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Wolfgang Wodarg ist Arzt, Gesundheitswissenschaftler und einer der bekanntesten Kritiker der offiziellen Corona-Politik. Seine berufliche Laufbahn begann als Hafenarzt in Hamburg, wo er früh mit tropenmedizinischen Fragestellungen in Berührung kam. Später leitete er das Gesundheitsamt in Flensburg. Fünfzehn Jahre lang gehörte er für die SPD dem Deutschen Bundestag an, war Vorsitzender des Gesundheitsausschusses sowie Mitglied der Enquetekommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“, die an den Grundlagen des Gendiagnostikgesetzes mitarbeitete.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Wodarg 2009 als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Dort initiierte er die Untersuchung der Schweinegrippe-Pandemie und prägte den Begriff „Fake Pandemic“. Der spätere Bericht des Europarates stellte erhebliche Interessenkonflikte und eine Verschwendung öffentlicher Gelder fest.
Spätestens seit 2020 ist Wodarg einer breiten Öffentlichkeit als kontroverse Stimme bekannt: Für die einen ist er ein wichtiger Aufklärer, für die anderen ein Verschwörungstheoretiker. Aktuell ist er mit seinem Vortrag „Die Welt ist krank. Wie kann man da gesund sein?“ unterwegs.
Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es weit über die Corona-Pandemie hinaus um eine grundsätzliche Frage: Wem kann man im Gesundheitssystem noch vertrauen, wenn Angst zum Herrschaftsinstrument wird und mit Krankheit Geld verdient wird?
Wodarg schildert seinen Weg vom angesehenen Amtsarzt zum politischen Außenseiter, spricht über die Schweinegrippe und die Parallelen zu heutigen Entwicklungen und erklärt, warum er die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisch sieht. Außerdem äußert er sich zu PCR-Tests, Übersterblichkeit, der Einordnung von mRNA-Technologien als Impfungen sowie zu seiner heutigen Haltung gegenüber Impfprogrammen, die sich von seinen früheren Positionen unterscheidet.
Jasmin Kosubek hinterfragt seine Aussagen kritisch, spricht mögliche blinde Flecken an und fragt nach der Belastbarkeit seiner Thesen. Dabei kommt auch ein Punkt zur Sprache, bei dem Wodarg einen früheren Irrtum einräumt.
Zum Abschluss wird das Gespräch persönlich: Wodarg erzählt, welche Konsequenzen die vergangenen sechs Jahre für ihn hatten und warum es sich für ihn dennoch befreiend anfühlt, seine Überzeugungen öffentlich zu vertreten.
📖 Kapitel
00:00:00 Intro & Vorstellung
00:02:56 Berufsverbot, Hafenarzt und der Weg in die SPD
00:10:11 Europarat, Ethik und die Grenzen der Gendiagnostik
00:16:20 Reproduktionsmedizin, Leihmutterschaft und Fertilität
00:20:08 Schweinegrippe und der Antrag „Fake Pandemic“
00:26:46 Corona: War es überhaupt eine Pandemie?
00:34:23 Wie aus einer Gentherapie eine „Impfung“ wurde
00:36:25 Bergamo, New York und der Vorwurf der Falschbehandlung
00:44:20 Confirmation Bias: Wie sicher kann Wodarg sein?
00:49:54 Eigene Irrtümer und die HIV-Aids-Frage
00:52:31 Eine Medizin, die am Kranksein verdient
00:59:09 WHO, Normsetzung und die Frage nach guten Studien
01:02:34 Zweitmeinung, Supplements und der gute Arzt
01:10:45 Hanta-Virus, Moderna-Aktie, Ebola und EHEC
01:21:16 Wem kann man überhaupt noch vertrauen?
01:24:26 Die WHO als Agentur für Insidergeschäfte
01:30:04 Würde Wodarg seine Kinder heute noch impfen lassen?
01:32:51 Medien, Gemeinschaft und neue Strukturen
01:38:09 Persönlich: Der Preis der vergangenen sechs Jahre
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