Von der Inkarnation zur Exkarnation, Pamela Kribbe

von Jeshua, gechannelt durch Pamela Kribbe

Liebe Menschen,

ich bin Jeshua. Ich bin bei euch als euer Bruder und euch Gleichgesinnter. Ich stehe direkt bei euch. FĂŒhlt meine Gegenwart und erinnert euch durch mich, wer ihr seid, wer ihr im Wesen seid.
In eurem Herzen brennt ein Licht, ein inneres Wissen, das euch von einer Dimension, einem „Seinsfeld“ aus mitnimmt, das jenseits des Irdischen liegt.

Das Irdische ist, um es so zu beschreiben, eine Dimension oder ein Seinsfeld, in das ihr euch vermittels eines Körpers eingebunden habt. Ihr lebt in einem Körper und ĂŒber eure Sinne kommen Reize und Informationen zu euch herein, die ihr mit Hilfe eures Gehirns verarbeitet. Das Zusammenspiel von Gehirn und Sinnen wurde im Rahmen der Biologie und Psychologie wissenschaftlich definiert, wobei die Psychologie sich dabei mehr mit den GefĂŒhlen und Emotionen befasst, die ihr als Mensch habt, und darin EinflĂŒsse sieht, zum einen vonseiten eurer Gene, eurer genetischen Vorgeschichte, und zum anderen von außen her, also seitens der Kultur und des Umfelds, in dem ihr aufwachst.

In alldem wird die DomĂ€ne des Irdischen aus der Perspektive des Irdischen selbst heraus beschrieben. Die Wissenschaft will sich auf das Materielle beschrĂ€nken und das Leben einschließlich des Bewusstseins auf der Basis dieses Materiellen erklĂ€ren: anhand des Körpers mit seiner Vorgeschichte und den EinflĂŒssen von außen. Die Folge dieses Ansatzes ist, dass darin der Kern des Menschen als ein Wesen fehlt. In dieser Betrachtung wird die Seele nicht erkannt oder gesehen. Und das ist es, was der wissenschaftlichen Perspektive fehlt, wenn sie auch sehr reichhaltige Informationen beinhalten kann. Aus wissenschaftlicher Sicht stirbt das „Ich“, das, wer man ist, mit dem Tod des Körpers. Es gibt darin kein „Ich“, das ĂŒber den Körper hinausgeht. Aus ihrer Perspektive ist das Älter Werden etwas Absolutes, ein Abbau, ein Zusammenbruch oder Zerfall, ein Verfallen dessen, wer und was man ist. Dieser Zerfallsprozess wird dann schnell als schicksalhaft, unumkehrbar, als ein endgĂŒltiger und trauriger Verlust erlebt, als ein Abschied vom Leben. Das Verleugnen der Seele, besser noch gesagt, das Verleugnen der Vorstellung, dass der Materie etwas anderes als die Materie zugrunde liegt, fĂŒhrt zu einer Verarmung des Lebens.

Heute möchte ich etwas ĂŒber das Älterwerden und die zweite LebenshĂ€lfte aus der Perspektive der Seele sagen. Die Seele selbst steht außerhalb oder ĂŒber Zeit und Raum. Die Seele befindet sich in einem Entwicklungsprozess. Die Seele ist im Werden. Sie wĂ€chst und reichert sich selbst durch Erfahrung an und befindet sich in diesem Sinne gewissermaßen im Reich der Zeit. Sobald die Seele ein Leben auf der Erde beginnt, taucht sie gleichsam tiefer in die Gesetze von Zeit, Raum und Materie ein und verengt ihr Bewusstsein, um sich auf diese Weise sehr intensiv in eine Erfahrung zu begeben und so Perlen der Weisheit und der Einsicht zu entdecken und zu kreieren.

