Die Rückkehr zur Unschuld des Herzens. Jenny Schiltz

Rückkehr nach EdenDas Auflösen der Scham, die nie unsere war

Ich bin kürzlich aus Honduras zurückgekehrt, wo ich das Osterwochenende damit verbracht habe, mit den Kristallpyramiden zu arbeiten, die mit der mesoamerikanischen Linie verbunden sind. Schon Wochen zuvor hatte ich einige der intensivsten inneren Einweihungen meines Lebens durchlaufen. Dabei verband sich die kristalline, Christus ausgerichtete Solar Sophia Energie in mir und bereitete sich darauf vor, noch tiefer verankert zu werden.

Ich wusste, dass diese Reise dazu diente, noch tiefer in diese Arbeit einzutreten, mich mit den Pyramiden zu verbinden und diese kraftvollen Frequenzen während eines besonders intensiven Energiezeitraums zu stabilisieren.

Am ersten Abend kamen wir in einem kleinen Resort an, das völlig leer war. Die Stille legte sich wie ein weiter Raum über alles, fast wie ein grenzenloses Nichts. Ich ging in eine tiefe Meditation, und sofort erschien immer wieder das Bild des Kreuzes. Energie floss entlang einer vertikalen Linie nach unten und weitete sich dann über die horizontale Achse aus.

Als ich nach der Bedeutung fragte, trat Yeshua sanft in mein Bewusstsein. Er zeigte mir, dass das Kreuz niemals als Symbol für Tod oder Leiden gedacht war. Es war immer eine Darstellung dafür, wie der Geist in den Körper eintritt, durch die vertikale Achse fließt und sich durch das geöffnete Herz und die ausgebreiteten Arme ausdehnt.

Er wollte nie, dass Menschen glauben, er sei für ihre Sünden gestorben. Vielmehr wusste er, dass er einen öffentlichen Übergang durchlaufen würde, seinen Körper in eine lichtvolle Form verwandeln und zurückkehren würde.

Die eigentliche Botschaft war, dass der Tod nicht endgültig ist. Er ist nicht das Ende. Während wir uns in lichtvollere Formen verwandeln, setzen wir unseren Weg einfach fort.

Im weiteren Verlauf wurde mir gezeigt, wie diese ursprüngliche Botschaft im Laufe der Zeit verdreht wurde und zu einem Werkzeug der Kontrolle wurde, das Schuld und Scham auf die Herzen der Menschen legte, die dafür nie bestimmt waren.

In dieser Nacht öffneten sich immer mehr dieser Verdrehungen. Ich wurde mir bewusst, wie viel Schuld viele von uns tragen, religiöse Wunden, nicht nur aus diesem Leben, sondern auch aus anderen. Besonders die Vorstellung, wir seien verantwortlich für das Leid anderer oder hätten durch unser Sein Schuld auf uns geladen, wurde tief fühlbar.

Ich spürte, wo sich diese Scham in meinem Körper festgesetzt hatte und konnte beobachten, wie sie sich löste.

Dann wurde ich zu Erinnerungen an meine eigenen Kinder geführt, als sie noch Babys waren. Ihre Augen waren so rein, so frisch aus der Quelle. Und doch behauptet Religion oft, dass wir mit einer Urschuld geboren werden. Auch das zeigte sich mir als eine tiefe Verdrehung. Wir kommen nicht mit Schuld auf diese Welt.

Es folgten Bilder aus der Schöpfungsgeschichte. Lilith, die erste Frau Adams, die sich nicht unterordnen wollte und ging. Ihre Nachkommen wurden später als dämonisch dargestellt, ein bekanntes Muster, in dem das Abgelehnte zur Bedrohung erklärt wird.

Dann erschien Eva, die angeblich aus Adams Rippe geschaffen wurde, um ihm zu dienen. Doch die tiefere Wahrheit zeigte sich anders. Kein Leben entsteht ohne das Weibliche. Männer kommen durch Frauen in diese Welt.

Ich sah Eva, wie sie nach dem Apfel griff, nach Erkenntnis, nach Bewusstsein. Die Schlange, oft als Versuchung dargestellt, zeigte sich als Symbol der Wandlung.

