Ein kurzer Augenblick FÜR das Leben, Monika Hagn

Was geschehen kann, wenn der Mut zur Wahrheit aus dem Herzen fließen will und sich von nichts und niemanden den Mund verbieten, sich zurĂŒckhalten lĂ€sst, durfte ich gestern hautnah erleben.

Das wunderbar warme FrĂŒhlingswetter, der bereits so spĂŒrbare Hauch von FrĂŒhsommer hatte mich gestern in die Natur gelockt. Genauer gesagt in einen kleinen Park am See. Es war nicht sonderlich viel los zu dieser Mittagsstunde, was meinem BedĂŒrfnis nach Ruhe sehr gelegen kam.

Die Verbindung von WĂ€rme, reiner klarer Luft und das wundersame Glitzern der Wellen im Licht der Sonne waren Balsam fĂŒr meine Seele. So saß ich also und blickte gedankenverloren auf die Weite des Sees, mit den im Hintergrund schimmernden noch schneebedeckten Bergen. Niemand hier schien sich um das Thema, das jetzt in aller Munde ist, zu scheren. Freie, ausgelassene und freundliche Mienen, die sich „im Ganzen“ zeigten, kommunizierten und interagierten hier miteinander. Was fĂŒr eine Erleichterung, dachte ich mir.

Als ich es auf einmal hinter mir leise rascheln hörte. Ich drehte mich um und bemerkte eine Ă€ltere Dame, die sich ein paar Meter hinter mir auf der Parkbank, niedergelassen hatte. Sie schaute den Kindern zu, die mit Gejohle ĂŒber eine Wiese flitzten, ausgelassen herumtollten und offensichtlich das Spielen miteinander aus ganzem Herzen genossen.

Unsere Blicke trafen sich. Irgendwie schien es mir, als wollte sie das Wort an mich richten, ĂŒberlegte es sich aber dann doch anders. Ihre Augen folgten den laufenden Kindern und ein stilles, glĂŒckliches LĂ€cheln umspielte ihren Mund. Das nahm ich zum Anlass um meinerseits ein GesprĂ€ch mit ihr zu beginnen. „Die Kinder haben es so dringend nötig, nach der langen Zeit, endlich wieder mit ihren Freunden zu spielen,“ meinte ich und lĂ€chelte sie an „sie trifft es am hĂ€rtesten“. „Oh, ja, es ist eine schlimme Zeit und sie genießen es zusehends“, erwiderte sie und ergĂ€nzte, wohl durch meine Worte und mein LĂ€cheln ermutigt „ganz ehrlich, so langsam kann ich gar nicht mehr an all das, was „sie“ uns sagen glauben. Wer weiß ob das alles so stimmt.“ Ermutigt, durch ihre Aussage gab ich diesem GesprĂ€ch eine spezielle Richtung und wir vertieften noch eine Weile die ZusammenhĂ€nge des Weltgeschehens. So kamen wir auch auf die leidigen Themen und Maßnahmen zu sprechen, welche unser aller Leben so sehr zu erschweren und einzuengen scheinen. Die Ă€ltere Dame war sehr klar in ihrem Denken und auch grundsĂ€tzlich positiv ausgerichtet. Jedoch war bei allem was sie mir mitteilte Unsicherheit und auch Ängstlichkeit heraus zu hören. Wem sollte sie Glauben schenken, was letztlich Wahrheit zu sein schien und was nicht. Alte Konditionierungen und Herzenswissen kollidierten spĂŒrbar in ihrem Inneren miteinander.

Völlig ĂŒberraschend und ohne Vorwarnung sprudelte es nun aus mir heraus wie ein Wasserfall. Ich erzĂ€hlte ihr aus meinem Leben, wie wichtig es wĂ€re, gerade jetzt im Vertrauen zu bleiben und wie sehr ich daran glaubte, dass alles gut ist, was geschieht, weil es dieses Chaos braucht um die Menschheit die Wahrheit erkennen zu lassen. Es floss nur so aus mir heraus, ich wusste gar nicht was mit mir geschah. Doch mit jedem meiner Worte glaubte ich zu sehen, wie sich die GesichtszĂŒge meines GegenĂŒbers mehr und mehr entspannten, bis sie schließlich mit einem Seufzer der Erleichterung meinte: „Ja wenn sie das so sagen, fĂŒhle ich mich jetzt schon viel sicherer“.

Warum ich Euch das erzĂ€hle? Weil ich heute noch einmal durch dieses Zusammentreffen klar erkennen durfte, wie sehr jeder Einzelne den Anderen braucht, ganz und besonders in diesen Zeiten. Wie wichtig es ist, sich miteinander auszutauschen und ĂŒber die Wahrheit zu sprechen und wie wahrlich wenig es dazu braucht, um einem Mitmenschen UnterstĂŒtzung zu geben.

Niemand kann wissen, wie ein Anderer denkt und viele haben Angst wie damals zu Zeiten des Nationalsozialismus offen die Wahrheit auszusprechen ohne Repressalien befĂŒrchten zu mĂŒssen. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, euch zu zeigen und mit FingerspitzengefĂŒhl und dem Mut zur Offenheit voran zu gehen. Manche brauchen nur noch einen kleinen Schubs in die richtige Richtung. Gebt den Menschen, bei denen ihr das GefĂŒhl habt, dass es stimmig ist, eure klare Ausrichtung, eure Power und eure Zuversicht. Nur wenige Worte können so viel mehr bewirken, als es vielleicht scheint. Jeder Einzelne ist in der Verantwortung das Beste fĂŒr sich und seine Mitmenschen zu tun, wo immer wir sind. Liebe zu geben, wo immer wir sind.

Der Seelenschmetterling

©Monika Hagn

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