Wenn ihr inkarniert, setzt ihr als Seele sozusagen Scheuklappen auf. Ihr tut dies ganz bewusst. Ihr verschließt einen großen Teil von euch selbst, um euch vollends auf die Wirklichkeit im Hier und Jetzt fokussieren zu können, begonnen mit dem Körper eines Babys, eines Kindes. In diesem Eintauchen in die Materie, in den irdischen Körper, liegen enorme Hingabe, Wagemut und KĂŒhnheit, da die Seele sich ein StĂŒck weit von ihrem gereiften Kern trennt, um den Sprung ins Neue machen zu können. In gewisser Weise also sterbt ihr in dem Moment, in dem ihr inkarniert. In dem Moment, in dem ihr in das Seinsfeld der Erde und die dort geltenden Gesetze eintaucht, nehmt ihr gewissermaßen Abschied von dem grĂ¶ĂŸeren inneren Wissen, von der grĂ¶ĂŸeren Reichweite und Bandbreite eures Bewusstseins – nicht nur materiell, sondern auch geistig. Ihr taucht in die Wolke von Vorstellungen, Überzeugungen, Energien und emotionalen SphĂ€ren ein, die in und um die Erde hĂ€ngen. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist beachtlich!

Ich möchte euch einladen, jetzt mit diesem Moment des Sprungs in die Tiefen des irdischen Seinsfeldes, dem Tauchgang der Inkarnation, Kontakt aufzunehmen. Dieser war nicht einfach nur ein einzelner, einziger Moment, denn die Inkarnation ist ein Prozess. Ich möchte ihn in einem symbolischen Bild zusammenfassen und bitte euch darum nun, mit mir zu reisen, um zu sehen, wie ihr den Sprung in dieses Leben erlebt habt.

Stellt euch vor, ihr sitzt auf einer Wiese mit einer sehr harmonischen Natur um euch herum. Ihr seid von FĂŒhrern umgeben, die mit euch sprechen und euch zeigen, dass im irdischen Leben eine wertvolle Erfahrung liegt. Sie begleiten euch und laden euch ein, mit ihnen zu gehen. Ihr schaut euch noch einmal um und spĂŒrt die anmutigen, fließenden Energien der Natur: das weiche Gras, in dem ihr sitzt, die BĂ€ume, die Pflanzen und Blumen um euch herum, den Gesang der Vögel.
Nun winken euch eure FĂŒhrer mit einem LĂ€cheln zu und ihr steht auf und folgt ihnen, bis ihr an ein Tor kommt. Sie öffnen das Tor fĂŒr euch und verabschieden sich dann von euch. WĂ€hrend ihr dort allein an der Schwelle dieses Tores steht, eines Tores zwischen Himmel und Erde, spĂŒrt ihr immer noch immer ihre Liebe in eurem Herzen.

Jetzt steht ihr jenseits des Tores. Schaut einmal, was ihr dort seht oder fĂŒhlt. SpĂŒrt, dass ihr am Beginn einer Reise steht, die euch etwas Wertvolles bringen wird, wenn auch diese Reise Höhen und Tiefen haben wird, wenn sie auch herausfordernd sein wird.
Dann spĂŒrt ihr, wie euer Bewusstsein buchstĂ€blich nach unten gezogen wird, dass ihr mehr und mehr in die SphĂ€re des Irdischen eintaucht. Ihr erfasst nicht ganz, was geschieht, aber ihr lasst los, ihr lasst euch eintauchen und richtet euch auf das Neue aus.
Nun nehmt Kontakt zu dem kleinen Baby auf, das ihr zu Beginn dieses Lebens wart, das Baby, das noch im Körper eurer Mutter war. Schaut dabei, was mit euren GefĂŒhlen geschieht. Es kann so scheinen, als wĂŒrdet ihr in eine Art Trichter eintreten, als wĂŒrdet ihr in die SphĂ€re des Irdischen hineingezogen werden. Haltet in diesem Moment des Eintauchens einmal inne, um euch zu sammeln. Denkt nicht an eure Mutter oder eure Eltern, sondern bleibt fĂŒr einen Moment in dieser Zwischenphase und fĂŒhlt, was es mit euch gemacht hat. Das Eintauchen in das irdische Leben, in eine neue Geburt, ist eine Art Sterben – vorĂŒbergehend zwar, aber es ist eine reale Erfahrung. Erinnert euch. Seid ganz in diesem Moment bei euch. FĂŒhlt den Verlust, aber auch den Mut, die Courage, die ihr hattet, dies anzugehen. Erinnert euch auch an das Versprechen, dass ihr einst wieder an den schönen Ort zurĂŒckkehren werdet, von dem ihr kommt, jene himmlische Wiese, umgeben von schimmernden Strahlen, Schönheit, WĂ€rme und Harmonie. Das ist euer Zuhause, und ihr macht jetzt einen Ausflug. Ihr wollt hier etwas erfahren.

