DAS GEBET-Lichtweltverlag

  • 16. Januar 2024

Botschaft durch Gott


Gebet ist das Verschmelzen und das Lauschen in die Ewigkeit – das bewusste Freisetzen von Liebe.

Cover © Andrea Percht

Aus dem Buch: Licht 2 – Heilung durch Gott
Zweite Auflage jetzt erhältlich! (auch als E-Book)

Das Gebet

Die Verbindung mit Gott

Das Gebet ist die Kommunikation mit deiner Urquelle, das bewusste in Verbindungsein mit Gott.

Das Gebet ist formulierte Meditation, das Aussprechen deiner Bedürfnisse, deiner Ängste und das Erwarten von Antwort aus der Quelle, an die du deine Bitten richtest.

Doch genau hierin liegt ein großes Nichtwissen, eine seit langer Zeit eingelernte und ungefragt übernommene Gewohnheit. Ein Gebet, das ausschließlich nach deinen Bedürfnissen und Bitten ausgerichtet ist, ist nutzlos, völlig wertlos und absolut falsch verstandene Hingabe.

Es ist absurd zu glauben, dass Bitten, die sich auf dein Ego-Bewusstsein beziehen, Resonanz im Sein finden.

Auf dieser Ebene findet keine Resonanz statt, diese Energieformen stoßen sich ab und es kann kein Austausch stattfinden.

Daher stellt sich bei Menschen, die ein Leben lang im „Gebet“ weilen und Bitte für Bitte an das Universum, an die Heiligen oder an Gott selbst richten, zwingend Frustration und Enttäuschung ein.

Es ist ein kosmisches Gesetz, dass das Ego und das Sein einander abstoßen. Jedes Gebet auf der Ebene des Egos findet keinen Widerhall und verströmt im All.

Kein Heiliger und kein Meister können dir „deine Wünsche“ erfüllen, so sie aus deiner Ängstlichkeit geboren wurden und den Stempel deiner unerlösten Muster und Blockaden tragen. Daher ist das erste Gebet, das du sprechen sollst, folgendes:

GELIEBTE URQUELLE DES SEINS,
BEFREIE MICH VON ALLEN ÄNGSTEN,
BLOCKADEN UND VON FALSCHEN VORSTELLUNGEN
UND LASS MICH STETS WISSEN, WAS ICH DEINEM WILLEN NACH WISSEN SOLL.

Natürlich weiß die Urquelle des Seins genau Bescheid über deine Entfaltungspotenziale und daher braucht es absolut keine Worte, um etwas zu bewirken.

Das Gebet als reine Absicht

„Wie soll ich nun richtig beten?“, wirst du fragen.

Zuerst schaffe dir ein geeignetes Umfeld, erzeuge eine Atmosphäre, in der du ungestört und alleine bist. Oft ist es gut, davor ein leichtes Essen einzunehmen, denn das Gebet ist auch ein energetischer Vorgang – und dein Körper braucht dafür die notwendige Kraft.

Sei dir darüber im Klaren, worum du „bittest“. Ist es etwas, was aus deiner Ego-Realität kommt – oder ist es ein aus deinem Sein kommendes Anliegen? Trenne und prüfe genau, danach formuliere laut oder leise (gedanklich) dein Bedürfnis!

Sei dir dieses Vorgangs völlig bewusst, denn ein reines und aus deinem Herzen vorgetragenes Gebet wird unmittelbar und ganz konkret behandelt. Die zuständigen geistigen Instanzen jenseits des Schleiers prüfen deine Absicht, sehen deine gesamte „Geschichte“, deine karmischen Zusammenhänge ein und werden aus dieser Bewusstheit heraus alles tun, was im Einklang mit deiner Entwicklung und im Einklang mit der göttlichen Ordnung möglich und erlaubt ist.

Ein reines Gebet ist eine Absicht, herangetragen an Gott. Darum ist es so wichtig, deine Absicht zu prüfen. Dies ist die einzige Form von Gebet, die Worte erlaubt. Darüber hinaus ist Gebet – reines Schweigen!

Gebet ist das Hinhören, das Lauschen in die Stille, um zu vernehmen, was Gott, deine Quelle, dir zu sagen und zu geben hat.

Gebet in der Menge hält dich davon ab, still zu werden, hält dich von der Ruhe ab, die dringend notwendig ist, um seine Stimme wahrzunehmen. Das Gebet in der Gruppe hat eine andere Schwingung und ist dort angemessen, wo ein kollektives Energiefeld gestärkt werden soll. Versammeln sich viele Menschen zu einem klar ausgerichteten Anlass, kann unglaublich viel Energie freigesetzt werden.