Doch die Geschichte wurde so erzählt, dass Frauen als Ursache des Falls dargestellt wurden. Diese Vorstellung hat sich tief in das kollektive Bewusstsein eingeprägt. Ich konnte fühlen, wie auch in mir Schichten dieser alten Scham gespeichert waren und wie Yeshua sie aus meinem Brustraum löste.

Ein besonders intensiver Moment war die Erinnerung an meine Schulzeit. Während einer Messe wurde laut verkündet, dass Frauen kontrolliert werden müssten. Obwohl ich es innerlich ablehnte, nahm ein Teil von mir diese Botschaft auf. Diese Scham hatte sich in meinem Körper festgesetzt.

Selbst wenn du in diesem Leben nicht direkt solchen Lehren ausgesetzt warst, können diese Programme im kollektiven Feld weiterbestehen und im Körper gespeichert sein, bis sie bereit sind, sich zu lösen.

Während meiner Meditation fühlte es sich an, als würden alte Muster wie gelöste Fäden aus mir herausfallen.

Am nächsten Tag, während ich schnorchelte, wurde mir gezeigt, wie Scham oft schon in der Kindheit durch Erfahrungen in den Körper gelangt und sich dort Schicht für Schicht ablagert. In diesem Moment wurde mir klar, dass wir die Wahl haben, sie weiterzutragen oder loszulassen.

Ich spürte, wie sich vieles einfach löste.

Auch im Bereich von Körper und Sexualität wurde mir eine tief sitzende Verdrehung gezeigt. Sexualität wurde zu stark mit dem Körper selbst verknüpft, statt als Begegnung von Seelen verstanden zu werden. Dadurch entstanden Scham und Kontrolle.

Diese Verzerrung hat uns weit von der ursprünglichen, liebevollen Verbindung entfernt und dazu geführt, dass wir unseren eigenen Körper als etwas betrachten, das versteckt werden muss.

Während dieser Reise hatte ich zwei besondere Begegnungen mit Barrakudas. Einmal öffnete ich beim Schnorcheln die Augen und ein großes Tier war ganz nah vor mir. Es war still und präsent. Ich fühlte keine Angst, nur eine tiefe Klarheit.

Dieses Wesen spiegelte mir eine Energie von Präzision und Mut wider, die dazu einlädt, auch das Unangenehme klar anzuschauen.

Später begegnete mir ein weiteres Tier mit einer sanfteren, weiblichen Ausstrahlung. Es erinnerte mich daran, loszulassen und dem Leben zu vertrauen.

Während dieser Reise lösten sich viele Schichten von Scham. An ihre Stelle trat eine Leichtigkeit, die ich seit meiner Kindheit nicht mehr gespürt hatte. Ich fühlte wieder eine reine Verbindung zur Quelle und erkannte, dass ich in einen Zustand ursprünglicher Unschuld zurückgeführt wurde.

Nicht als Ort im Außen, sondern als innerer Zustand von Freude und Natürlichkeit.

Ich verstand, dass wir in den Augen der Quelle vollkommen geliebt sind, so wie wir sind. Es geht darum, uns selbst wieder so zu sehen.

In diesem ursprünglichen Zustand gibt es keine Scham, kein Verstecken, nur Sein.

Diese Erfahrung war tief und transformierend.

Als ich nach Hause zurückkehrte, dachte ich zunächst, ich würde sofort neue Energien weitergeben. Doch mir wurde gezeigt, dass es zuerst darum geht, alte Schichten zu lösen, bevor Neues wirklich aufgenommen werden kann.

So entstand der Impuls, diesen Prozess des Loslassens und Heilens mit anderen zu teilen.

Wisse, dass du in den Augen der Quelle vollkommen angenommen bist. Du bist genau so richtig, wie du bist.

Die Wandlung beginnt in dir.

Mit viel Liebe und Freude
Jenny Schiltz

https://www.facebook.com/jenny.schiltz

© Übersetzung Rosi

Grafik: Rückkehr nach Eden – Das Auflösen der Scham, die nie unsere war

Siehe hierzu auch den aktuellen Beitrag von Emmy X.: https://emmyxblog.wordpress.com/2026/04/13/kabamur-taygeta-unsichtbare-dunkle-maechte-und-plejadische-lehren-12-04-2026/