch durch eure  irdischen Emotionen und Wünsche. Das Königreich Gottes liegt in euch. Aber irgendwo ist da auch diese Stimme, diese verurteilende, schneidende Stimme, die euch sagt, dass ihr es nicht richtig macht oder dass ihr euch nicht richtig anfühlt. Oft ist sie auch von eurem Verstand eingefärbt, der die Dinge rational begründen oder beweisen will. Es geht mir hier darum, dass ihr in euch selbst die Energie der Selbstkritik, des Urteils, das ihr so regelmäßig über euch selbst fällt, erkennt. Und es geht dabei nicht einmal so sehr um den Inhalt sondern die Energie des Urteils.

Geht dem einmal nach: Schaut euch etwas an, das euch in diesem Moment eures Lebens an euch stört, etwas, von dem ihr denkt: „Es läuft nicht gut, ich mache das nicht gut, ich versage, ich hätte immer schon so oder so sein sollen, das und das erreichen sollen. Ich sollte woanders sein als da, wo ich jetzt bin.“ Seht euch einmal an, auf welche Weise ihr euch selbst verurteilt, und spürt die Energie des Urteils, sein schneidendes Schwert.

Seht nun einmal in eurem Innern ein Kind sitzen, ein Kind, das eure Gefühle repräsentiert und ausdrückt. Ein Kind, das vielleicht traurig ist, weil ihr das Gefühl habt, dass ihr versagt, dass ihr etwas nicht richtig macht, dass ihr in bestimmten Dingen weiter oder besser sein müsstet als ihr seid. Seht euch an, was diese Energie dieses schneidenden Urteils mit dem Kind macht. Das Kind will leben, das Kind ist der Ort eurer Gefühle, Passion und Leidenschaft.

Was geschieht, wenn diese Seite von euch durch all das Urteilen und Müssen – „dies und das gehört sich so und so; das und jenes muss man tun oder muss sein“ – unter Druck gesetzt wird, ist, dass das Kind auf Dauer rebellisch wird. Es wird ungehalten, doch es kann auch depressiv werden. Es kann die Aggression, die es empfindet, gegen sich selbst zu richten beginnen, es kann sich dadurch sehr minderwertig fühlen. Es können in ihm dann verzerrte Verhaltensweisen entstehen, von denen dieser Mensch denkt: „Das ist nicht richtig, das ist destruktiv. Wie kann ich solch ein verzerrtes Verhalten als eine gute Seite in mir, als Ausdruck meiner Seele sehen?“ Aber diese Verzerrung und die Destruktivität entstehen, weil eure ursprünglichen, natürlichen Impulse (hier als das spontane Kind vergegenwärtigt) durch Urteile unter Druck gesetzt wurden, die euch aus eurer Umgebung oder aus eurem eigenen Geist heraus begegnet sind. Befreit nun dieses innere Kind in euch. Das Kind ist unschuldig.

So oft und so tiefgreifend wurde euch gelehrt, dass ihr schuldig seid, schuldig des ‚Fehlverhaltens‘. Welches Fehlverhalten? Ihr lebt. Ihr lebt als Mensch auf der Erde: Ihr begebt euch tief hinein, erreicht manchmal Höhen der Freude und Ekstase, aber manchmal seid ihr auch tief bestürzt, finster, traurig oder wütend, gar rasend, und all dies ist Teil des Lebens. Worin liegen da Schuld oder Sünde? Indem ihr in Schuld oder Sünde denkt, unterdrückt ihr eure natürliche Lebensenergie, und das erst führt wirklich zu Missständen oder Missverhalten.

Lasst das Kind in euch frei, lasst es leben! Lasst es sich ausdrücken, auch wenn „es sich so nicht gehört“, es nicht den Erwartungen der Menschen entspricht. Dieses Kind ist das schönste Geschenk, das ihr von Gott bekommen habt. Es ist die Quelle des Lebens. Empfangt es in euch.

Und lasst euch in Momenten, in denen ihr euch sehr kritisch fühlt und euch selbst verurteilt, nicht auf eine Diskussion mit dem Inhalt dieser Urteile ein. Denkt nicht lange über sie nach, überlegt nicht ewig lang hin und her, sonst bleibt ihr in der Energie des Urteilens feststecken. Was zählt, ist diese Energie, nicht der Inhalt. Für jeden nehmen diese Urteile einen anderen Inhalt an. Daher seid stattdessen aufmerksam, wenn ihr euch selbst kalt begegnet. Was auch immer der Inhalt des Urteils sein mag, es kann euch niemals die Wahrheit geben. Die Wahrheit manifestiert sich nicht mithilfe von Kälte. Einige von euch haben gelernt, dass es gut und gewissenhaft, verantwortungsvoll sei, sich sich selbst vorzuknöpfen, streng mit sich selbst zu sein und sich „zur Ordnung zu rufen“. Aber diese Art von Umgang mit euch selbst führt euch weiter fort von der Wahrheit und davon, die natürliche Lebensfreude wiederzugewinnen.

Nur wenn ihr fühlt, dass ihr gut seid, euch ganz und gar, in eurer ganzen Menschlichkeit, gut fühlt, erst dann zeigt ihr die schönsten, kraftvollsten und liebevollsten Seiten eurer selbst. Das ist ein Naturgesetz. Zuerst will alles angesehen werden, ihr müsst „Ja“ sagen zu allem, was in euch lebt. Dann könnt ihr auch anderen gegenüber offen und verbindlich sein, ohne zu urteilen. Es beginnt bei euch.

Dies ist die Botschaft der Christus-Energie: Lasst das Urteilen, die Gesetze und die Gebote los. Lasst alles sein. Schaut euch selbst offen an, nicht aus der Kälte all des Müssens heraus, sondern voll Neugier und Staunen, voll Wärme und Mitgefühl. Wenn ihr euch selbst das geben könnt, wird das Leben so viel einfacher, so viel fleißender und glücklicher. Und die Lichtfunken, die ihr dann ausstrahlt, berühren auch andere Menschen. Das ist die Geburt des Christusbewusstseins auf der Erde. Dass ihr fühlt „Mit mir ist alles in Ordnung, ich bin gut, Gott ist in mir, das Königreich Gottes liegt in mir„. Indem ihr nicht urteilt, sondern offen mit euch selbst seid und versteht, warum ihr euch so fühlt, wie ihr euch fühlt. Das ist befreiend und wärmend, das ist es, was Gott will: Gott will das Leben durch euch, durch uns erfahren.

Das Leben wird leichter und glücklicher, wenn ihr nicht mehr urteilt. Das Leben auf der Erde kann schön, wunderbar und vertiefend sein. Vertraut wieder auf die Sprache, die euch euer irdischer Körper und euer irdisches Menschsein geben. Vertraut wieder auf euer Gefühl, euer Herz. Seid nicht zu rational, zu vernünftig.

Ich liebe euch alle. Ich bin ein Mensch gewesen und fühle daher eine tiefe Verbindung mit euch allen hier. Das liebste, was ich euch wünsche, ist Freude, Freude in eurem Leben! Nicht weil alles gerade gut geht und wunderbar läuft, sondern weil ihr seid, wer ihr seid, in all eurer Schönheit und Einfachheit. Ihr seid das Leben selbst. Lasst das Leben fließen, wie es möchte, und feiert es. Das Leben ist da, um gefeiert zu werden.


Channeling: © Pamela Kribbe
Übersetzung: Yvonne Mohr, http://www.lichtderwelten.de
Deutscher Text: http://www.lichtderwelten.de/index.php/geistige-welt/channelings-anderer/pamela-kribbe/maria–die-energie-des-urteilens-loslassen