Auch dabei ist es wichtig, ganz klar zu unterscheiden, womit ich es zu tun habe und worum es bei dieser oder jener Versammlung geht. Sind es Bedürfnisse aus meinem Sein, mit denen ich in Resonanz treten will, oder sitze ich einem kollektiven Erwartungsmuster auf? Ist die Gruppenenergie klar auf das Sein ausgerichtet oder ist jeder sein eigener Vortragender? Auf welcher Ebene findet ein Gebetstreffen statt?

Dies gilt es zu klären, um nicht der kollektiven, manipulierten Angstrealität neue Energie zu geben. Jedes Gebet aus der Angst heraus ist ein verzweifelter Ruf um Hilfe, aber eben kein Gebet – denn Gebet kennt keine Angst.

Gebet ist das Verschmelzen und das Lauschen in die Ewigkeit – das bewusste Freisetzen von Liebe.

Gelingt das in einer Gruppe von Menschen, ist es wunderbar und absolut angemessen. Deine Unterscheidungskraft und dein Durchblick sind gefordert.

Als Gebetsmantra

Das ständige Wiederholen von Sätzen und das Rezitieren von Mantren haben eine unglaubliche Kraft, aber auch hier ist deine Absicht entscheidend.

Prüfe genau, was du sagst, und vor allem, wie du es sagst! Welche Energie gibst du hinein? Gibst du Liebe, wirst du Liebe erhalten. Ist deine Motivation auf das Ego bezogen, wird sich dein Ego aufblasen und sich die Entfernung zu deiner Göttlichkeit vergrößern.

Sei dir bewusst, sobald du dir deiner reinen Absicht gegenwärtig bist, wirst du zu dem, was du dir ununterbrochen vorsagst:

„Ich bin Licht und Liebe!“

Dieser Satz erzeugt in dir Transformationsenergie und du wirst unweigerlich Licht und Liebe. Diese Verwandlung braucht Zeit, aber dies ist ein kosmisches Gesetz. Du wirst, was du denkst, und umso mehr wirst du das, was du sagst. Sei dir dieser Kraft und Macht bewusst!

Das stereotype, unreflektierte und automatische Wiederholen von vorgegebenen Gebeten jedoch ist wertlos und hat nur den Zweck, ein altes, noch nicht hinterfragtes Muster zu erfüllen.

So sind auch Gebete, die dich in eine „gute“ Position nach deinem körperlichen Ableben bringen sollen, sinnlos.

Der Himmel und das Reich Gottes sind in dir!

Du kannst dir den Himmel nicht erkaufen, erbitten oder durch von Menschen erzeugte Auflagen verdienen.

Das alleinige Bewegen deiner Lippen führt zu nichts – es ist, was es ist: ein Lippenbekenntnis und nicht mehr.

Der Himmel und das Reich Gottes sind bereits in dir! Dieses gilt es zu entdecken und es gilt in deine Schönheit hineinzufinden.

Der Himmel, der dir von allen möglichen religiösen Institutionen versprochen wird, existiert nicht, wenn du nicht bereit bist, deine Verblendungen loszulassen.

Nach deinem körperlichen Tod erwartet dich genau die Realität, die du verlassen hast. Auf der feinstofflichen Ebene findet dein Lebensausdruck seine Fortsetzung. Du findest dich in deiner Ego-Energie wieder, so du davon geprägt warst – du erlangst dein lichtvolles Antlitz zurück, so du auf der Erde schon in Licht und Liebe getaucht warst.

Den Himmel, der dir vielerorts versprochen wird, gibt es nicht! Schon gar nicht kannst du in die allmächtige Schönheit der Liebe und des Lichts eingehen, wenn du voller falscher Vorstellungen und Muster bist, Verhaltensschablonen, die aus dem kollektiven Bewusstsein der Menschen genährt werden und die durch die Institutionen dahinter eine so machtvolle und dominante „Realität“ vortäuschen.

Doch diese Zeit ist nun vorbei, jede Täuschung fällt ab von den Menschen – die Lichtdurchflutung der Erde bewirkt das.

Auch das Gebet wird wieder seine wahre Bedeutung und Kraft zurückerhalten. Die Menschen finden in ihr Sein und auf diesem Weg wird auch das Gebet einer genauen Prüfung unterzogen.

Alles, was aus versteckten Angstmustern und klein wie destruktiv haltenden Energien hervorgeht, wird aufgelöst und wahres Gebet wird möglich.

Wahres Beten

Wahres Beten ist absolute Stille und Einheit mit dem Sein.

Bist du darin geübt, kannst du mitten in der Welt leben, am Marktplatz stehen, und stets wirst du in deiner Stille und in dieser Verbundenheit mit der göttlichen Urquelle des Seins sein.