In der ersten HĂ€lfte eures Lebens seid ihr vor allem damit beschĂ€ftigt, hier auf der Erde Wurzeln zu schlagen und euren Weg zu finden. Da die Energien auf der Erde recht herb sind und mit allerlei Ängsten und NegativitĂ€t durchwoben sind, ist es in der Kindheit und im jungen Erwachsenenalter oftmals nicht einfach, euer eigenes Seelenlicht wiederzufinden. Eines der ersten Dinge, derer ihr euch als Baby und Kind gewahr werdet, ist die enorme Sehnsucht nach Liebe, Harmonie und Geborgenheit – Energien, die ihr aus der himmlischen SphĂ€re kennt, aus der ihr kommt. Diese Energien sind fĂŒr die Seele in euch wie Sauerstoff. Wenn ihr jung seid, versucht ihr, sie zurĂŒck zu holen. Das ist manchmal schwierig, weil eure Eltern und die Menschen um euch herum euch das Beste geben wollen, sie sich aber selbst oft von ihrem Seelenkern entfernt haben, so dass sie euch meist eine Mischung aus Liebe und Angst prĂ€sentieren.

Es besteht eine Entfremdung im irdischen Seinsfeld, eine Abwesenheit von Liebe und Verbindung die die gesamte Gesellschaft durchzieht. Und dies trifft euch als Kind unvermittelt, vor allem, wenn ihr eine Lichtarbeiterseele seid und darum eine große Empfindsamkeit in eurem Herzen tragt, und so bekommt ihr schnell ein GefĂŒhl von Heimweh, das ihr als Kind nicht einordnen könnt. Wenn auch die erste LebenshĂ€lfte oft im Zeichen dessen steht, euch anzupassen, euch in dieser Welt zurechtzufinden und in ihr zurechtzukommen – euch vollstĂ€ndig die Gesetze und Regeln zu verinnerlichen, die hier gelten -, tiefer also in die Materie einzudringen, ist immer ein Hintergrundschmerz da, ein Zweifel, eine Frage, die beinah philosophischer Natur ist: Was tue ich hier? Passe ich hierher? Wer bin ich? Warum fĂŒhlt es sich hier so seltsam an, so fehl am Platz?

