Die Dunkle Nacht der Seele
ist Beschleunigung …
getarnt als Stillstand.
Als scheinbares „Nichts“.
In der Natur wirkt der Winter oft so,
als würde überhaupt nichts geschehen.
Die Bäume stehen kahl da.
Die Erde ist gefroren.
Dort, wo einst Farben und Geräusche waren,
liegt nun Stille.
Und dennoch …
tief unter der Oberfläche,
verborgen im Dunkeln,
bereitet sich alles auf neues Leben vor.
Die Wurzeln wachsen tiefer.
Samen brechen auf.
Das Leben ordnet sich neu …
auf einer Ebene,
die das menschliche Auge nicht sehen kann.
Deine Dunkle Nacht
ist genau dieser Winter.
Sie ist nicht die Abwesenheit von Wachstum.
Sie ist Wachstum
in seiner tiefsten Form …
auf Seelenebene …
dort, wo der gewöhnliche Verstand nicht mehr folgen kann.
Und wenn du hindurchgehst …
und ja, du wirst hindurchgehen …
wirst du dich nicht einfach nur „besser“ fühlen.
Du wirst dich anders fühlen.
Wahrer.
Mehr du selbst
als jemals zuvor.
Leichter …
nicht weil das Leben plötzlich einfacher geworden wäre,
sondern weil du aufgehört hast,
das zu tragen,
was niemals wirklich dir gehörte.
Du wirst dich verbundener fühlen.
Nicht nur mit anderen Menschen,
sondern mit etwas Weitem, Ruhigem und Beständigem
in deinem Inneren …
einer Gegenwart,
die immer schon da war,
die du jedoch durch den Lärm deines alten Lebens
nicht hören konntest.
Diese Gegenwart
ist deine Seele.
Und die Dunkle Nacht …
so schmerzhaft und erbarmungslos sie sich auch anfühlen mag …
war ihr größtes Geschenk an dich.
Die Einladung,
endlich und vollständig
nach Hause zu kommen.
Ich liebe dich so sehr.
PS:
Wenn du selbst durch deine eigene Dunkle Nacht gegangen bist …
was ist daraus mit dir hervorgegangen,
das du niemals wieder missen möchtest?
Teile es gerne.
Denn vielleicht sind genau deine Worte heute oder heute Nacht
das Licht,
das jemand in seiner Dunkelheit gerade braucht.
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