Wahres Gebet kennt keine Zeit, keinen Ort, keine Kirche, keine Moschee, keinen Tempel, keinen Berg und keine Höhle. Wahres Gebet IST – immer, ständig und unaufhörlich.

Du wirst zum Gebet – du bist Gebet!

Sobald du in dieser ständigen Anbindung an Gott lebst, bist du im ununterbrochenen Austausch mit deiner Urquelle, du bist kein Betender, sondern du bist das Gebet.

Zu wem sollst du beten, wo du doch deine Göttlichkeit jeden Augenblick feierst? Das Getrenntsein ist aufgehoben.

In dieser Einheit bist du Gebet und Betender, alles und nichts, es gibt keine Trennung mehr, jede Illusion ist dir genommen. Du bist Meditation, Gebet und Mantra. Du hörst hin und deine ganze Aufmerksamkeit ist deiner spirituellen Heimat zugewendet. Diese Absolutheit, diese vollkommene Hinwendung, diese Bedingungslosigkeit ist wahres Gebet, ist das Erleben der Einheit und das Aufheben jeder Trennung.

Der Himmel ist somit in dir und überall, wo du wandelst, ist Himmel – kein ferner Ort, den ich mir durch „Wohlverhalten“ verdienen kann. Nein! Er ist hier und jetzt.

Ist er nicht jetzt in dir, so wird er auch danach nicht da sein, da du keine Realität dafür erzeugt hast.

Du bist nicht in Resonanz getreten zu deinem Liebes-Selbst und somit erhältst du weitere Gelegenheiten, um dich darin zu üben, deine Göttlichkeit zu erkennen.

Du verweilst einige Zeit auf einer feinstofflichen Ebene, um Klarheit über dein weiteres Wachsen zu erhalten und eventuelle Versäumnisse zu erkennen. Kurz wird der Schleier der Unkenntnis von dir genommen und dann findest du dich wieder in einer Realität wie dieser, der Erde, bis du gelernt hast, dich hier und jetzt als liebenden und göttlichen Ausdruck zu erfahren. Denn jeder und alles brauchen ihre Reife und Zeit, um aufzulösen und zu erkennen.

Den Himmel, der dir hier von Menschen und Religionshütern gerne und leichtfertig versprochen wird, gibt es nicht!

Ja, gewiss, es gibt Orte von unendlicher und nicht zu übertreffender Schönheit im Universum, Orte aus reinem Licht – manifestierte und alles umfassende Liebe, schöner als deine ausgeprägtesten Fantasien. Es sind „Orte“ ganz nah an der Quelle, nah deiner Heimat – insofern gibt es den Himmel.

Aber du gelangst erst dorthin, wenn du dafür die Voraussetzungen geschaffen hast, dein Wesen in diese Schwingung von Licht und Liebe anzuheben, alle Möglichkeiten wahrzunehmen, die dir auf der Erde geboten werden, um diesem deinem ursprünglichen Ausdruck so nahe wie nur möglich zu kommen. Ein monotones und gedankenloses Wiederholen von Worten ist dabei nicht hilfreich!

Kläre dein Energiefeld, unterscheide und beginne, wahrhaft zu beten. Werde zum Gebet, werde der, der du bist. Löse alle Gegensätze auf, lass los und erlebe dich in der Einheit der Schöpfung!

Erlebe dich als Gottes Atem, als sein einmaliger Ausdruck!

Je öfter du in dieses Gewahrsein gelangst, je häufiger sich deine Gedanken, Worte und Taten in dieser Realität widerspiegeln, desto näher kommst du in den Zustand des Gebets, des ständigen Lauschens, der ständigen Aufmerksamkeit deinem Geliebten gegenüber.

Diese Liebesbeziehung ist vollkommen, da es keine Enttäuschung gibt. Diese Vereinigung ist absolut erfüllend, da sich kein Mangel einstellt.

So, wie du als Verliebter deinem Partner deine ganze Aufmerksamkeit widmest, so schenkst du als spirituell Erwachter deine uneingeschränkte Hinwendung deiner Urquelle des Seins. Das sind wahres Gebet, Hingabe und Liebe – das ungeteilte Lauschen in die Ewigkeit.

So bete und nähere dich, deine reine Absicht wird dich leiten und Gottes Gnade wird deinen Weg erleuchten.

Das Licht seiner Liebe wird deine alten, nicht mehr notwendigen Gebetsmuster transformieren, bis du aufhörst zu beten, da du zum Gebet geworden bist, bis du dich wieder als mit allem verbunden erlebst und dich ganz von der Liebe des Vaters, der Mutter, deiner Urquelle des Seins, absorbieren lässt.

Sei gesegnet, du bist über alle Maßen geliebt.

https://lichtweltverlag.at/2024/01/16/das-gebet/

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