In der ersten LebenshĂ€lfte seid ihr damit beschĂ€ftigt, eurer IdentitĂ€t eine Form zu geben. Oft kommt es dabei zu einer gewissen Gespaltenheit in euch, ihr wollt sozusagen in eurem Umfeld mitmachen, euch beteiligen, und es besteht zudem der psychische Druck, euch anzupassen. Diesem Druck nachzugeben, hat nicht nur mit Angst zu tun, sondern auch mit dem aufrichtigen Wunsch nach Liebe und Gleichgesinntheit, nach der Verbindung mit anderen. Es besteht ein Druck, an dem teilzunehmen, was durch das kollektive Bewusstsein vorgeschrieben wird, durch die Gesamtheit der Ideale, die euch durch alle möglichen Bilder prĂ€sentiert werden, Bilder, die eure Eltern euch vermitteln, die ihr aber auch durch das Fernsehen und andere Medien erhaltet. Bilder eines guten und erfolgreichen Lebens, Bilder voller Romantik und davon, man selbst zu sein, Bilder von Erfolg und davon, bewundert zu werden. All diese Bilder lassen euch nicht unberĂŒhrt.
In der ersten LebenshĂ€lfte verliert ihr unter dem Einfluss all dieser Bilder und Konventionen oft die Verbindung, den Kontakt zu eurer Seele – wenn es auch oft Momente, Situationen und Entscheidungen gibt, die euch die Möglichkeit geben, zu euch selbst zurĂŒckzukehren. Diese RĂŒckkehr geschieht dabei nicht immer auf eine angenehme Weise, manchmal werdet ihr durch eine Krise, eine Krankheit oder ein RĂŒckschlag zurĂŒck zu eurem Kern geleitet. Dieser Kern, die Seele in euch, die hierhergekommen ist, um etwas zu erfahren, ist nicht hier, um sich anzupassen. Eure Seele ist hier, um sich inmitten all der EinflĂŒsse, die auf sie einwirken, an sich selbst zu erinnern. HĂ€ufig bietet euch die zweite LebenshĂ€lfte Gelegenheiten und Möglichkeiten, euer eigenes Seelenbewusstsein tiefer in eure AlltagsrealitĂ€t einzulassen.

An einem bestimmten Punkt spĂŒrt ihr, dass die Bewegung der Inkarnation ihren tiefsten Punkt erreicht hat und dass eine umgekehrte Bewegung beginnt, nĂ€mlich die der Exkarnation oder des Ablösens. Dieser Moment ist oft nicht eindeutig festzulegen und ist nicht an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden, aber die Umkehrung ist innerlich deutlich spĂŒrbar. HĂ€ufig geschieht sie irgendwann in den Vierzigern oder FĂŒnfzigern. Sie kann mit einer so genannten Midlife-Crisis einhergehen, einer grundlegenden Reflexion darĂŒber, was ihr tut und was euch wichtig ist. Sie wird begleitet von einem tiefen Begreifen der Endlichkeit des Lebens, oft steht ihr vor Entscheidungen, die euch auffordern, euch zu fragen, was ihr mit eurem Leben anfangen wollt und wer ihr wirklich seid.

In der zweiten LebenshĂ€lfte habt ihr, um es so auszudrĂŒcken, nicht mehr den Luxus ungeahnter Möglichkeiten und unbegrenzter Zeit, Dinge zu verwirklichen. Ihr habt bereits Entscheidungen getroffen und seid durch viele Erfahrungen reicher an Einblick und Einsicht geworden. Jetzt geht es darum, die FrĂŒchte zu ernten und die zweite LebenshĂ€lfte vor allem als eine RĂŒckkehr in den Bereich der Seele, zu eurem Kern, zu dem Licht in euch zu sehen, das durch das Eintauchen in die Inkarnation und die EinflĂŒsse, die ihr dabei erlebt, verschleiert wurde. Die zweite LebenshĂ€lfte kann als das Freiwerden von diesen EinflĂŒssen und als das wirkliche Realisieren dessen, wer und was ihr seid, gesehen werden – Realisieren in dem Sinn, das Selbst zu begreifen, aber auch im Sinne einer Bereitschaft und des Mutes, dies nach außen zum Ausdruck zu bringen.

Das Exkarnieren ist ein großartiger spiritueller Prozess. Ihr löst euch von allen möglichen Vorstellungen und Überzeugungen ĂŒber euch selbst und das Leben, seid aber unterdessen noch immer hier anwesend. Es ist, als ob der Kern in euch zum Vorschein kommt und das, was in der Peripherie war – wie falsche Überzeugungen – in den Hintergrund tritt. Euer Licht wird stĂ€rker. WĂ€hrend vielleicht euer Körper weniger kraftvoll wird und ihr es mit „RĂŒckgang“ – Beschwerden oder Älterwerden – zu tun bekommt, wird das Seelenlicht stĂ€rker und oft schöner und tiefer. Das ist fĂŒr andere wahrnehmbar. Es ermöglicht euch, euer einzigartiges Licht auf diese Wirklichkeit scheinen zu lassen – ein bisschen wie ein Schmetterling, der aus seinem Kokon herauskommt. Der Schmetterling ist jetzt frei, freier von BeschrĂ€nkungen und hat so etwas von einem ĂŒberirdischen Funkeln, eine Schönheit, etwas Ätherisches im Vergleich zu der Raupe in ihrem Kokon. Er ist ein irdisches Wesen und gleichzeitig ein bisschen ein Engel.

Ich bitte euch nun, Kontakt mit diesem Schmetterling in euch aufzunehmen, mit dem Bewusstsein in eurem Herzen, das sich daran erinnert, wer ihr vor eurer Geburt wart. Erinnert euch, wer ihr wart, bevor ihr gestorben seid und dieses Leben begonnen habt. Ihr seid auf der anderen Seite gestorben und habt euch, mutig wie ihr wart, diesem Leben hingegeben. Nun aber erinnert euch wieder an dieses Licht, an die Wirklichkeit, die da war, bevor ihr dieses Leben begonnen habt, und an die Liebe eurer FĂŒhrer. FĂŒhlt all dies in eurem Herzen. Es ist nie verloren gegangen. Ihr seid jetzt hier, mit all eurer irdischen Weisheit, mit den Erfahrungen, die ihr gemacht habt und die ihr nun mit eurer Seelenweisheit, dem inneren Wissen vermengt, das immer schon da war und das ihr jetzt auf der Erde sichtbar werden lassen und manifestieren könnt. SpĂŒrt den Schmetterling in euch, der sich bereits ein wenig von der Festigkeit der Erde gelöst hat. SpĂŒrt, wie der Schmetterling in euch hin und her flattert zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen und auch zwischen dem rigiden Charakter des kollektiven Bewusstseins und der Freiheit eures ursprĂŒnglichen Geistes.

Stellt euch vor, dass ihr wirklich dieser Schmetterling seid, und betrachtet eure schimmernden FlĂŒgel voller Farbe, Glanz und Licht. FĂŒhlt, dass ihr tatsĂ€chlich ein Engel seid, der hier vorĂŒbergehend wohnt, und dass ihr diesem Engel-Selbst immer nĂ€her kommt. Fragt diesen Engel dann: „Was möchtest du hier auf der Erde noch tun?“ „Was sind die FrĂŒchte dieser Phase, dieser zweiten LebenshĂ€lfte?“.
Und auch wenn ihr noch jĂŒnger seid, könnt ihr bereits Kontakt mit diesem Schmetterling in euch selbst aufnehmen, auch wenn es ein Bild der Zukunft ist. Denn dieser Engel, dieser Schmetterling in euch selbst kann euch Hinweise darauf geben, was euch Freude bringt, wirkliche Freude – nicht die Freude zu suchen, in der es darum geht, euch bestimmten gesellschaftlichen Bildern anzupassen, euch im gesellschaftlichen Karussell mit zu drehen und euch so beruhigt zu fĂŒhlen, sondern eine tiefere Freude zu suchen, die Freude aus eurer Seele.
Nehmt Kontakt mit dem Schmetterlings- und Engelselbst auf, das bereits dabei ist, das Irdische zu transzendieren. Fragt es, was zu tun ist, was eure Seele zum LĂ€cheln bringt.

Erkennt, dass eure Seele gerade in der zweiten LebenshĂ€lfte sehr wertvolle Geschenke fĂŒr das Leben auf der Erde und fĂŒr andere Menschen um euch herum bereithĂ€lt. Gerade in der zweiten LebenshĂ€lfte kann die Seele sich auf Ă€ußerst kreative, schöpferische Weise entfalten, weil sie sich freier fĂŒhlt, sich weniger um all die Konventionen und Erwartungen kĂŒmmert und dadurch ursprĂŒnglich und authentisch wird. SpĂŒrt diese Kraft in euch, ursprĂŒnglich, individualistisch und eigenwillig zu sein, eure eigenen GefĂŒhle sprechen zu lassen, statt euch immer den Erwartungen und Regeln von außen zu beugen.

SpĂŒrt nun nach, was euch die grĂ¶ĂŸte Zufriedenheit gibt. Was wollt ihr in diesem Leben fĂŒr euch selbst erreichen? Wollt ihr euch noch von irgendetwas befreien? Wollt ihr bestimmte negative Gedanken loslassen oder Verhaltensweisen im Umgang mit euch selbst lösen oder bestimmte Weisen, auf die ihr euch selbst zurĂŒckhaltet oder herabsetzt? SpĂŒrt nach, was ihr fĂŒr euch selbst erreichen wollt. Nehmt auch wahr, dass ihr, wenn ihr Ă€lter werdet, euch im Wesentlichen aus dem irdischen Fokus zurĂŒckzieht und einer großartigen Wiedergeburt im Seinsfeld der Seele entgegenwachst. Im Wesentlichen lebt ihr jetzt in einer Bewusstseins-Verengung. Je mehr ihr dem irdischen Tod, dem Ende des Lebens hier nĂ€herkommt, wird diese Verengung langsam aufgehoben. Zumindest könnt ihr es so erleben. Dem Tod entgegenzuwachsen kann ein Prozess der Befreiung und Erleichterung sein. Und es ist natĂŒrlich auch kein Ende, es ist ein Übergang, ein Nachhause-Kommen. Wenn ihr wagt, euch mit dem Fluss des Älterwerdens, mit der Erfahrung des Älterwerdens mitzubewegen, werdet ihr vielleicht feststellen, dass gerade im Verlust bestimmter Möglichkeiten ein neues Bewusstsein entsteht: ein Bewusstsein, das mehr auf die Essenz ausgerichtet ist und das von eurem Umfeld als sehr bereichernd erlebt wird.

Die Seele selbst ist weder alt noch jung, sondern zeitlos und allzeit lernend, wachsend und staunend. Deshalb kann gerade ein Ă€lterer Mensch, der einen guten Kontakt zu seiner oder ihrer Seele hat, eine sehr jugendliche Ausstrahlung haben, weil die Frische der Seele in seinen oder ihren Augen sichtbar und fĂŒhlbar ist und mitunter mehr Erneuerung, Glanz und Freude bringen kann als jemand, der – an irdischer Lebenszeit gemessen – viel jĂŒnger ist, aber unter Ängsten, Erwartungen und Druck von außen gebeugt geht. FĂŒr die Seele liegt gerade in der Bewegung der Exkarnation, die oft in der zweiten LebenshĂ€lfte stattfindet, eine enorme Chance, zu strahlen, zu leuchten.

Werdet euch des Lichts in euch bewusst, das unabhĂ€ngig von Lebenszeit und Alter ist, und genießt dieses Licht, empfangt es bis hinein in die Tiefen eures Wesens. Euer Seelenlicht befruchtet die Erde auf eine Weise, die ihr nicht ermessen könnt. Ihr tut mehr, als ihr denkt. Ihr seid Licht-Engel.

Ich bin bei euch aus einem tiefen GefĂŒhl der Verwandtschaft, BrĂŒderlichkeit heraus. FĂŒhlt euch unterstĂŒtzt und beruhigt in dem Feld des Miteinanders, das wir jetzt, in diesem Moment erschaffen. Ihr seid nicht allein. Ihr werdet geliebt. Ihr seid wunderschön und kostbar.

Ich grĂŒĂŸe euch alle und bleibe von Herzen mit euch verbunden.

Ich danke euch.


Channeling: Â© Pamela Kribbe
Übersetzung: Yvonne Mohr, http://www.lichtderwelten.de
Deutscher Text: http://www.lichtderwelten.de/index.php/geistige-welt/channelings-anderer/pamela-kribbe/jeshua–von-der-inkarnation-zur-exkarnation